Das richtige Segelequipment für den perfekten Törn

Vielleicht ist ja der eine oder andere Segelneuling oder Hobbysegler unter euch, der für den nächsten Urlaub bereits einen der heiß begehrten Plätze auf einem Boot zum Mitsegeln ergattert hat. Vor lauter Vorfreude auf die Reise sollte man allerdings nicht vergessen, sich frühzeitig um die passende Ausrüstung zu kümmern. Denn es ist mehr als nur ärgerlich, wenn man den Großteil der Reise bibbernd vor Kälte verbringt, weil man die richtige Kleidung zu Hause gelassen hat. Deswegen wollen wir an dieser Stelle eine Liste über die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände aufzeigen, die unbedingt mit an Bord sollten.  

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Must-haves:

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Selbst in den Sommermonaten kann es hin und wieder auf hoher See ungemütlich werden. Man sollte also nicht den Fehler machen, das Wetter zu unterschätzen. Continue reading

Wir gehen den Schlauchbooten auf den Grund

Auf den verschiedensten Gewässern sehen wir in den letzten Jahren immer mehr Schlauchboote. Die Einen packen ihr Schlauchboot aus, um die sonnigen Tage abseits vom alltäglichen Stress auf dem nächsten See oder Kanal zu verbringen, tatsächlich wird das Schlauchboot aber am häufigsten als Beiboot, beziehungsweise Tenderboot für kleine bis mittlere Segel- und Motoryachten genutzt. Das Tenderboot ist dabei ein unverzichtbarerer Begleiter, mit dem auch kleine Buchten von der Wasserseite aus erreicht werden können, oder mit dem man von der Boje aus den nächsten sicheren Hafen oder Steg erreicht.

Man findet auf dem Markt leicht ein Schlauchboot, wenn man danach sucht. Vor dem Kauf sollte man sich aber auf jeden Fall Gedanken über die verschiedenen Optionen machen. Dabei steht die Bodenart ganz oben auf der Liste.

Die einfachste Bodenart ist der Lattenboden, der hat den großen Vorteil, dass man das Boot ziemlich schnell und unkompliziert zuwasserlassen kann  und es hat außerdem ein geringes Eigengewicht. Auf der anderen Seite gibt es den Luftboden, dieser benötigt nur wenige Handgriffe mehr beim Aufbauen und das Gewicht des Schlauchbootes erhöht sich nur gering. Diese Bodenart hat einen aufblasbaren Kiel und verleiht dem Boot dadurch eine ausgezeichnete Fahreigenschaft und hohe Stabilität, auch bei nicht so glatten Gewässern. Der Luftboden bietet einen hohen Komfort, damit man darin auch gemütlich sitzen kann. Zusätzlich im Lieferumfang aller Talamex Schlauchboote ist eine verstellbare Sitzbank enthalten, bei den Comfortline Schlauchbooten besteht diese aus hochwertigem Aluminium. Von der Sitzbank aus kann mit den mitgelieferten Paddeln aus Aluminium gerudert werden oder alternativ kann der Außenborder bedient werden. Alle Schlauchboote, sowohl der Aqualine, als auch der Comfortline können mit einem Außenborder ausgestattet werden, wahlweise mit einem Verbrenner- oder Elektromotor. Wenn man das Schlauchboot mit einem Elektromotor nutzt kann man frei von lauten Geräuschen und Geruchsbelästigung durchs Wasser gleiten. Natürlich benötigt man für den Elektroaußenborder dann auch die passende Batterie. Man sollte beim Kauf eines Schlauchbootes auch darauf achten, dass bei den verschiedenen Größen der Boote die maximale Motorisierung anders ausfällt, welche sich zwischen 2,5 PS und 10 PS bewegt. Die Schlauchboote besitzen mindestens drei Luftkammern um eine optimale Sicherheit garantieren zu können, diese können mit der mitgelieferten Doppelhubpumpe aufgeblasen werden. Die Schlauchboote der Talamex Comfortline bieten außerdem ein Überdruckventil, welches dazu dient, dass die Kammern vor Schäden durch Überdruck geschützt sind.
Alle Schlauchboote von Talamex sind aus einem sehr hochwertigen und robusten 1100dtex PVC-Gewebe hergestellt, wodurch auch bei starker Beanspruchung das Boot sehr gut standhält.

Damit Schlauchboote keine Schäden nehmen, wenn man an einem Steg oder einer Kaimauer anlegt, muss besonders darauf geachtet werden, dass diese eine Scheuerleiste haben. Diese bestehen aus extra gehärtetem Kunststoff, wodurch keine Löcher die Luftkammern zerstören können. Die Schlauchboote der Talamex Comfortline besitzen eine Scheuerleiste, die zusätzlich einen Spritzschutz darstellt, womit die Passagiere an Bord des Bootes vor Gischt besser geschützt sind. Außerdem besticht das Boot durch einen achterlichen Spritzschutz.
Auch sollte man die Größe des Bootes und die Anzahl der Personen bedenken, die im Boot sitzen soll, damit das Boot ausreichend dimensioniert ist. Die angebotenen Boote von Talamex haben eine Länge von 2,00 Metern bis 3,00 Metern und können zwischen zwei und sechs Personen transportieren.

Es gibt im Vorhinein viel zu beachten, aber wenn ihr euer Schlauchboot gefunden habt, kann dem perfekten Sommer auf dem Wasser nichts mehr im Wege stehen. Alle Schlauchbootmodelle findet ihr auch hier. Natürlich gibt es auch diverses Zubehör zu eurem Traumschlauchboot.

Segeln um die Philippinen

Augen zu und einatmen. Salzwasser, das seicht gegen den Bug plätschert, während die Sonne sich ihren Namen verdient.
Du bist nicht in einer Simulations-Meditation im Yoga Kurs, bei der dir alles, selbst in der Fantasiewelt viel zu utopisch vorkommt, sondern beim Segeln um die Philippinen. Was dir vorgestern noch zu kitschig für den Badezimmer Kalender erschienen ist, ist hier Wirklichkeit: Das Wasser blendend türkis, der Strand strahlend weiß, überall Inseln, Buchten, Korallenriffe und ein leichter, beständiger Wind… das Paradies ist hier zuhause.

Im März 1521 haben die Philippinen auch Ferdinand Magellan, den Namensgeber unserer Produktserie 12Skipper, auf seiner Weltumsegelung in ihren Bann gezogen. Heute ist der Inselstaat mit über 7000 Inseln, ein regelrechtes Segelmekka geworden. Nicht nur ist Segeln hier sehr sicher, es gibt auch viele abgelegene Ankerplätze, Sandstrände und eine Natur, die es nur zu bestaunen gilt. Taucher können hier noch farbenfrohe, unbelassene, Unterwasserwelten erleben, die der Klimawandel bislang verschont hat. Auch an Land haben die Philippinen einige Qualitätsmerkmale, die sie definitiv als Sehnsuchtsort auszeichnen. Die Filipinas und Filipinos sind freundlich und es gibt sehr fähige und engagierte Bootsbauer, besonders um die Tambobo Bay auf Negros, welche auch einen beliebten und geschützten Hafen beherbergt. Wenn ihr also wisst wie, kann eurem perfekten Segeltörn nichts mehr im Weg stehen.

Nun zu Dingen, die es auf den Philippinen zu beachten gilt: Palawan, die Visayas und Luzon gelten als sichere Segelgebiete. Die südlichen Inseln solltet ihr tendenziell eher meiden, denn dort sind die Piraten nicht so nett, wie Captain Jack Sparrow. Ihr solltet auch bedenken, dass auf den Philippinen generell ein tropisches Klima herrscht, das mit Trocken- und Regenzeiten in unterschiedlichen Teilen des Inselstaates einhergeht. Im Osten kann es mitunter das ganze Jahr lang regnen, am stärksten zwischen November und Januar. Im Westen könnt ihr aber von November bis Mai durchweg Sonne genießen.

Lasst euch aber davon nicht abschrecken! Natürlich muss ein jeder Segler und Urlauber dem vor Ort herrschenden Klima und der fremden Kultur, mit Aufmerksamkeit und Offenheit begegnen. Wer sich aber traut, über seinen Tellerrand hinauszuschauen und die Augen öffnet für neue Abenteuer, kann sich auf eine Reise gefasst machen, die weit weg ist vom stressigen Arbeitsalltag. Worauf wartest du?! Wir von 12 Seemeilen wünschen dir eine gute Reise und statten dich dafür mit Allem aus, was deinen Segeltörn noch braucht.

Mein perfekter Segelhandschuh

Mein perfekter Segelhandschuh 

Auf hoher See kann es immer wieder zu hektischen Situationen kommen, in denen man sich im Eifer des Gefechts schnell einen Finger einklemmt oder sich an einem Seil verletzt. Schutz davor bieten Segelhandschuhe, die eigens für die Anforderungen im Wassersport konzipiert wurden. Dank der speziellen und hochwertigen Verarbeitung sind die Finger und Hände beim Segeln geschützt. Zusätzlich bieten viele Handschuhe einen verbesserten Grip beim Umgang mit Kleinteilen und Leinen. Um das Segeloutfit zu komplettieren und die Arbeiten an Bord zu erleichtern, sind die passenden Handschuhe also ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung.

Welcher Segelhandschuh ist nun für deine Anforderungen passend? Da haben wir eine paar kleine Entscheidungshelfer! 

Material
Segelhandschuhe gibt es in verschiedenen Materialien. Diese sollten in jedem Fall gut verarbeitet werden. Eine hohe Belastung auf den Handschuh ist beim Segeln immer gegeben. Achtet also auf gut verarbeitete robuste Nähte, einen guten Sitz mit gegebenenfalls noch einem extra Klettverschluss. 

Die meisten Segelhandschuhe gibt es im klassischen Leder oder in Neopren. Leder hat einen großen Vorteil: es passt sich der Hand des Trägers an. Durch die Geschmeidigkeit des Materials wirkt es nach ein wenig Tragezeit wie eine zweite Haut. Zudem ist Leder robust und atmungsaktiv. Genau die Eigenschaften, die man sich beim Segeln wünscht. 

Segelhandschuhe aus Neopren haben im Gegenzug den Vorteil, dass sie vor allem wasserabweisend und wärmeisolierend sind. Neopren ist im Wassersport eins der beliebtesten Materialien. Die Hände kühlen nicht aus und bleiben trocken, ein sehr wichtiger Faktor gerade beim Regattasegeln. Neoprenhandschuhe sind in verschiedenen Materialstärken zu finden, je dicker, desto wärmer. 

Als letzte Materialkategorie sind für die sommerlichen Temperaturen leichtere Modelle aus Nylon erhältlich. Diese schützen vor Blasen und kleinen Verletzungen bei der Arbeit mit Seilen und Tauwerk. 

Ausführung 

Halb- oder Vollfingerhandschuhe? Vor dieser Frage steht so mancher Segler. Der Unterschied besteht im Fingergefühl. Wenn beim Segeln viele Aufgaben mit Fingerspitzengefühl gefragt sind, sollte man auf die Halbfingerhandschuhe zurück greifen. Zu beachten ist natürlich, dass der Schutz nun nicht mehr vollends gegeben ist. 

Mehr Grip und mehr Schutz bieten dagegen die Vollfingerhandschuhe. Hier sind auch die Fingerspitzen geschützt. 

Kompromiss gefällig? Es gibt sogenannte Hybrid-Segelhandschuhe. Hier sind lediglich an Daumen und Zeigefinger Aussparungen an den Fingerspitzen. Wärmeisolation und Fingerspitzengefühl zugleich. 

Der (Hand-) Schuh passt!

Der Kauf vom Segelhandschuh ist vergleichbar mit normalen Schuhwerk. Nur wenn er richtig sitzt, kann er auch richtig schützen. Ist der Handschuh zu locker kann er leicht verrutschen oder wird gar zu einer Behinderung. Gerade bei nachgebenden Material also drauf achten, dass der Handschuh eher eine Nummer kleiner benötigt wird. 

Achtet beim Kauf vor allem auf folgende Merkmale: 

  • Gute Verarbeitung des Materials 
  • Verstärkungen für längere Lebensdauer des Materials
  • Spezieller Grip ist ein guter Ad-on 
  • Nun als letzte Frage? Wo geht das Abenteuer hin? 

Rettungswesten – Unterschiede, Sicherheit und Wartung

Wartung von Rettungswesten 

Die Kontrolle der Rettungsweste ist vor jedem Segeltörn ein Muss. Sie sollte auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden, indem die Gurte, Schnürschnallen ,die CO2-Patrone und der Auslösemechanismus kontrolliert werden. 

In der weiteren Wartung unterscheiden sich nun Automatik-Rettungswesten von Feststoffwesten.

Feststoffwesten
Eine Feststoffweste ist eine Rettungsweste, die zumeist aus Polyester mit Polyethylen-Schaum-Füllung besteht. Durch die Füllung erhält eine Feststoffweste ihren Auftrieb und kann damit Leben retten. Zudem bieten die meisten Feststoffrettungswesten einen Ohnmachtsschutz, der wenn der Träger der Feststoffweste im Wasser ohnmächtig werden sollte, das Gesicht nach oben hält und so die lebensnotwendige Luftzufuhr gewährleistet. Häufig hat eine Feststoffweste einen Schrittgurt, um ein Herausrutschen aus der Schwimmweste zu verhindern. Auch Signalpfeifen sind bei vielen Feststoffwesten inbegriffen, die eine schnellere Ortung im Falle eines Abtreibens vom Schiff ermöglichen. Geeignete Feststoffwesten gibt es bereits für Babys und Kleinkinder.

Wartung von Feststoffwesten

Allgemein wird gesagt, dass die Lebensdauer einer Feststoffrettungsweste maximal 10 Jahre beträgt. Dieser Westentyp ist zwar wartungsfrei, sollte jedoch jährlich geprüft werden. Die Sicherheit kann beeinträchtigt werden, wenn die Weste Beschädigungen am Material aufweist.

Automatikwesten
Automatikwesten sind Rettungswesten, die sehr komfortabel sind, da die Auftriebskörper bis zur Auslösung komplett leer sind und so die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Das erhöht den Tragekomfort auf dem Boot erheblich. Erst durch Wasserkontakt oder manuelles Wirken füllt sich der Schwimmkörper dieser Rettungsweste, dabei wird die Gasdruckpatrone im Inneren durch den Zug an der Reißleine oder durch eine Schmelztablette ausgelöst. Die Patrone der Automatikweste lässt dann das Gas in den Auftriebskörper ausströmen, was zu einem sehr starken Auftrieb von bis zu 300N führt.
Wenn man eine Automatik-Rettungsweste an Bord hat, dann sollte zusätzlich auch das passende Wartungskit dabei sein. Falls die Rettungsweste einmal ausgelöst wurde, muss die Patrone und der Auslöseautomat ausgetauscht werden, damit diese wieder einsatzbereit ist. Aber Achtung, bei der Wahl des Wartungskits muss darauf geachtet werden, dass die richtige Patronengröße und die passende Auslösevorrichtung gewählt wird. 

Wartung der Automatikweste:
Um eine Automatik-Rettungsweste langlebig zu erhalten, sollte sie gepflegt werden, dann kann die Automatikweste bis zu 14 Jahre eingesetzt werden, ohne Lücken in der Sicherheit aufzuweisen. Für die Instandhaltung muss die Automatikweste alle zwei Jahre gewartet werden. Eine solche Wartung kann durch den Hersteller oder durch eine akkreditierte Wartungsstelle durchgeführt werden. 

Noch mehr für deine Rettungsweste?
Lifelines sind ein sehr gutes Zubehör, falls es an Bord mal etwas wackeliger und stürmischer werden sollte, da dadurch immer eine Verbindung zwischen Rettungsweste und Boot besteht.
Außerdem kann man die Weste mit passender Seenotleuchte und einem Sprayhood austatten.

Grünes Segeln – Alles für die Umwelt

Wie kann umweltfreundlicher gesegelt werden?

Gewissenhaft mit der Umwelt umgehen, die Tier- und Pflanzenwelt nicht unnötig stören und das Ökosystem versuchen aufrecht zu erhalten. All das sollte ein Jeder von uns berücksichtigen. Auch beim Segeln sollte der Schutz der Umwelt ein wichtiges Thema sein. Es wird nicht umsonst auf zahlreichen Segelinformationsseiten behandelt.
Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten “grüner” zu segeln und mehr Acht auf seine Umgebung zu geben.

Tierreich und Vegetation

Um die Tier- und Pflanzenwelt nicht unnötig zu stören, gibt es ein paar Richtlinien, welche man beim nächsten Segelausflug versuchen sollte zu beachten.
Es ist immer eine große Versuchung, wenn Wale, Delfine oder andere seltene Meereslebewesen auf See gesichtet werden, so nah wie möglich an sie heran zu fahren um ein gutes Bild von ihnen zu erhaschen, um der Tiere willen sollte das jedoch unterlassen werden. Ein Foto zu schießen, klappt auch aus einiger Entfernung.

Wenn Vogelschwärme auf dem Wasser oder Seehundgruppen an Uferbänken erblickt werden, einfach die Geschwindigkeit drosseln und einen großen Bogen fahren, somit werden die Tiere nicht gestört und das Segeln kann weiter gehen. Es empfiehlt sich ein Mindestabstand von 300 bis 500 Metern zu den einzelnen Tiergruppen.

Sand- und Schlammbänke sowie Uferhölzer sind beliebte Aufenthaltsorte für viele Vögel. Damit das Federvieh seine Pause ungestört verbringen kann, einfach auch hier auf den Abstand achten.
Schilfgürtel, Röhrichtbestände und andere dicht bewachsene Uferpartien sollten so gut es geht vermieden werden, um Fische, Kleintiere, Vögel und Pflanzen nicht zu gefährden.
Zusätzlich gilt auch bei seichtem Wasser Vorsicht, da dies ein beliebter Ort für Fische ist, um zu laichen.
Besonders beim Lichten des Ankers, sollte darauf geachtet werden, dass keine Riffe oder sonstige Vegetation zerstört wird.
Darüber hinaus ist es ratsam sich vor einem Segeltörn gut über die geplante Route zu informieren. Falls diese Naturschutzgebiete beinhalten sollte, einfach den Kurs für dieses Gebiet ändern.

Die Entsorgung

Das Meer ist keine Mülltonne!
Natürlich ist überwiegend den Seglern dieses bewusst, dennoch schadet es nicht, sich explizit mit dem Thema Entsorgung näher auseinander zu setzen.

Abfälle, die sich über die Zeit an Bord anhäufen, sollten gesammelt, getrennt und in dafür vorgesehen Entsorgungscontainer, welche sich in den meisten größeren Häfen befinden, entsorgt werden. Gleiches gilt auch für die Bordtoilette, denn i. d. R. gibt es hierfür Abwasserpumpstationen, an denen das Schmutzwasser beseitigt werden kann.
Sehr vorsichtig sollte mit der Entsorgung von Altöl umgegangen werde, denn bereits durch einen kleinen Tropfen Öl kann großer Schaden entstehen.

Strom & Motor

Segeln ist von Haus aus die umweltschonendste Variante der Fortbewegung auf dem Wasser. Doch auch hier geht es oft noch grüner:
Anstelle eines Benzin- oder Dieselmotor auf einen Elektromotor umsteigen und wenn diese nicht im Einsatz sind, sollten sie ausgeschalten werden, um unseren Lebensraum nicht unnötig durch Abgase und Lärm zu belasten.
Den sonstigen Stromhaushalt am besten mit Photovoltaikanlagen oder Windgeneratoren kontrollieren.
Denn was gibt es auf See meist zu genüge und scheint endlos zur Verfügung zu stehen? Genau, Wind und Sonne.

Öl & Treibstoffe

Der Bootseigner muss unbedingt darauf achten, dass keinerlei Öl oder Treibstoff ausläuft! Sollte dies der Fall sein, muss der Schaden sofort behoben werden.
Es besteht die Möglichkeit ölabsorbierende Kissen zu verwenden, diese werden einfach unter den Motor im Kielraum angebracht, bitte von Zeit zu Zeit kontrollieren.
Wenn der nächste Ölwechsel ansteht, sollte an eine Ölwechselpumpe gedacht werden, welche das Öl in einen auslaufsicheren Behälter füllt. Auch der Ölfilter sollte am besten mit einem absorbierenden Kissen umwickelt werden.
Wie schon erwähnt, ist bei der Entsorgung von Altöl allergrößte Vorsicht geboten. Die Entsorgung darf nur in dafür vorgesehene Container erfolgen.
Auch beim Befüllen eines Benzin- oder Dieselmotors muss unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Treibstoff ins Wasser tropft.

 

Reinigungsmittel

Es kann noch mehr für unser sensibles Ökosystem getan werden, z.B. bei der Reinigung des Bootes. Es empfiehlt sich umweltfreundliche Reinigungs und Erhaltungsmittel zu verwenden, da diese die Flora und Fauna nicht beeinträchtigen. Es sollte sich gut überlegt werden, ob der Gebrauch von Biozidhaltigen Antifoulingen Produkten wirklich notwendig ist, es verhindert zwar den Bewuchs eines Segelbootes, somit aber auch schädigend auf andere Organismen wirkt. Es sollte also eine naturverträglichere Alternative genutzt werden.

Auch der Deutsche Seglerverband weist in seinem Blog über Antifouling darauf hin und bietet sogar verschiedene Möglichkeiten: “Silikon- und Teflonbeschichtungen, biozidfreie erodierende/selbstpolierende Systeme oder spezielle mechanische Reinigungsverfahren werden bereits auf dem Markt angeboten. Auch anorganische Zinkverbindungen stellen sinnvolle Alternativen dar.”

Aber nicht nur unser Boot kann auf umweltfreundliche Pflegeprodukte umsteigen, auch der Segler selbst, sollten sich Gedanken über seine eigenen Pflegeprodukte machen, wie Duschgel, Shampoo oder Sonnencreme, denn diese enthalten oftmals Chemikalien die der Natur genauso schaden können.

Bei dem nächsten Kauf einfach mal darauf achten und eventuell auf eine ökologische Alternative zurückgreifen.

Das Segeln an sich ist schon ein relativ umweltfreundlicher Sport, aber es gibt gewisse Bereiche, die noch verbesserbar sind und die das Tierreich und unsere Vegetation noch mehr schützen können.
Wir alle können immer noch mehr dafür tun, um die vergangenen Fehler wieder gut zu machen und es primär in der Zukunft anders zu gestalten.
Vor allem die Befreiung der Ozeane von Müll ist ein Punkt der in Angriff genommen werden sollte. Jedes Jahr sterben mehr als 1000 Seevögel, Schildkröten und andere Meeressäugetiere an den Folgen von Plastikmüll.
Nie schaden wird es, selbst mit anzupacken und den Müll, der am Strand oder im Meer entdeckt wird, mitzunehmen und standardgemäß zu entsorgen.

Wir werden nie genug für unseren Lebensraum tun können.

Wir sagen Grünes Segeln: JA!!!

 

Bordelektronik – Wie viel muss wirklich sein?

Heutzutage kann jegliche Elektronik für ein Segelboot gekauft werden, was komfortabel ist und das Segeln erheblich erleichtern kann, aber ist es wirklich nötig oder reicht oftmals schon eine kleine Auswahl an elektronischer Ausrüstung?

Was braucht ein Segler auf See tatsächlich? Und gibt es auch Alternativen die kein Strom benötigen?

Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite ist man der Ansicht, ein Kompass, ein GPS-Gerät und Wind reichen völlig aus um die Segel zu setzen. Die andere Front ist der Meinung ohne UKW-Seefunkgerät, Autopilot, Seekartenplotter, Radar, Echolot, Satellitentelefon und und und..  geht gar nichts mehr.

Was jedoch ein Jeder bedenken sollte, sobald die Elektronik ausfällt, bist du auf dich und dein Wissen angewiesen.  Was bringt es, wenn man den allerneuesten Kartenplotter mit vielen Features hat, aber nicht einmal eine normale Seekarte lesen kann? Am besten sollte es möglich sein die grundlegende Ausrüstung auch ohne Strom an Bord betreiben zu können.

Die vier wichtigsten Bereiche der Bordelektronik, welche ein Bootseigner abgedeckt haben sollte sind: Stromversorgung, Navigation, Antrieb und Notfallausrüstung.

Stromversorgung

Batterien werden an Bord en masse benötigt, schon alleine für die Beleuchtung. Sie sollten daher am besten aufladbar sein, wenn für längere Zeit kein Land in Sicht ist.

Der ein oder andere setzt hierbei auf den Diesel- oder Benzinmotor, welcher auch zuverlässig funktionieren kann, aber was passiert, wenn der Diesel oder das Benzin ausgeht? Für das Boot selbst stellt es kein Problem dar, wenn kein Wind geht, dümpelt man eben durch die Flaute, jedoch für den Rest der Bordelektronik kann es durchaus problematisch werden. Und gerade heute in Zeiten von hohen Schadstoffbelastungen sollte auch die Umweltverträglichkeit ins Auge gefasst werden.

Auch ein Gas Generator kann zwar gute Leistungen bringen, birgt allerdings ebenso ein Treibstoffproblem mit sich.

Deshalb sind der Windgenerator und die Solaranlage echte Alternativen, auch wenn ein Windgenerator ziemlichen Lärm verursachen kann, doch ist es eine sehr umweltfreundliche und vor allem ökologische Alternative. Aber was funktioniert am besten?

Die Mischung macht’s, ein gut funktionierender Wind- und Solargenerator und ein anderen zusätzlichen Stromerzeuger (Gas, Benzin oder Diesel), welcher als Backup-Stromversorgung fungiert, stellen die perfekte Ausrüstung dar.

Navigation

Was eine gute Navigationstechnik ist, ist Ansichtssache. Ein Mancher kann nur mit Echolot, UKW-Seefunkgerät, Seekartenplotter,  Radar, Autopilot und Satellitentelefon ins Meer stechen.

Doch in den meisten Fällen kann ein Segler auch mit weniger auskommen.

Ohne die Navigationsleuchten und Positionslichter geht heute nichts mehr, vor allem wenn durch die Nacht gesegelt wird.  Aber auch bei schlechten Wetterbedingungen verlangt es nach den Leuchten. Diese sind notwendig, damit der Bootseigner selbst etwas sehen kann und auch andere Segler in Entfernung über die Situation des Bootes Bescheid wissen. Zumindest die Standardbeleuchtung sollte vorhanden sein, Backbordseite rotes Licht, Steuerbordseite grünes Licht und für das Hecklicht eine weiße Leuchte, je nach Größe des Bootes, können die Anforderung dennoch variieren.

Von Vorteil wären zusätzliche Sonderlicher, welche genauere Auskunft über die Situationen des Bootes geben, wie z.B. rot, weiß, rot manövrierbehindert oder rot , rot manövrierunfähiges Boot.

Die wichtigste Funktion der Lichter ist die Kollision zweier Boote zu verhindern.

Ein Echolot, ist eine bequeme Variante um die Wassertiefe messen zu können, wohingegen das Handlot zwar eine veraltete, aber dennoch effektive und stromfreie Option darstellt.

Mit einem Funkgerät wird nichts falsch gemacht, zumal es in Notsituation mehr als hilfreich seien wird. Ob es unbedingt ein UKW-Seefunkgerät notwendig ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Ein Funkgeräte erweist sich durchaus als sinnvoll, da es vor allem in Notsituation sehr hilfreich sein kann.

Ein Schiffsnavigationsgerät, welches eine elektronische Seekarte anzeigt und einem immer die aktuellsten Informationen übermitteln kann, kann ein hervorragender Luxus sein. Ein Seekartenplotter kann äußerst hilfreich und eine große Erleichterung sein, aber niemand wird einen Segler davon abhalten, auf die Elektronik zu verzichten und nur eine Seekarte mitzunehmen. Wer im Kartenlesen geübt ist und nicht unbedingt eine Weltreise plant, für den reicht sie aus. Jedoch sollte heute grundsätzlich ein GPS Gerät Griffbereit sein.

Hier empfiehlt sich gegebenenfalls ein fest installiertes und ein Hand GPS um auf Nummer sicher zu gehen. Mit zusätzlich einem Sextanten an Bord, hat der Bootsführer die Möglichkeit auf Elektronik zu verzichten und es ist zugleich noch ein Backup, falls die GPS-Geräte ausfallen sollten. Allerdings sollten vorher ein grobes Wissen der Astronavigation angeeignet werden, um ein Sextant überhaupt nutzen zBild 25.03.19 um 13.15u können.

Ein weiterer Punkt der elektronischen Navigationsausrüstung ist der Autopilot. Das Boot wird sozusagen von selbst gesteuert, der Bootseigner kann sich bei leichten Seegang entspannt zurück lehnen, einen Kaffee trinken, die Aussicht genießen oder sein Logbuch pflegen.

Die stromfreie Variante, die Windfahnensteuerung, die kurz gesagt, ein mechanisch betriebener Autopilot ist, welcher wie erwähnt keinen Strom benötigt. Also eine gute Lösung für diejenigen unter euch darstellt, die wirklich versuchen nur das nötigste an Elektronik an Bord zu haben.

Die gänzlich unerschrockenen verlassen sich auf die gute alte Windfahne. Die bei aufmerksamer Seefahrt ihren Zweck durchaus erfüllt und der Segler hält stets das Ruder in der Hand.

Zusammengefasst ist folgendes an Navigationselektronik zu empfehlen, Positionslichter und Navigationsleuchten, GPS-Gerät, Autopilot/Windfahnensteuerung und wenn es eine größere Reise sein soll, erweist sich der Seekartenplotter sicherlich als sinnvoll.

Antrieb

Dass das Segelboot hauptsächlich durch Wind und Segel an Geschwindigkeit gewinnt ist selbstredend, doch so manch einer versetzt seinem Boot ein wenig extra Antrieb, sei es ein Einbau-oder Außenbordmotor. Bootsmotoren können das Segler Dasein um einiges komfortabler gestalten. Zum einen kann bei Flaute die Fahrt fortgesetzt werden, zum anderen ist das manövrieren, vor allem im Hafen einfacher. Als Bootsmotoren kommen Diesel, Benzin, Gas, Elektro oder sogar Solarmotor zum Einsatz.

Niemals vergessen werden sollte die Notfallhilfe.

Hierfür kommen ein Funkgerät bzw. ein Satellitentelefon oder ein Epirb Notfall Gerät in Frage. Eine Seenotboje ist eine gute Lösung, sollte aber am besten ebenfalls mit einem GPS-Gerät ausgestattet sein.

 

Fit für die neue Saison – Tipps und Tricks für Bootseigner

Teil 1: Pflege des Unterschiffs

Der Winter weicht dem Frühling. Für Bootseigner bedeutet das, dass es nun wieder in die Saisonvorbereitung geht. Bevor gesegelt werden kann, sollte man daher nochmal Hand ans Boot legen.
Dieser erste Teil befasst sich nun vor allem mit dem Unterwasserschiff. Solange das Boot noch nicht zu Wasser gelassen wurde, sollte dieses genau inspiziert werden.
Während viele Eigner im Herbst zum Hochdruckreiniger greifen um den Rumpf des Bootes zu säubern, sollte nun im Frühjahr alle paar Jahre eine neue Schicht Unterwasserfarbe aufgetragen werden. Wie das geht kommt jetzt!

Bevor man Farbe auftragen kann, müssen die alten Schichten runter. Ein kompletter Abschliff des Bootes ist zwar mühsam, aber notwendig für einen funktionstüchtigen neuen Schutz. Beim Schleifen des Schiffes sollte unbedingt auf eigene Sicherheit geachtet werden! Schutzkleidung, vor allem für Atemwege und Augen sind ein Muss. Achten Sie auch darauf einen Absauger oder Beutel dabei zu haben, damit die Abfallprodukte vom Schleifen nicht der Umwelt schaden.

Ist das Boot einmal abgeschliffen kann es inspiziert werden. Achten sie auf Anzeichen von der befürchteten Osmosekrankheit, welche sich durch Bläschenbildung äußert. Die ersten Anzeichen können oftmals schon behoben werden, ohne dass das ganze Schiff befallen ist.

Als nächstes inspizieren Sie doch direkt auch Kiel, Ruder und Propeller. Hier sollte auf Rostnasen geachtet werden, die sich bei Verwendungsbereichen bilden können. Wenn der Propeller von Bewuchs und Pocken befreit ist, kann dieser mit einer bestimmten Propellerfarbe geschützt werden. Wie sehen die Opferanoden aus? Diese sollten bereits ausgetauscht werden, wenn sie nur noch zur Hälfte vorhanden sind. Die passenden Opferanoden für Euer Boot findet Ihr hier.

Damit ist der Gesundheitscheck des Unterwasserschiffes beendet. Nun kann es weiter gehen mit dem Anstrich. Dafür braucht man das korrekte Antifouling! Was genau ist nun Antifouling?

Antifouling verhindert das Anwachsen von Wasserorganismen wie Algen und Muscheln am Schiffsrumpf. Dies ist notwendig, da der Bewuchs zu Schäden am Rumpf führt. Zudem erhöht sich durch Anwuchs das Gewicht des Schiffes und verstärkt die Reibung. Das verringert die Geschwindigkeit und die Manövrierfähigkeit des Bootes. Die meisten Antifoulings erfordern eine Grundierung und werden in mehreren Schichten aufgetragen. Während sich einige Produkte durch einen besonders dünnschichtigen Auftrag und eine schnelle Trocknung auszeichnen, glänzen andere Antifoulings durch besondere Beständigkeit, selbst bei hohen Bewuchsverhältnissen.

Der Rumpf ist abgeschliffen. Dazu kommt für optimale Voraussetzungen eine Reinigung des Rumpfes mit einem dafür vorgesehenen Reinigungsmittel. Danach sollte das Boot trocknen. Je nach Antifouling ist dieses auf unterschiedlichen Materialien haltbar. In den Herstellerangaben der meisten Antifoulingfarben wird für fast alle Oberflächen empfohlen, diese vorher zu grundieren. Ist die Grundierung getrocknet, kann der Anstrich mit Antifouling geschehen. Das Streichen sollte einige Male wiederholt werden. Dies verbessert die Wirkung des Antifoulings. Ob ein Schleifen noch nötig ist, ist je nach Produkt unterschiedlich. Wann das Boot wieder zu Wasser gelassen werden darf, hängt ebenfalls von den Produkten ab. Schnelltrocknende Antifoulingfarben können bereits nach zwanzig Minuten geslippt werden. Die angebotenen Antifoulingprodukte können in zwei Varianten unterteilt werden. Da ist zum einen der harte Antifoulinglack. Zum anderen gibt es das selbstpolierende Antifouling auf Biozidbasis. Ein selbstpolierendes Antifouling enthält Biozid. Dieses wird allmählich an das Wasser abgegeben und erzeugt so einen Film um den Rumpf, der den Bewuchs verhindert. Damit dieser Effekt erhalten bleibt, sind die meisten Produkte jährlich zu erneuern. Hier findet Ihr eine große Auswahl an Antifouling in unserem Online-Shop.

Mehr zum Thema Antifouling? Dann geht es hier zu einem separaten Blogbeitrag: Antifouling – Tipps zur Auswahl 

Teil 2: Glänzender Rumpf und geöltes Deck

Fast wie neu! So sollte das Ergebnis sein, wenn dieser Teil der Saisonvorbereitung abgeschlossen ist. Damit der Lack und das Holz des Bootes/Yacht die Saison über vor Verwitterungen geschützt ist kann mit speziellen Pflegeprodukten gearbeitet werden. Kleinere Risse können aufgearbeitet werden und das Boot wieder mit Politur zum glänzen gebracht werden. Inspirationen für die Schönheitspflege findet ihr nun hier.

Starten wir mit dem Rumpf. Dieser sollte regelmäßig poliert werden, die Anschaffung einer Poliermaschine ist daher ratsam. Kleinere Boote können zwar auch von Hand poliert werden, die Maschine erspart hier aber eine menge Zeit. Eine gute Politur oder ein guter Wachs bildet eine weitere Schutzschicht für das Boot. Sind die Oberflächen des Bootes stumpf und porös? Dann sollte hier aufpoliert werden! Das Ergebnis ist wieder eine strahlende und glatte Oberfläche mit einem tollen Nebeneffekt: Schmutz haftet auf glatten Oberflächen nicht so gut, daher ist das Boot schneller und leichter zu reinigen!

Der Wasserpass braucht eine besondere Behandlung: Da dieser sowohl mit Wasser als auch mit Luft in Berührung kommt und dazu noch treibenden Schmutz abfängt, sollte er mit einer speziellen Wasserpassfarbe gestrichen werden.

Ist die Arbeit am Rumpf getan, kann weiter an Deck gearbeitet werden. Scheuen Sie sich nicht vor der etwas mühseligeren Arbeit… Sie wird sich lohnen!

Inspizieren Sie das Deck und achten vor allem auf Haarrisse. Diese sind kleine Risse, welche von einem einzigen Punkt mit hoher Belastung weggehen. Diese Stellen wurden eventuell punktuell durch hohen Druck oder einem Stoß beschädigt und sollten auf keinen Fall nur in die Kategorie Schönheitsmarkel eingestuft werden. Wenn diese Risse stärker werden kann Flüssigkeit ins Bootinnere gelangen und zu größerem Schaden führen. Behandeln Sie daher kleine Haarrisse direkt! Weiten Sie die Risse mit einem scharfen Stecheisen und füllen Sie die Stellen mit frischem Gelcoat wieder auf. Sollte die Gesamtästhetik darunter leiden kann man mit neuen Relingstützen stellenweise kaschieren… oder einfach das gesamte Deck neu lackieren.

Schon gewusst? Holz ist heutzutage das noch einzige natürlich verwendete Bootsbaumaterial. Zwar sind schön glänzende Holzboote ein besonderer Blickfang, sie brauchen aber auch im Vergleich zu GFK-Booten mehr Aufmerksamkeit bei der Pflege. Denn durch die natürliche Faserstruktur des Holzes ist dieses besonders anfällig für Feuchtigkeitsaufnahme, wodurch Verrottung und Fäulnis entstehen können. Daher sollte Holz mit Anstrichen und Holzpflegemitteln besonders vor Umwelteinflüssen geschützt werden.

Wer auf den Neuzustand des Bootes hinarbeitet kann natürlich noch Hand an Kratzer auf Lucken und Fenstern legen. Hier gibt es spezielle Reinigungsmittel mit denen diese zu entfernen sind. Aufjedenfall sollten diese Mittel jedoch ausschließlich für Fenster und Lucken genutzt werden, eine Anwendungen auf begehbaren Bereichen führt zur Ausrutschgefahr!

 

Teil 3: Starker Mast bei starkem Wind!

Möchte man auch in der nächsten Saison das Schiff weiter fortbewegen sollte der Hauptantrieb noch gut in Schuss sein. Oftmals passiert die erste Wartung der Segel und Masten bereits beim Einwintern, trotzdem ist ein weiterer Kontrollgang vor dem Segelstart ratsam.

Es sollten der Mast, das Segeltuch, Wanten, Stagen und Beschläge auf die ersten Alterungsprozesse und Abnutzungen kontrolliert werden. Ein kompletter Austausch der einzelnen Teilen wird nach ungefähr 15 Jahren empfohlen.

Ein Mastbruch ist nun wirklich ein worst-case Szenario. Hier kommt aber die Tücke. Die meisten Segelboote haben Alumasten und die Vorrichtung des stehenden Gutes ist aus Nirodraht. Dieser Draht zeigt nicht offensichtlich seinen Alterungsprozess. Was von außen noch in Takt scheint, kann von innen bereits deutlich marode sein und beim nächsten Windstoß reißen. Wie erkennt man also solche Alterungsprozesse? Haben die Drähte einen Knick oder Rostnasen, Korrosionen in den Bereichen der Terminals, sollten sie aufjedenfall ausgetauscht werden!

Auch das laufende Gut braucht eine Wartung. Ungewollte Scheuerstellen, vor allem an Umlenkrollen dienen nicht zur Erhaltung des Tauwerks. Die Lebzeit lässt sich durch ein einfaches „umdrehen“ des Gutes verlängern. Jedoch kann auch direkt an den Rollanlagen das Problem behoben werden.
Die Rollreffanlagen brauchen jährlich eine Reinigung und eine neue Ölung. Beachtet dabei aber vor allem die Pflegehinweise des Herstellers, das falsche Öl kann die Funktionsweise leider beeinträchtigen anstatt verbessern.

Der Mast selber ist pflegeleichter. Klar muss bei Holz genau wie beim Deck auch hier eine entsprechende Holzpflege passieren, aber Alumasten sind dagegen sehr widerstandsfähig. Generell sollten wie immer Befestigungspunkte und Beschläge nach Alterungsprozessen kontrolliert werden.

Zuletzt nun zum Segel. Dieses braucht die richtige Handhabung und Pflege.
Im Herbst oder Winter sollte es abgeschlagen werden und zum Segelmacher für Inspektion und Reparatur gebracht werden.
Unser Tipp für die Vorbereitung auf die kommende Saison: Informiert euch nochmal über die richtige Handhabung und Beschaffenheit von Segeln! Nächste Woche kommt dazu dann der Blogbeitrag.

Teil 4: Segel setzen! Aber richtig.

Schon wieder so hohe Kosten beim Segelmacher? Erneute Reparaturen oder gar Neuanschaffung? In diesem Blogbeitrag geht es um essentielle Tipps und Tricks die Lebensdauer eines Segels zu verlängern. Es geht um die richtige Handhabung, Pflege und Lagerung von Segeln.

Handhabung:
Killen beim Segeln bezeichnet das Flattern des Segels oder Segelteils im Wind. Grund dafür kann eine falsche Ausspannung des Segels, falsche Einstellung des Segelprofils oder die Stellung des Schiffs ungünstig im Wind, sein. Dies ist ungünstig, da bei dauerhaften Killen das Segel stark beansprucht wird und das Material nach gewisser Zeit ermüdet. Eine Korrektur der Liekleinen-Spannung kann hier Abhilfe schaffen. 

Scheuerstellen sind das nächste. Potentielle Stellen zum Scheuern gibt es genug. Aufgabe des Seglers ist nun eine ständige Kontrolle. Werden Scheuerstellen entdeckt sollten diese entweder behoben werden oder mit gewissen Saling-Patches kann die Stelle verstärkt werden. Letzteres kann unkompliziert nach verschleiß ausgetauscht werden, während das Segeltuch in gutem Zustand erhalten bleibt. 

Segel müssen richtig eingerollt werden. Das bedeutet das Segeltuch sollte möglichst glatt und leicht eingerollt werden. Wenn Falten auf Druck eingerollt werden verbleiben diese oft dauerhaft im Tuch. Folge davon? Die Fasern sind geschwächt und die Lebensdauer verringert sich. 

Segel schützen:

Umwelteinflüsse scheinen einen natürlichen Abnutzungsprozess bei Segeln hervorzurufen, jedoch kann man diesen auch vermindern. Nach jedem Törn sollten Segel vor Schmutz aus Luft, Feuchtigkeit oder der Sonne geschützt werden. 

Letzterem kann mit einem speziellen UV-Schutz für Segel vorgebeugt werden. Ebenfalls ist der Gebrauch einer Persenning auf lange Sicht sinnvoll. Diese schützt das Segel dann auch vor Feuchtigkeit, vor allem von Regen.

Bei längerem Stand des Schiffes sollten die Segel letztlich doch komplett abgeschlagen werden. Geschützt unter Deck oder in einem entsprechenden Lager verstaut sind sie am besten geschützt.  

Jedes Segel im Hochseebereich bekommt mal eine Dosis Salzwasser ab. Nach dem Törn sollte das Segel deshalb einmal mit Frischwasser abgespült werden. Zusätzlich kann mit einer milden Seifenlösung ergänzt werden. Salzkristalle aus dem Meerwasser ziehen ständig Feuchtigkeit an und bei einer Einlagerung ohne Reinigung würde die durch das Salz entstandene Feuchtigkeit größeren Schaden wie Schimmelpilze resultieren. 

Unglücklicher Fall einer tatsächlichen Schimmelbildung? Dann kann man versuchen das Segel mit  besagter milder Seifenlösung zu reinigen und es dann mit hochprozentigem, reinem Alkohol zu desinfizieren. Wichtig nun: Durch und durch trocknen lassen!

Teil 4: Segel setzen! Aber richtig.

Schon wieder so hohe Kosten beim Segelmacher? Erneute Reparaturen oder gar Neuanschaffung? In diesem Blogbeitrag geht es um essentielle Tipps und Tricks die Lebensdauer eines Segels zu verlängern. Es geht um die richtige Handhabung, Pflege und Lagerung von Segeln.

Handhabung:
Killen beim Segeln bezeichnet das Flattern des Segels oder Segelteils im Wind. Grund dafür kann eine falsche Ausspannung des Segels, falsche Einstellung des Segelprofils oder die Stellung des Schiffs ungünstig im Wind, sein. Dies ist ungünstig, da bei dauerhaften Killen das Segel stark beansprucht wird und das Material nach gewisser Zeit ermüdet. Eine Korrektur der Liekleinen-Spannung kann hier Abhilfe schaffen. 

Scheuerstellen sind das nächste. Potentielle Stellen zum Scheuern gibt es genug. Aufgabe des Seglers ist nun eine ständige Kontrolle. Werden Scheuerstellen entdeckt sollten diese entweder behoben werden oder mit gewissen Saling-Patches kann die Stelle verstärkt werden. Letzteres kann unkompliziert nach verschleiß ausgetauscht werden, während das Segeltuch in gutem Zustand erhalten bleibt. 

Segel müssen richtig eingerollt werden. Das bedeutet das Segeltuch sollte möglichst glatt und leicht eingerollt werden. Wenn Falten auf Druck eingerollt werden verbleiben diese oft dauerhaft im Tuch. Folge davon? Die Fasern sind geschwächt und die Lebensdauer verringert sich. 

Segel schützen:

Umwelteinflüsse scheinen einen natürlichen Abnutzungsprozess bei Segeln hervorzurufen, jedoch kann man diesen auch vermindern. Nach jedem Törn sollten Segel vor Schmutz aus Luft, Feuchtigkeit oder der Sonne geschützt werden. 

Letzterem kann mit einem speziellen UV-Schutz für Segel vorgebeugt werden. Ebenfalls ist der Gebrauch einer Persenning auf lange Sicht sinnvoll. Diese schützt das Segel dann auch vor Feuchtigkeit, vor allem von Regen.

Bei längerem Stand des Schiffes sollten die Segel letztlich doch komplett abgeschlagen werden. Geschützt unter Deck oder in einem entsprechenden Lager verstaut sind sie am besten geschützt.  

Jedes Segel im Hochseebereich bekommt mal eine Dosis Salzwasser ab. Nach dem Törn sollte das Segel deshalb einmal mit Frischwasser abgespült werden. Zusätzlich kann mit einer milden Seifenlösung ergänzt werden. Salzkristalle aus dem Meerwasser ziehen ständig Feuchtigkeit an und bei einer Einlagerung ohne Reinigung würde die durch das Salz entstandene Feuchtigkeit größeren Schaden wie Schimmelpilze resultieren. 

Unglücklicher Fall einer tatsächlichen Schimmelbildung? Dann kann man versuchen das Segel mit  besagter milder Seifenlösung zu reinigen und es dann mit hochprozentigem, reinem Alkohol zu desinfizieren. Wichtig nun: Durch und durch trocknen lassen!

Teil 5: Vom Beschlag bis zur Winsch

Ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung an Deck sind die Beschläge und Winschen.

Diese sollten, damit alle Abläufe beim Segeln ordentlich funktionieren, ebenfalls gewartet oder erneuert werden. Auch wenn die meisten Bootsbeschläge heute bereits wartungsfrei hergestellt sind, kann ein Auge auf Abnutzung und Verschleiß gelegt werden. 

Anders als bei den Beschlägen, ist es bei den Winschen. Das Wort Winsch kommt aus dem englischen und bedeutet Winde. Sie ist in der Schiffsfahrt oder beim Segeln eine gebräuchliche Seilwinde zur Übertragung größerer Zugkräfte. Gerade beim Segeln dienen Winschen der Bedienung von Schoten, Fallen und anderen Tauwerksleinen.

Die Konstruktion ist relativ komplex und besteht oft aus vielen kleinen beweglichen Teilen, welche gewartet werden sollten. Es wird geraten die Winschen einmal im Jahr auseinander zu bauen und zu reinigen, danach sollten sie neu gefettet und geölt werden. 

Wie werden Winschen korrekt geschmiert und geölt? 

Bei dem Auseinanderbauen derhttps://app.mailjet.com/accounthttps://app.mailjet.com/accounthttps://app.mailjet.com/account Winschen ist Vorsicht geboten! Die Innenteile bestehen teilweise aus Klemmen und Federn. Diese springen leicht mal von Bord und das ist dann ärgerlich. Lieber also das Teil an einem sicheren Ort auseinander nehmen. 

Reinigt die Teile mit einem weichen Tuch und etwas Waschbenzin. Für das Fetten gibt es spezielles Winschfett. Dieses spezielle Fett unterscheidet sich vor allem darin, dass es beständiger gegen Salz- und Süßwasser ist, es bei allen Temperaturen wirkt und vor Korrosion schützt. Es sollten die Lager und Zahnräder geschmiert werden, jedoch nicht die kleinen Sperrklinken und Federn. Diese sind dann nicht mehr frei beweglich, sondern kleben fest. Es wird daher ein Öl verwendet, um die Beweglichkeit zu bewahren. 

Nach diesem Schritt alles wie vorher zusammenbauen und zuletzt die Trommel aufsetzen. Die Winsche sollte nun wieder einwandfrei laufen. 

Nicht vergessen ebenfalls die Ankerwinde zu überprüfen und den Ankerkasten zu kontrollieren.
Zu letzt nochmal ein Rundgang übers Boot und Reling, Decksbeschläge und Blöcke Rollen und Klemmen prüfen. Ist alles in Ordnung kann losgesegelt werden, ansonsten direkt bestellen und ersetzen!

 

Teil 6: Wartung der Elektronik 

Boote und Yachten werden immer elektronischer. Die Ausstattung durch elektrische Technik sichert natürlich auch eine Menge comfort. Jedoch ist der Umgang und vor allem die Wartung wichtig, aber mit ein wenig Expertise verbunden. Nicht jeder Eigner ist ein Elektriker. Sich über den richtigen Umgang zu informieren ist daher essentiell. Dennoch überfordert? Dann lieber Finger weg und einen Spezialisten befragen.

Batterien an Bord sind fast überall zu finden. Wie sieht deren Wartung nun aus?
Wenn man schon bei der Einwinterung des Bootes auf eine richtige Lagerung der Batterien geachtet hat, dann sollten sie noch in Schuss sein. Manchmal passiert es, dass sie zu tief entladen wurden. Eine zum tiefe Entladung zieht dann Schäden mit sich.
Schäden kann man erkennen an einer Spannung weniger als 12 V oder durch die Ablagerung von weißlich-grünem Pulver. Bei diesem bekannten Auslaufen von Batterien handelt es sich um ein Elektrolyt, welches sich durch chemische Reaktion durch die Batterie gefressen hat. Man sollte auf jeden Fall diese Batterie austauschen und leider auch alle weiteren aus der Batteriebank. Die Batteriebank sollte mit einem feuchten Tuch von eventuellen Rückständen befreit werden und ganz wichtig: Gründlich Hände waschen. 

Nassbatterien: Batterien unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise. Wir wollen nicht zu sehr ins Detail gehen, jedoch auf jeden Fall noch die Kategorie der Nassbatterien anführen die teilweise eine gesonderte Pflege brauchen. Diese müssen nämlich von Zeit zu Zeit mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Auch wenn diese Batterien das Wort nass im Namen haben, sollten sie trocken liegen. Kontrolle der Batteriefächer und der Batterien selbst kann helfen sogennante Kriecheströme zu vermeiden. 

Boardsystem: Einmal vor dem ersten Törn das ganze Bordsystem kontrollieren, bevor man nachher im Dunkeln sitzt. Was bedeutet alles kontrollieren? Schalte einfach alle Verbraucher einmal an. Wenn ein Gerät nicht funktioniert oder eine Lampe nicht leuchtet, liegt das oft an der Stromversorgung. Dann kann man dazu übergehen die Kontakte und Kabel zu überprüfen. Eventuell müssen manche Kabel einfach ausgetauscht werden. 

Die Kontakte werden am besten mit Schleifpapier gereinigt. Sind die Drähte im Kabel bereits schwarz, läuft da meistens kein Strom mehr. Schneiden sie schwarze Kabel runter bis diese wieder glänzen. 


Ein kleiner Helfer bei der Überprüfung der Bordelektronik ist der Spannungsprüfer!

Teil 7: Tauwerkkontrolle 

Wir kennen ihn alle, den alt bekannten Spruch: Leinen los! Damit die Leinen sich aber nicht von alleine lösen, sollten auch diese vor der Segelsaison geprüft werden. 

Tauwerk braucht auch Pflege. Nach einiger Zeit in Benutzung ist vieles Tau verdreckt. Verdrecktes Tau ist dann nicht mehr so geschmeidig wie vorher. Es ist schwerer zu bedienen und auch die Lebensdauer des Taus leidet unter dem Dreck. Daher sollte ab und an das Tau gewaschen werden. 

Wenn keine größere Waschmaschine, die für solche Zwecke geeignet ist, zu Hand ist, reicht auch eine größere Wanne mit lauwarmen Wasser. Ob zusätzlich das Tau noch mit etwas Seifenlösung gereinigt wird ist jedem selbst überlassen, sie sollte nur sparsam eingesetzt werden.

Im besten Fall ist das Tau nach dem Waschgang wieder geschmeidig und lässt sich gut führen. Ist dies nicht der Fall sollte es aussortiert und ersetzt werden. Poröses Tau neigt dazu bei starker Belastung zu reißen und dann sind die Leinen wirklich los. Falls dies der Fall sein sollte, könnt ihr hier euer Wunschtauwerk zusammenstellen!

Wenn das Tau schon in die Wanne kommt, kann es direkt auch auf andere Abnutzungsstellen kontrolliert werden. Gerade bei den Umlenkrollen wird das Tau belastet. Aber hier muss es nicht zwangsläufig sofort ausgetauscht werden, es kann ganz einfach einmal umgelenkt werden. Das heißt es wird aus ausgeschert und andersherum wieder eingeschert.

Beachten sollte man: Wenn die Leine offensichtlich kaputt gescheuert ist, dann bitte ersetzten!

Wenn Tauwerk nur stellenweise nicht mehr zu gebrauchen ist, kann es trotzdem an Bord behalten werden. Man weiß nie wofür es nochmal gut ist. Schonmal was von spleißen und takeln gehört? Oder sogar mal gelernt?
Spleißen ist das Verpflechten von ein oder zwei Leinen. Das ist nicht nur eine spaßige Handarbeit, sondern kann an Bord durchaus nützlich sein. 

Auf ein Wort mit dem Gott des Windes. – Segelrevier Äolische/Liparische Inseln

Das Schiff wiegt sich geschmeidig durch das Wasser. Umgeben von den schönen Küstenlandschaften der beiliegenden Inseln. Die Temperaturen sind mild.
Die Segel werden mit einem Rauschen von Wind erfüllt. Äolus ist heute gnädig.Die Äolischen Inseln sind nach dem griechischen Gott des Windes, Äolus benannt, es sind die Inseln des Windes. Für viele Segler ein bekanntes Revier, das oftmals auch unter dem Namen der Hauptinsel Lipari läuft. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und bieten, als von der UNESO anerkanntes Weltnaturerbe, wunderschöne Landschaftspanoramen. Und wo kann man die atemberaubende Küstenlandschaft nicht besser betrachten als vom Deck des Schiffes?

Wir von 12Seemeilen haben den Gott des Windes auf ein Wort getroffen. Wir wollen berichten von den Besonderheiten, Vorteilen und Eindrücken eines Segeltörns im Tyrrhenischen Meer.

Anreise

Mit dem gepackten Seesack unterm Arm wird am Flughafen in Köln eingecheckt. Dabei ist nur das wichtigste für die nächste Woche. Eine Woche Seeluft und Wellenrauschen. Eine Woche an Deck unterwegs auf dem Thyrrenischen Meer. Auf der Agenda stehen traumhafte Buchten und Orte voller spannender Geschichten.

Von Köln aus geht es mit dem Flieger nach Palermo. Wenn man in Palermo landet, dann lohnt sich auf jeden Fall noch eine Nacht dort zu verbringen. Eine Erkundungstour zeigt die Faszination der Stadt, welche zwischen Verfall und Glanz einen ganz eigenen Charm ausdrückt.Palermo ist die fünftgrößte Stadt Italiens und die Hauptstadt der Insel Sizilien. Meine persönliche Meinung: Ich liebe die Stadt. Und sie ist definitiv eine Empfehlung wert.
Wenn man nur einen Tag in Palermo verbringt, was kann man dann unternehmen?
Die Stadt bietet alte historische Fassaden, kleine Gässchen und typisch italienisches Ambiente. Die Kathedrale von Palermo, sowie Katakomben von Palermo sind nur ein paar wenige spannende Orte zum erkunden.
Nicht weit von der Stadt liegt der Mount Pellegrino. Ein Hügel der die Möglichkeit für eine kleine Wanderung bietet. Ist man erstmal oben, liegt einem die Stadt zu Füßen.

 

 

Tag 1:
Endlich geht es in die Richtung unseres Startpunktes: Mit dem Zug nach Sant’Agata di Militello. Die Zugfahrt dauert ungefähr zwei Stunden. Dort angekommen ging es natürlich direkt zum Hafen, wo schon unsere gecharterte Bavaria Cruiser 45 auf uns wartete. Nach einer kurzen Einweisung auf dem Boot wurde erst einmal eingekauft. Direkt am Hafen liegt ein Supermarkt. Wenn schon in Italien, dann auch Pasta.

Mit untergehender Sonne und immer noch schön warmen Temperaturen wird der Tag beendet. Nach einem Glas gutem sizilianischen Wein wollen alle auch schnell ins Bett. Am nächsten Tag wollen wir schließlich schon ganz früh auslaufen.

 

 

Tag 2:
Jeder Tag sollte mit einem Kaffee an Deck beginnen, gerne dann auch mit bereits 24 Grad um acht. Erst wird die Tagesroute besprochen. Ziel soll die Insel Vulcano sein mit einer Distanz von 30 Seemeilen. Also hieß es den Hafen verlassen und die Segel hissen. Mit einem Wind von 5 Beaufort Richtung Vulcano. Umgeben von glasklaren Wasser und wenn man Glück hat dem ein oder anderem Delfin.
Vulcano macht seinem Namen alle Ehre, denn auf der Insel befinden sich 3 Vulkane, unter ihnen sogar noch ein aktiver. Tatsächlich hat sich das heutige Wort Vulkan von dem Namen dieser Insel abgeleitet. Ein Aufstieg bis zum Krater ist definitiv lohnenswert. Der Ausblick ist grandios, wenn auch etwas gestört durch den beißenden Schwefelgeruch.
Es sieht teilweise kurios aus, doch man sollte mal die heilende Wirkung des sogenannten Fagos, einem Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, mal versuchen. Der warme Schwefelschlamm der heißen Schlammtümpel soll Durchblutung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur fördern oder einfach nur das Gemüt aufhellen, wenn man die ganzen grau beschlammten Menschen am Ufer hocken sieht.

Tag 3:
Am zweiten Tag an Bord führt uns der Wind nach Lipari, gut nicht nur der Wind, sondern auch unsere Törnplanung. Diese Route weißt jedoch nur eine Strecke von vier Seemeilen auf, jedoch hat man nach einer kurzen Etappe auch noch genügend Zeit den malerischen Hauptort der Hauptinsel des Äolischen Inselarchipels zu besuchen. Besonders empfehle ich die Altstadt mit ihren kleinen Gassen und die auf einem Hügel thronende Burganlage aus dem 16. Jahrhundert. Die ganze Insel lädt mit ihren malerischen Buchten und dem türkisen kristallklarem Wasser zum Ankern ein, was auf jeden Fall zum Abkühlen ausgenutzt werden soll. Die Nacht kann in einem der zwei Häfen von Lipari verbracht werden, jedoch sind diese häufig sehr voll und somit kann es sein, dass man ein Stück vor der Insel ankern muss, wo man im Sommer aber definitiv nicht alleine ist.

Tag 4:
Die heute Etappe führt uns gute 25 Seemeilen von Lipari nach Strombolli, das Leuchtfeuer des Mittelmeeres. Schon von weitem aus ist der Kegelförmige aus dem Meer ragende Vulkankrater zu erkennen, der der gesamten Insel etwas mystisches verleiht. Die Insel ist geprägt von schwarzem feinkörnigem Sand und dem immer zu sehenden Krater. Eine Marina ist auf der Insel nicht zu finden, da diese doch sehr beschaulich mit ihren 400 Einwohnern ist und zusätzlich autofrei. Wir nutzen als Anlaufpunkt den Nordosten, wo es vor dem Fähranleger ein Bojenfeld gibt. Ich empfehle es sehr bei Nacht nochmal los zu segeln und sich das Naturschauspiel eines ausbrechenden Vulkans in der Dunkelheit anzusehen, denn der Vulkan ist ständig aktiv und bricht in unregelmäßigen Abständen von wenigen Minuten bis stündlich aus.

Tag 5:
Heute verlassen wir wieder Stromboli und segeln Richtung Panarea, die kleinste Insel in dem Insel Archipel. Wir sind ungefähr 15 Seemeilen unterwegs, bis wir das Panarea erreichen, da wir an diesem Tag gerne auch an den Strand gehen würden, segeln wir um die Insel herum, auf dessen Umrundung man sonderbare Anblicke genießen kann: Monströse Felsblöcke, die vereinzelt im Meer stehen, oder auch Felsenriffe mit hohen Spritzen. Natürlich sieht man von der Wasserseite aus die herrlichsten Buchten, zum Teil menschenleer, welche für unseren heutigen Strandtag perfekt geeignet zu sein scheinen. Abends ankerten wir in der Ankerbucht Punta Milazzese und ließen den Abend an Deck ausklingen.

Tag 6:
Der Trip führt uns bei gutem Wind 25 Seemeilen durch das kristallklare und türkise Wasser zur kleinen Insel Filicudi. Diese Insel ist ein Paradies für Naturliebhaber und Ruhesuchende, besticht jedoch auch durch viele Grotten, mit strahlendem Wasser, die auf jeden Fall immer einen Besuch wert sind. Wir hatten gehört, dass man auf Filicudi sehr gut wandern gehen kann, was uns jedoch nicht so reizte und wir die Zeit dort lieber zum schnorcheln nutzen.
In dem Gebiet dort ereignet sich ein wundervolles Unterwasserspektakel. versunkene Kolonialschiffe bereichern die Landschaft unterm Meeresspiegel und laden zu Schnorchelexpeditionen ein.

Tag 7:
Unser letzter Tag führt uns zur zweitgrößten Insel des Archipels, nach Salina, die grüne Perle der Äolen. Sie ist die grünste Insel und besitzt eine reiche Flora, die außerhalb der Orte sehr unberührt zu sein scheint. Auch ist die Insel ruhiger und nicht so touristisch, wie die Nachbarinsel Lipari. Viele Bewohner leben weiterhin von dem traditionellen Anbau von Kapern und Malvasiatrauben, aus welchen ein ganz besonderer Dessertwein gekeltert. Dieser muss auf Salina auf jeden Fall auch probiert und getrunken werden. Auf der Insel geht alles sehr ruhig zu und die Insulaner sind in den meisten Dingen sehr ruhig, also bisher verschont von der Alltagshektik. Lediglich beim Kapern pflücken sind die Pflücker alles andere als langsam.Den Abend kann man ohne Hektik in einem der schönen Restaurants dort ausklingen lassen, wir genossen dort unseren letzten Abend im Inselparadies, bevor es ein letztes mal in die Koje gehen sollte.

Tag 8:
Die letzte Nacht verlief sehr ruhig und wir machten uns früh auf den Weg wieder Richtung Sant’Agata di Militello, wo wir die Yacht wieder übergeben mussten. Nachdem das ohne Komplikationen geschehen ist, machten wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof, von wo uns der Zug wieder nach Palermo bringen sollte und von dort unser Flieg Richtung Köln, Richtung unseres Alltags und dem wohl wahrscheinlich grauen Wetters bringen sollte.

Boote und Schiffe winterfest machen

Die Segelsaison neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und wir hoffen, dass Sie dieses Jahr zahlreiche schöne Stunden auf dem Wasser erlebt haben. Doch vor dem Winteranfang ist, wie jedes Jahr, noch etwas zu erledigen: Das Boot muss winterfest gemacht werden, damit das nächste Jahr auf hoher See ebenso erfolgreich wird wie das diesjährige. Jeder, der bereits in den Genuss des Einwinterns gekommen ist, weiß, wie zeitaufwändig diese Prozedur sein kann. Um Ihnen die Vorbereitung auf den Winter zu erleichtern, wollen wir Ihnen daher heute eine Übersicht über die wichtigsten Punkte zum Thema Einwintern geben.

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Eine praktische Winterfest-Checkliste mit allen wichtigen Punkten finden Sie am Ende dieses Blogbeitrags. Weiterlesen…