Segelwissen: Dünnschicht-Antifouling

 

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Das Thema Antifouling nimmt im Bootsbereich und beim Segelsport eine besonders große Rolle ein. Denn jeder, der schon einmal das Vergnügen hatte, Muscheln, Pocken und Schleim manuell von seinem Unterschiff zu entfernen, weiß, wie hartnäckig dieser Bewuchs, der auch Fouling genannt wird, am Boot haften kann…

Spätestens nach so einer Aktion werden die meisten Bootsbesitzer zur nächsten Saison dann wohl doch auf ein Antifouling zurückgreifen. Denn mit einem Antifouling-Anstrich schützt man das Unterwasserschiff vor hartnäckigem und störendem Bewuchs. Je mehr Muscheln und Algen sich ansiedeln, desto schwerer und langsamer wird das Boot.

Das wiederum schlägt sich auf einen erhöhten Spritverbrauch und einen damit verbundenen Kostenanstieg nieder. Zudem lässt mit zunehmendem Fouling auch die Manövrierfähigkeit nach, was zulasten der Sicherheit geht.

Wir zeigen dir hier, was es es zu beachten gibt!

 

Dagegen streicht man – je nach Standzeit des verwendeten Antifoulings – vor oder nach der Saison ein Antifouling-Mittel auf das Unterwasserschiff. Es gibt unterschiedliche Antifoulings – je nach Bootstyp, Material und Segelverhalten.

Welche Arten von Antifouling gibt es?

Prinzipiell unterscheidet man in Hart-Antifouling, das besonders für Schiffe geeignet ist, die nicht viel bewegt werden. Daneben gibt es noch das selbstpolierende Antifouling, das für Segelboote und Motorboote bis 25 Knoten geeignet ist. Dieses Mittel trägt sich während der Fahrt selbst ab und setzt so immer wieder neue Biozide im Antifouling frei, die verhindern, dass sich Bewuchs am Boot festsetzt.

Durch die selbstpolierende Eigenschaft wird ein Schichtaufbau verhindert, sodass nicht nach einigen Jahren die Schichten abgenommen werden müssen, wie es beim Hart-Antifouling der Fall ist. Als drittes gibt es noch das Dünnschicht-Antifouling, das wir im Folgenden genauer erklären wollen.

Was ist eigentlich Dünnschicht-Antifouling?

Dünnschicht-Antifouling zeichnet sich dadurch aus, dass es eine harte, sehr glatte und reibungsarme Oberfläche bildet, auf welcher neuer Bewuchs – egal, ob tierisch oder pflanzlich – nur sehr schwer haften bleibt. Durch diese sehr glatte Oberfläche sind deutlich weniger Biozide im Antifouling nötig, da der Bewuchs nicht durch Gift abgehalten wird, sondern den Muscheln, Pocken und dergleichen durch die glatte Oberfläche kein Haftgrund geboten wird. Wenn das Antifouling mit PTFE (Teflon) versetzt ist, wird die glatte Oberflächenstruktur zusätzlich verstärkt.

Die glatte Oberfläche soll außerdem dafür sorgen, dass das Boot ein höheres Tempo erreicht. Daher greifen besonders Regattaboote und schnelle Gleiter zum dünnschichtigen Antifouling. Aber auch Motor- und Segelboote, die regelmäßig auf Binnenrevieren und Flüssen bewegt werden, können ohne Weiteres zu dieser Antifouling-Art greifen und so die Bootsgeschwindigkeit optimieren.

Ein weiterer Vorteil: Das Dünnschicht-Antifouling baut, wie der Name schon sagt, über die Jahre keine dicken Farbschichten auf, die irgendwann abplatzen oder abfallen, so wie es beispielsweise beim Hartantifouling der Fall sein kann.

Ein eventueller Nachteil von dünnschichtigem Antifouling ist allerdings, dass man diesen Bewuchsschutz nur mit der gleichen Art überstreichen kann, da auf der glatten Oberfläche nichts anderes mehr hält. Das bedeutet: Im nächsten Jahr kann man nicht einfach von Dünnschicht-Antifouling zu Hart- oder selbstpolierendem Antifouling wechseln, sondern muss dafür erst einmal alle Schichten herunternehmen. Wenn man jedoch nicht wechseln möchte, ist die Nutzung und die Verarbeitung von Dünnschicht-Antifouling sehr schnell und einfach erledigt.

Neues Antifouling

Wer schon einmal Antifouling entfernt hat, weiß, dass das in den meisten Fällen eine zeitintensive und anstrengende Angelegenheit ist. Daher sollte man sich die Wahl des Antifoulings im Vorfeld gut überlegen. Kauft man ein gebrauchtes Boot, sollte man unbedingt beim Vorbesitzer erfragen, welches Antifouling er benutzt hat, da man nicht einfach beliebig wechseln kann.

Bei einem neuen Boot ist es ratsam, sich im Vorfeld beim Verkäufer und im Heimathafen zu erkundigen, welche Mittel empfohlen werden. Zudem gibt es, gerade in Bezug auf Biozide, je nach Land und Marina unterschiedliche Bestimmungen, welche Mittel verwendet werden dürfen.

VC 17m von International

Ein Beispiel für ein hartes Dünnschicht-Antifouling ist das VC 17m von International, das sich durch eine sehr schnelle Trocknungszeit von etwa 20 Minuten auszeichnet und dadurch noch unkomplizierter in der Anwendung ist.

Das VC 17m kann auf fast allen Untergründen angewendet werden: GFK, Stahl, Blei, Holz, Gusseisen und CFK – diese Bootsbaumaterialien sind problemlos mit dem Bewuchsschutz vereinbar. Lediglich Aluminium und verzinkte Oberflächen sollten nicht mit VC17m-Antifouling behandelt werden, da es sonst zu Korrosionsschäden kommen kann.

Abgesehen vom Material ist auch die Geschwindigkeit des Schiffes kein Problem für das VC 17m, denn auch für schnelle Boote ist dieses Antifouling geeignet.

Bewuchsverhältnisse

Wer in Gewässern mit geringen oder mittleren Bewuchsverhältnissen unterwegs ist, für den reicht VC 17m vollkommen aus. Bei schwierigen Bewuchsverhältnissen ist das VC 17m Extra zu empfehlen, welches Bewuchs noch besser bekämpft, sich ansonsten aber nicht vom „normalen“ VC 17m unterscheidet.

Applikationsmethode

Für VC 17m empfiehlt sich der Auftrag mit einer kurzhaarigen Rolle. Dabei solltest du genügend Rollen zur Hand haben, da sich gerade niedrigpreisige Varianten innerhalb kurzer Zeit auflösen und für die weitere Verarbeitung nicht mehr geeignet sind.

Pinsel sind für dieses Antifouling nicht geeignet, da sich beim Anstrich Pinselhaare im Antifouling ansammeln können und so die Antifouling-Schicht durchlässig werden kann.

Verarbeitung

Das VC 17m-Antifouling kommt mit einem Pulver im Deckel, das separat verpackt ist. Wenn das Antifouling aufgetragen werden soll, wird zuerst das Pulver in die Flüssigkeit geschüttet und dann ordentlich verrührt. Danach ist die Mischung fertig für die weitere Verarbeitung.

Während der Verarbeitung sollte man unbedingt eine Schutzmaske und zumindest Handschuhe tragen, denn das Mittel sollte im besten Fall nicht mit Haut in Kontakt kommen.

 

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