Grünes Segeln – Alles für die Umwelt

Wie kann umweltfreundlicher gesegelt werden?

Gewissenhaft mit der Umwelt umgehen, die Tier- und Pflanzenwelt nicht unnötig stören und das Ökosystem versuchen aufrecht zu erhalten. All das sollte ein Jeder von uns berücksichtigen. Auch beim Segeln sollte der Schutz der Umwelt ein wichtiges Thema sein. Es wird nicht umsonst auf zahlreichen Segelinformationsseiten behandelt.
Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten “grüner” zu segeln und mehr Acht auf seine Umgebung zu geben.

Tierreich und Vegetation

Um die Tier- und Pflanzenwelt nicht unnötig zu stören, gibt es ein paar Richtlinien, welche man beim nächsten Segelausflug versuchen sollte zu beachten.
Es ist immer eine große Versuchung, wenn Wale, Delfine oder andere seltene Meereslebewesen auf See gesichtet werden, so nah wie möglich an sie heran zu fahren um ein gutes Bild von ihnen zu erhaschen, um der Tiere willen sollte das jedoch unterlassen werden. Ein Foto zu schießen, klappt auch aus einiger Entfernung.

Wenn Vogelschwärme auf dem Wasser oder Seehundgruppen an Uferbänken erblickt werden, einfach die Geschwindigkeit drosseln und einen großen Bogen fahren, somit werden die Tiere nicht gestört und das Segeln kann weiter gehen. Es empfiehlt sich ein Mindestabstand von 300 bis 500 Metern zu den einzelnen Tiergruppen.

Sand- und Schlammbänke sowie Uferhölzer sind beliebte Aufenthaltsorte für viele Vögel. Damit das Federvieh seine Pause ungestört verbringen kann, einfach auch hier auf den Abstand achten.
Schilfgürtel, Röhrichtbestände und andere dicht bewachsene Uferpartien sollten so gut es geht vermieden werden, um Fische, Kleintiere, Vögel und Pflanzen nicht zu gefährden.
Zusätzlich gilt auch bei seichtem Wasser Vorsicht, da dies ein beliebter Ort für Fische ist, um zu laichen.
Besonders beim Lichten des Ankers, sollte darauf geachtet werden, dass keine Riffe oder sonstige Vegetation zerstört wird.
Darüber hinaus ist es ratsam sich vor einem Segeltörn gut über die geplante Route zu informieren. Falls diese Naturschutzgebiete beinhalten sollte, einfach den Kurs für dieses Gebiet ändern.

Die Entsorgung

Das Meer ist keine Mülltonne!
Natürlich ist überwiegend den Seglern dieses bewusst, dennoch schadet es nicht, sich explizit mit dem Thema Entsorgung näher auseinander zu setzen.

Abfälle, die sich über die Zeit an Bord anhäufen, sollten gesammelt, getrennt und in dafür vorgesehen Entsorgungscontainer, welche sich in den meisten größeren Häfen befinden, entsorgt werden. Gleiches gilt auch für die Bordtoilette, denn i. d. R. gibt es hierfür Abwasserpumpstationen, an denen das Schmutzwasser beseitigt werden kann.
Sehr vorsichtig sollte mit der Entsorgung von Altöl umgegangen werde, denn bereits durch einen kleinen Tropfen Öl kann großer Schaden entstehen.

Strom & Motor

Segeln ist von Haus aus die umweltschonendste Variante der Fortbewegung auf dem Wasser. Doch auch hier geht es oft noch grüner:
Anstelle eines Benzin- oder Dieselmotor auf einen Elektromotor umsteigen und wenn diese nicht im Einsatz sind, sollten sie ausgeschalten werden, um unseren Lebensraum nicht unnötig durch Abgase und Lärm zu belasten.
Den sonstigen Stromhaushalt am besten mit Photovoltaikanlagen oder Windgeneratoren kontrollieren.
Denn was gibt es auf See meist zu genüge und scheint endlos zur Verfügung zu stehen? Genau, Wind und Sonne.

Öl & Treibstoffe

Der Bootseigner muss unbedingt darauf achten, dass keinerlei Öl oder Treibstoff ausläuft! Sollte dies der Fall sein, muss der Schaden sofort behoben werden.
Es besteht die Möglichkeit ölabsorbierende Kissen zu verwenden, diese werden einfach unter den Motor im Kielraum angebracht, bitte von Zeit zu Zeit kontrollieren.
Wenn der nächste Ölwechsel ansteht, sollte an eine Ölwechselpumpe gedacht werden, welche das Öl in einen auslaufsicheren Behälter füllt. Auch der Ölfilter sollte am besten mit einem absorbierenden Kissen umwickelt werden.
Wie schon erwähnt, ist bei der Entsorgung von Altöl allergrößte Vorsicht geboten. Die Entsorgung darf nur in dafür vorgesehene Container erfolgen.
Auch beim Befüllen eines Benzin- oder Dieselmotors muss unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Treibstoff ins Wasser tropft.

 

Reinigungsmittel

Es kann noch mehr für unser sensibles Ökosystem getan werden, z.B. bei der Reinigung des Bootes. Es empfiehlt sich umweltfreundliche Reinigungs und Erhaltungsmittel zu verwenden, da diese die Flora und Fauna nicht beeinträchtigen. Es sollte sich gut überlegt werden, ob der Gebrauch von Biozidhaltigen Antifoulingen Produkten wirklich notwendig ist, es verhindert zwar den Bewuchs eines Segelbootes, somit aber auch schädigend auf andere Organismen wirkt. Es sollte also eine naturverträglichere Alternative genutzt werden.

Auch der Deutsche Seglerverband weist in seinem Blog über Antifouling darauf hin und bietet sogar verschiedene Möglichkeiten: “Silikon- und Teflonbeschichtungen, biozidfreie erodierende/selbstpolierende Systeme oder spezielle mechanische Reinigungsverfahren werden bereits auf dem Markt angeboten. Auch anorganische Zinkverbindungen stellen sinnvolle Alternativen dar.”

Aber nicht nur unser Boot kann auf umweltfreundliche Pflegeprodukte umsteigen, auch der Segler selbst, sollten sich Gedanken über seine eigenen Pflegeprodukte machen, wie Duschgel, Shampoo oder Sonnencreme, denn diese enthalten oftmals Chemikalien die der Natur genauso schaden können.

Bei dem nächsten Kauf einfach mal darauf achten und eventuell auf eine ökologische Alternative zurückgreifen.

Das Segeln an sich ist schon ein relativ umweltfreundlicher Sport, aber es gibt gewisse Bereiche, die noch verbesserbar sind und die das Tierreich und unsere Vegetation noch mehr schützen können.
Wir alle können immer noch mehr dafür tun, um die vergangenen Fehler wieder gut zu machen und es primär in der Zukunft anders zu gestalten.
Vor allem die Befreiung der Ozeane von Müll ist ein Punkt der in Angriff genommen werden sollte. Jedes Jahr sterben mehr als 1000 Seevögel, Schildkröten und andere Meeressäugetiere an den Folgen von Plastikmüll.
Nie schaden wird es, selbst mit anzupacken und den Müll, der am Strand oder im Meer entdeckt wird, mitzunehmen und standardgemäß zu entsorgen.

Wir werden nie genug für unseren Lebensraum tun können.

Wir sagen Grünes Segeln: JA!!!

 

Bordelektronik – Wie viel muss wirklich sein?

Heutzutage kann jegliche Elektronik für ein Segelboot gekauft werden, was komfortabel ist und das Segeln erheblich erleichtern kann, aber ist es wirklich nötig oder reicht oftmals schon eine kleine Auswahl an elektronischer Ausrüstung?

Was braucht ein Segler auf See tatsächlich? Und gibt es auch Alternativen die kein Strom benötigen?

Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite ist man der Ansicht, ein Kompass, ein GPS-Gerät und Wind reichen völlig aus um die Segel zu setzen. Die andere Front ist der Meinung ohne UKW-Seefunkgerät, Autopilot, Seekartenplotter, Radar, Echolot, Satellitentelefon und und und..  geht gar nichts mehr.

Was jedoch ein Jeder bedenken sollte, sobald die Elektronik ausfällt, bist du auf dich und dein Wissen angewiesen.  Was bringt es, wenn man den allerneuesten Kartenplotter mit vielen Features hat, aber nicht einmal eine normale Seekarte lesen kann? Am besten sollte es möglich sein die grundlegende Ausrüstung auch ohne Strom an Bord betreiben zu können.

Die vier wichtigsten Bereiche der Bordelektronik, welche ein Bootseigner abgedeckt haben sollte sind: Stromversorgung, Navigation, Antrieb und Notfallausrüstung.

Stromversorgung

Batterien werden an Bord en masse benötigt, schon alleine für die Beleuchtung. Sie sollten daher am besten aufladbar sein, wenn für längere Zeit kein Land in Sicht ist.

Der ein oder andere setzt hierbei auf den Diesel- oder Benzinmotor, welcher auch zuverlässig funktionieren kann, aber was passiert, wenn der Diesel oder das Benzin ausgeht? Für das Boot selbst stellt es kein Problem dar, wenn kein Wind geht, dümpelt man eben durch die Flaute, jedoch für den Rest der Bordelektronik kann es durchaus problematisch werden. Und gerade heute in Zeiten von hohen Schadstoffbelastungen sollte auch die Umweltverträglichkeit ins Auge gefasst werden.

Auch ein Gas Generator kann zwar gute Leistungen bringen, birgt allerdings ebenso ein Treibstoffproblem mit sich.

Deshalb sind der Windgenerator und die Solaranlage echte Alternativen, auch wenn ein Windgenerator ziemlichen Lärm verursachen kann, doch ist es eine sehr umweltfreundliche und vor allem ökologische Alternative. Aber was funktioniert am besten?

Die Mischung macht’s, ein gut funktionierender Wind- und Solargenerator und ein anderen zusätzlichen Stromerzeuger (Gas, Benzin oder Diesel), welcher als Backup-Stromversorgung fungiert, stellen die perfekte Ausrüstung dar.

Navigation

Was eine gute Navigationstechnik ist, ist Ansichtssache. Ein Mancher kann nur mit Echolot, UKW-Seefunkgerät, Seekartenplotter,  Radar, Autopilot und Satellitentelefon ins Meer stechen.

Doch in den meisten Fällen kann ein Segler auch mit weniger auskommen.

Ohne die Navigationsleuchten und Positionslichter geht heute nichts mehr, vor allem wenn durch die Nacht gesegelt wird.  Aber auch bei schlechten Wetterbedingungen verlangt es nach den Leuchten. Diese sind notwendig, damit der Bootseigner selbst etwas sehen kann und auch andere Segler in Entfernung über die Situation des Bootes Bescheid wissen. Zumindest die Standardbeleuchtung sollte vorhanden sein, Backbordseite rotes Licht, Steuerbordseite grünes Licht und für das Hecklicht eine weiße Leuchte, je nach Größe des Bootes, können die Anforderung dennoch variieren.

Von Vorteil wären zusätzliche Sonderlicher, welche genauere Auskunft über die Situationen des Bootes geben, wie z.B. rot, weiß, rot manövrierbehindert oder rot , rot manövrierunfähiges Boot.

Die wichtigste Funktion der Lichter ist die Kollision zweier Boote zu verhindern.

Ein Echolot, ist eine bequeme Variante um die Wassertiefe messen zu können, wohingegen das Handlot zwar eine veraltete, aber dennoch effektive und stromfreie Option darstellt.

Mit einem Funkgerät wird nichts falsch gemacht, zumal es in Notsituation mehr als hilfreich seien wird. Ob es unbedingt ein UKW-Seefunkgerät notwendig ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Ein Funkgeräte erweist sich durchaus als sinnvoll, da es vor allem in Notsituation sehr hilfreich sein kann.

Ein Schiffsnavigationsgerät, welches eine elektronische Seekarte anzeigt und einem immer die aktuellsten Informationen übermitteln kann, kann ein hervorragender Luxus sein. Ein Seekartenplotter kann äußerst hilfreich und eine große Erleichterung sein, aber niemand wird einen Segler davon abhalten, auf die Elektronik zu verzichten und nur eine Seekarte mitzunehmen. Wer im Kartenlesen geübt ist und nicht unbedingt eine Weltreise plant, für den reicht sie aus. Jedoch sollte heute grundsätzlich ein GPS Gerät Griffbereit sein.

Hier empfiehlt sich gegebenenfalls ein fest installiertes und ein Hand GPS um auf Nummer sicher zu gehen. Mit zusätzlich einem Sextanten an Bord, hat der Bootsführer die Möglichkeit auf Elektronik zu verzichten und es ist zugleich noch ein Backup, falls die GPS-Geräte ausfallen sollten. Allerdings sollten vorher ein grobes Wissen der Astronavigation angeeignet werden, um ein Sextant überhaupt nutzen zBild 25.03.19 um 13.15u können.

Ein weiterer Punkt der elektronischen Navigationsausrüstung ist der Autopilot. Das Boot wird sozusagen von selbst gesteuert, der Bootseigner kann sich bei leichten Seegang entspannt zurück lehnen, einen Kaffee trinken, die Aussicht genießen oder sein Logbuch pflegen.

Die stromfreie Variante, die Windfahnensteuerung, die kurz gesagt, ein mechanisch betriebener Autopilot ist, welcher wie erwähnt keinen Strom benötigt. Also eine gute Lösung für diejenigen unter euch darstellt, die wirklich versuchen nur das nötigste an Elektronik an Bord zu haben.

Die gänzlich unerschrockenen verlassen sich auf die gute alte Windfahne. Die bei aufmerksamer Seefahrt ihren Zweck durchaus erfüllt und der Segler hält stets das Ruder in der Hand.

Zusammengefasst ist folgendes an Navigationselektronik zu empfehlen, Positionslichter und Navigationsleuchten, GPS-Gerät, Autopilot/Windfahnensteuerung und wenn es eine größere Reise sein soll, erweist sich der Seekartenplotter sicherlich als sinnvoll.

Antrieb

Dass das Segelboot hauptsächlich durch Wind und Segel an Geschwindigkeit gewinnt ist selbstredend, doch so manch einer versetzt seinem Boot ein wenig extra Antrieb, sei es ein Einbau-oder Außenbordmotor. Bootsmotoren können das Segler Dasein um einiges komfortabler gestalten. Zum einen kann bei Flaute die Fahrt fortgesetzt werden, zum anderen ist das manövrieren, vor allem im Hafen einfacher. Als Bootsmotoren kommen Diesel, Benzin, Gas, Elektro oder sogar Solarmotor zum Einsatz.

Niemals vergessen werden sollte die Notfallhilfe.

Hierfür kommen ein Funkgerät bzw. ein Satellitentelefon oder ein Epirb Notfall Gerät in Frage. Eine Seenotboje ist eine gute Lösung, sollte aber am besten ebenfalls mit einem GPS-Gerät ausgestattet sein.

 

Fit für die neue Saison – Tipps und Tricks für Bootseigner

Teil 1: Pflege des Unterschiffs

Der Winter weicht dem Frühling. Für Bootseigner bedeutet das, dass es nun wieder in die Saisonvorbereitung geht. Bevor gesegelt werden kann, sollte man daher nochmal Hand ans Boot legen.
Dieser erste Teil befasst sich nun vor allem mit dem Unterwasserschiff. Solange das Boot noch nicht zu Wasser gelassen wurde, sollte dieses genau inspiziert werden.
Während viele Eigner im Herbst zum Hochdruckreiniger greifen um den Rumpf des Bootes zu säubern, sollte nun im Frühjahr alle paar Jahre eine neue Schicht Unterwasserfarbe aufgetragen werden. Wie das geht kommt jetzt!

Bevor man Farbe auftragen kann, müssen die alten Schichten runter. Ein kompletter Abschliff des Bootes ist zwar mühsam, aber notwendig für einen funktionstüchtigen neuen Schutz. Beim Schleifen des Schiffes sollte unbedingt auf eigene Sicherheit geachtet werden! Schutzkleidung, vor allem für Atemwege und Augen sind ein Muss. Achten Sie auch darauf einen Absauger oder Beutel dabei zu haben, damit die Abfallprodukte vom Schleifen nicht der Umwelt schaden.

Ist das Boot einmal abgeschliffen kann es inspiziert werden. Achten sie auf Anzeichen von der befürchteten Osmosekrankheit, welche sich durch Bläschenbildung äußert. Die ersten Anzeichen können oftmals schon behoben werden, ohne dass das ganze Schiff befallen ist.

Als nächstes inspizieren Sie doch direkt auch Kiel, Ruder und Propeller. Hier sollte auf Rostnasen geachtet werden, die sich bei Verwendungsbereichen bilden können. Wenn der Propeller von Bewuchs und Pocken befreit ist, kann dieser mit einer bestimmten Propellerfarbe geschützt werden. Wie sehen die Opferanoden aus? Diese sollten bereits ausgetauscht werden, wenn sie nur noch zur Hälfte vorhanden sind. Die passenden Opferanoden für Euer Boot findet Ihr hier.

Damit ist der Gesundheitscheck des Unterwasserschiffes beendet. Nun kann es weiter gehen mit dem Anstrich. Dafür braucht man das korrekte Antifouling! Was genau ist nun Antifouling?

Antifouling verhindert das Anwachsen von Wasserorganismen wie Algen und Muscheln am Schiffsrumpf. Dies ist notwendig, da der Bewuchs zu Schäden am Rumpf führt. Zudem erhöht sich durch Anwuchs das Gewicht des Schiffes und verstärkt die Reibung. Das verringert die Geschwindigkeit und die Manövrierfähigkeit des Bootes. Die meisten Antifoulings erfordern eine Grundierung und werden in mehreren Schichten aufgetragen. Während sich einige Produkte durch einen besonders dünnschichtigen Auftrag und eine schnelle Trocknung auszeichnen, glänzen andere Antifoulings durch besondere Beständigkeit, selbst bei hohen Bewuchsverhältnissen.

Der Rumpf ist abgeschliffen. Dazu kommt für optimale Voraussetzungen eine Reinigung des Rumpfes mit einem dafür vorgesehenen Reinigungsmittel. Danach sollte das Boot trocknen. Je nach Antifouling ist dieses auf unterschiedlichen Materialien haltbar. In den Herstellerangaben der meisten Antifoulingfarben wird für fast alle Oberflächen empfohlen, diese vorher zu grundieren. Ist die Grundierung getrocknet, kann der Anstrich mit Antifouling geschehen. Das Streichen sollte einige Male wiederholt werden. Dies verbessert die Wirkung des Antifoulings. Ob ein Schleifen noch nötig ist, ist je nach Produkt unterschiedlich. Wann das Boot wieder zu Wasser gelassen werden darf, hängt ebenfalls von den Produkten ab. Schnelltrocknende Antifoulingfarben können bereits nach zwanzig Minuten geslippt werden. Die angebotenen Antifoulingprodukte können in zwei Varianten unterteilt werden. Da ist zum einen der harte Antifoulinglack. Zum anderen gibt es das selbstpolierende Antifouling auf Biozidbasis. Ein selbstpolierendes Antifouling enthält Biozid. Dieses wird allmählich an das Wasser abgegeben und erzeugt so einen Film um den Rumpf, der den Bewuchs verhindert. Damit dieser Effekt erhalten bleibt, sind die meisten Produkte jährlich zu erneuern. Hier findet Ihr eine große Auswahl an Antifouling in unserem Online-Shop.

Mehr zum Thema Antifouling? Dann geht es hier zu einem separaten Blogbeitrag: Antifouling – Tipps zur Auswahl 

Teil 2: Glänzender Rumpf und geöltes Deck

Fast wie neu! So sollte das Ergebnis sein, wenn dieser Teil der Saisonvorbereitung abgeschlossen ist. Damit der Lack und das Holz des Bootes/Yacht die Saison über vor Verwitterungen geschützt ist kann mit speziellen Pflegeprodukten gearbeitet werden. Kleinere Risse können aufgearbeitet werden und das Boot wieder mit Politur zum glänzen gebracht werden. Inspirationen für die Schönheitspflege findet ihr nun hier.

Starten wir mit dem Rumpf. Dieser sollte regelmäßig poliert werden, die Anschaffung einer Poliermaschine ist daher ratsam. Kleinere Boote können zwar auch von Hand poliert werden, die Maschine erspart hier aber eine menge Zeit. Eine gute Politur oder ein guter Wachs bildet eine weitere Schutzschicht für das Boot. Sind die Oberflächen des Bootes stumpf und porös? Dann sollte hier aufpoliert werden! Das Ergebnis ist wieder eine strahlende und glatte Oberfläche mit einem tollen Nebeneffekt: Schmutz haftet auf glatten Oberflächen nicht so gut, daher ist das Boot schneller und leichter zu reinigen!

Der Wasserpass braucht eine besondere Behandlung: Da dieser sowohl mit Wasser als auch mit Luft in Berührung kommt und dazu noch treibenden Schmutz abfängt, sollte er mit einer speziellen Wasserpassfarbe gestrichen werden.

Ist die Arbeit am Rumpf getan, kann weiter an Deck gearbeitet werden. Scheuen Sie sich nicht vor der etwas mühseligeren Arbeit… Sie wird sich lohnen!

Inspizieren Sie das Deck und achten vor allem auf Haarrisse. Diese sind kleine Risse, welche von einem einzigen Punkt mit hoher Belastung weggehen. Diese Stellen wurden eventuell punktuell durch hohen Druck oder einem Stoß beschädigt und sollten auf keinen Fall nur in die Kategorie Schönheitsmarkel eingestuft werden. Wenn diese Risse stärker werden kann Flüssigkeit ins Bootinnere gelangen und zu größerem Schaden führen. Behandeln Sie daher kleine Haarrisse direkt! Weiten Sie die Risse mit einem scharfen Stecheisen und füllen Sie die Stellen mit frischem Gelcoat wieder auf. Sollte die Gesamtästhetik darunter leiden kann man mit neuen Relingstützen stellenweise kaschieren… oder einfach das gesamte Deck neu lackieren.

Schon gewusst? Holz ist heutzutage das noch einzige natürlich verwendete Bootsbaumaterial. Zwar sind schön glänzende Holzboote ein besonderer Blickfang, sie brauchen aber auch im Vergleich zu GFK-Booten mehr Aufmerksamkeit bei der Pflege. Denn durch die natürliche Faserstruktur des Holzes ist dieses besonders anfällig für Feuchtigkeitsaufnahme, wodurch Verrottung und Fäulnis entstehen können. Daher sollte Holz mit Anstrichen und Holzpflegemitteln besonders vor Umwelteinflüssen geschützt werden.

Wer auf den Neuzustand des Bootes hinarbeitet kann natürlich noch Hand an Kratzer auf Lucken und Fenstern legen. Hier gibt es spezielle Reinigungsmittel mit denen diese zu entfernen sind. Aufjedenfall sollten diese Mittel jedoch ausschließlich für Fenster und Lucken genutzt werden, eine Anwendungen auf begehbaren Bereichen führt zur Ausrutschgefahr!

 

Teil 3: Starker Mast bei starkem Wind!

Möchte man auch in der nächsten Saison das Schiff weiter fortbewegen sollte der Hauptantrieb noch gut in Schuss sein. Oftmals passiert die erste Wartung der Segel und Masten bereits beim Einwintern, trotzdem ist ein weiterer Kontrollgang vor dem Segelstart ratsam.

Es sollten der Mast, das Segeltuch, Wanten, Stagen und Beschläge auf die ersten Alterungsprozesse und Abnutzungen kontrolliert werden. Ein kompletter Austausch der einzelnen Teilen wird nach ungefähr 15 Jahren empfohlen.

Ein Mastbruch ist nun wirklich ein worst-case Szenario. Hier kommt aber die Tücke. Die meisten Segelboote haben Alumasten und die Vorrichtung des stehenden Gutes ist aus Nirodraht. Dieser Draht zeigt nicht offensichtlich seinen Alterungsprozess. Was von außen noch in Takt scheint, kann von innen bereits deutlich marode sein und beim nächsten Windstoß reißen. Wie erkennt man also solche Alterungsprozesse? Haben die Drähte einen Knick oder Rostnasen, Korrosionen in den Bereichen der Terminals, sollten sie aufjedenfall ausgetauscht werden!

Auch das laufende Gut braucht eine Wartung. Ungewollte Scheuerstellen, vor allem an Umlenkrollen dienen nicht zur Erhaltung des Tauwerks. Die Lebzeit lässt sich durch ein einfaches „umdrehen“ des Gutes verlängern. Jedoch kann auch direkt an den Rollanlagen das Problem behoben werden.
Die Rollreffanlagen brauchen jährlich eine Reinigung und eine neue Ölung. Beachtet dabei aber vor allem die Pflegehinweise des Herstellers, das falsche Öl kann die Funktionsweise leider beeinträchtigen anstatt verbessern.

Der Mast selber ist pflegeleichter. Klar muss bei Holz genau wie beim Deck auch hier eine entsprechende Holzpflege passieren, aber Alumasten sind dagegen sehr widerstandsfähig. Generell sollten wie immer Befestigungspunkte und Beschläge nach Alterungsprozessen kontrolliert werden.

Zuletzt nun zum Segel. Dieses braucht die richtige Handhabung und Pflege.
Im Herbst oder Winter sollte es abgeschlagen werden und zum Segelmacher für Inspektion und Reparatur gebracht werden.
Unser Tipp für die Vorbereitung auf die kommende Saison: Informiert euch nochmal über die richtige Handhabung und Beschaffenheit von Segeln! Nächste Woche kommt dazu dann der Blogbeitrag.

Teil 4: Segel setzen! Aber richtig.

Schon wieder so hohe Kosten beim Segelmacher? Erneute Reparaturen oder gar Neuanschaffung? In diesem Blogbeitrag geht es um essentielle Tipps und Tricks die Lebensdauer eines Segels zu verlängern. Es geht um die richtige Handhabung, Pflege und Lagerung von Segeln.

Handhabung:
Killen beim Segeln bezeichnet das Flattern des Segels oder Segelteils im Wind. Grund dafür kann eine falsche Ausspannung des Segels, falsche Einstellung des Segelprofils oder die Stellung des Schiffs ungünstig im Wind, sein. Dies ist ungünstig, da bei dauerhaften Killen das Segel stark beansprucht wird und das Material nach gewisser Zeit ermüdet. Eine Korrektur der Liekleinen-Spannung kann hier Abhilfe schaffen. 

Scheuerstellen sind das nächste. Potentielle Stellen zum Scheuern gibt es genug. Aufgabe des Seglers ist nun eine ständige Kontrolle. Werden Scheuerstellen entdeckt sollten diese entweder behoben werden oder mit gewissen Saling-Patches kann die Stelle verstärkt werden. Letzteres kann unkompliziert nach verschleiß ausgetauscht werden, während das Segeltuch in gutem Zustand erhalten bleibt. 

Segel müssen richtig eingerollt werden. Das bedeutet das Segeltuch sollte möglichst glatt und leicht eingerollt werden. Wenn Falten auf Druck eingerollt werden verbleiben diese oft dauerhaft im Tuch. Folge davon? Die Fasern sind geschwächt und die Lebensdauer verringert sich. 

Segel schützen:

Umwelteinflüsse scheinen einen natürlichen Abnutzungsprozess bei Segeln hervorzurufen, jedoch kann man diesen auch vermindern. Nach jedem Törn sollten Segel vor Schmutz aus Luft, Feuchtigkeit oder der Sonne geschützt werden. 

Letzterem kann mit einem speziellen UV-Schutz für Segel vorgebeugt werden. Ebenfalls ist der Gebrauch einer Persenning auf lange Sicht sinnvoll. Diese schützt das Segel dann auch vor Feuchtigkeit, vor allem von Regen.

Bei längerem Stand des Schiffes sollten die Segel letztlich doch komplett abgeschlagen werden. Geschützt unter Deck oder in einem entsprechenden Lager verstaut sind sie am besten geschützt.  

Jedes Segel im Hochseebereich bekommt mal eine Dosis Salzwasser ab. Nach dem Törn sollte das Segel deshalb einmal mit Frischwasser abgespült werden. Zusätzlich kann mit einer milden Seifenlösung ergänzt werden. Salzkristalle aus dem Meerwasser ziehen ständig Feuchtigkeit an und bei einer Einlagerung ohne Reinigung würde die durch das Salz entstandene Feuchtigkeit größeren Schaden wie Schimmelpilze resultieren. 

Unglücklicher Fall einer tatsächlichen Schimmelbildung? Dann kann man versuchen das Segel mit  besagter milder Seifenlösung zu reinigen und es dann mit hochprozentigem, reinem Alkohol zu desinfizieren. Wichtig nun: Durch und durch trocknen lassen!

Teil 4: Segel setzen! Aber richtig.

Schon wieder so hohe Kosten beim Segelmacher? Erneute Reparaturen oder gar Neuanschaffung? In diesem Blogbeitrag geht es um essentielle Tipps und Tricks die Lebensdauer eines Segels zu verlängern. Es geht um die richtige Handhabung, Pflege und Lagerung von Segeln.

Handhabung:
Killen beim Segeln bezeichnet das Flattern des Segels oder Segelteils im Wind. Grund dafür kann eine falsche Ausspannung des Segels, falsche Einstellung des Segelprofils oder die Stellung des Schiffs ungünstig im Wind, sein. Dies ist ungünstig, da bei dauerhaften Killen das Segel stark beansprucht wird und das Material nach gewisser Zeit ermüdet. Eine Korrektur der Liekleinen-Spannung kann hier Abhilfe schaffen. 

Scheuerstellen sind das nächste. Potentielle Stellen zum Scheuern gibt es genug. Aufgabe des Seglers ist nun eine ständige Kontrolle. Werden Scheuerstellen entdeckt sollten diese entweder behoben werden oder mit gewissen Saling-Patches kann die Stelle verstärkt werden. Letzteres kann unkompliziert nach verschleiß ausgetauscht werden, während das Segeltuch in gutem Zustand erhalten bleibt. 

Segel müssen richtig eingerollt werden. Das bedeutet das Segeltuch sollte möglichst glatt und leicht eingerollt werden. Wenn Falten auf Druck eingerollt werden verbleiben diese oft dauerhaft im Tuch. Folge davon? Die Fasern sind geschwächt und die Lebensdauer verringert sich. 

Segel schützen:

Umwelteinflüsse scheinen einen natürlichen Abnutzungsprozess bei Segeln hervorzurufen, jedoch kann man diesen auch vermindern. Nach jedem Törn sollten Segel vor Schmutz aus Luft, Feuchtigkeit oder der Sonne geschützt werden. 

Letzterem kann mit einem speziellen UV-Schutz für Segel vorgebeugt werden. Ebenfalls ist der Gebrauch einer Persenning auf lange Sicht sinnvoll. Diese schützt das Segel dann auch vor Feuchtigkeit, vor allem von Regen.

Bei längerem Stand des Schiffes sollten die Segel letztlich doch komplett abgeschlagen werden. Geschützt unter Deck oder in einem entsprechenden Lager verstaut sind sie am besten geschützt.  

Jedes Segel im Hochseebereich bekommt mal eine Dosis Salzwasser ab. Nach dem Törn sollte das Segel deshalb einmal mit Frischwasser abgespült werden. Zusätzlich kann mit einer milden Seifenlösung ergänzt werden. Salzkristalle aus dem Meerwasser ziehen ständig Feuchtigkeit an und bei einer Einlagerung ohne Reinigung würde die durch das Salz entstandene Feuchtigkeit größeren Schaden wie Schimmelpilze resultieren. 

Unglücklicher Fall einer tatsächlichen Schimmelbildung? Dann kann man versuchen das Segel mit  besagter milder Seifenlösung zu reinigen und es dann mit hochprozentigem, reinem Alkohol zu desinfizieren. Wichtig nun: Durch und durch trocknen lassen!

Teil 5: Vom Beschlag bis zur Winsch

Ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung an Deck sind die Beschläge und Winschen.

Diese sollten, damit alle Abläufe beim Segeln ordentlich funktionieren, ebenfalls gewartet oder erneuert werden. Auch wenn die meisten Bootsbeschläge heute bereits wartungsfrei hergestellt sind, kann ein Auge auf Abnutzung und Verschleiß gelegt werden. 

Anders als bei den Beschlägen, ist es bei den Winschen. Das Wort Winsch kommt aus dem englischen und bedeutet Winde. Sie ist in der Schiffsfahrt oder beim Segeln eine gebräuchliche Seilwinde zur Übertragung größerer Zugkräfte. Gerade beim Segeln dienen Winschen der Bedienung von Schoten, Fallen und anderen Tauwerksleinen.

Die Konstruktion ist relativ komplex und besteht oft aus vielen kleinen beweglichen Teilen, welche gewartet werden sollten. Es wird geraten die Winschen einmal im Jahr auseinander zu bauen und zu reinigen, danach sollten sie neu gefettet und geölt werden. 

Wie werden Winschen korrekt geschmiert und geölt? 

Bei dem Auseinanderbauen derhttps://app.mailjet.com/accounthttps://app.mailjet.com/accounthttps://app.mailjet.com/account Winschen ist Vorsicht geboten! Die Innenteile bestehen teilweise aus Klemmen und Federn. Diese springen leicht mal von Bord und das ist dann ärgerlich. Lieber also das Teil an einem sicheren Ort auseinander nehmen. 

Reinigt die Teile mit einem weichen Tuch und etwas Waschbenzin. Für das Fetten gibt es spezielles Winschfett. Dieses spezielle Fett unterscheidet sich vor allem darin, dass es beständiger gegen Salz- und Süßwasser ist, es bei allen Temperaturen wirkt und vor Korrosion schützt. Es sollten die Lager und Zahnräder geschmiert werden, jedoch nicht die kleinen Sperrklinken und Federn. Diese sind dann nicht mehr frei beweglich, sondern kleben fest. Es wird daher ein Öl verwendet, um die Beweglichkeit zu bewahren. 

Nach diesem Schritt alles wie vorher zusammenbauen und zuletzt die Trommel aufsetzen. Die Winsche sollte nun wieder einwandfrei laufen. 

Nicht vergessen ebenfalls die Ankerwinde zu überprüfen und den Ankerkasten zu kontrollieren.
Zu letzt nochmal ein Rundgang übers Boot und Reling, Decksbeschläge und Blöcke Rollen und Klemmen prüfen. Ist alles in Ordnung kann losgesegelt werden, ansonsten direkt bestellen und ersetzen!

 

Teil 6: Wartung der Elektronik 

Boote und Yachten werden immer elektronischer. Die Ausstattung durch elektrische Technik sichert natürlich auch eine Menge comfort. Jedoch ist der Umgang und vor allem die Wartung wichtig, aber mit ein wenig Expertise verbunden. Nicht jeder Eigner ist ein Elektriker. Sich über den richtigen Umgang zu informieren ist daher essentiell. Dennoch überfordert? Dann lieber Finger weg und einen Spezialisten befragen.

Batterien an Bord sind fast überall zu finden. Wie sieht deren Wartung nun aus?
Wenn man schon bei der Einwinterung des Bootes auf eine richtige Lagerung der Batterien geachtet hat, dann sollten sie noch in Schuss sein. Manchmal passiert es, dass sie zu tief entladen wurden. Eine zum tiefe Entladung zieht dann Schäden mit sich.
Schäden kann man erkennen an einer Spannung weniger als 12 V oder durch die Ablagerung von weißlich-grünem Pulver. Bei diesem bekannten Auslaufen von Batterien handelt es sich um ein Elektrolyt, welches sich durch chemische Reaktion durch die Batterie gefressen hat. Man sollte auf jeden Fall diese Batterie austauschen und leider auch alle weiteren aus der Batteriebank. Die Batteriebank sollte mit einem feuchten Tuch von eventuellen Rückständen befreit werden und ganz wichtig: Gründlich Hände waschen. 

Nassbatterien: Batterien unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise. Wir wollen nicht zu sehr ins Detail gehen, jedoch auf jeden Fall noch die Kategorie der Nassbatterien anführen die teilweise eine gesonderte Pflege brauchen. Diese müssen nämlich von Zeit zu Zeit mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Auch wenn diese Batterien das Wort nass im Namen haben, sollten sie trocken liegen. Kontrolle der Batteriefächer und der Batterien selbst kann helfen sogennante Kriecheströme zu vermeiden. 

Boardsystem: Einmal vor dem ersten Törn das ganze Bordsystem kontrollieren, bevor man nachher im Dunkeln sitzt. Was bedeutet alles kontrollieren? Schalte einfach alle Verbraucher einmal an. Wenn ein Gerät nicht funktioniert oder eine Lampe nicht leuchtet, liegt das oft an der Stromversorgung. Dann kann man dazu übergehen die Kontakte und Kabel zu überprüfen. Eventuell müssen manche Kabel einfach ausgetauscht werden. 

Die Kontakte werden am besten mit Schleifpapier gereinigt. Sind die Drähte im Kabel bereits schwarz, läuft da meistens kein Strom mehr. Schneiden sie schwarze Kabel runter bis diese wieder glänzen. 


Ein kleiner Helfer bei der Überprüfung der Bordelektronik ist der Spannungsprüfer!

Teil 7: Tauwerkkontrolle 

Wir kennen ihn alle, den alt bekannten Spruch: Leinen los! Damit die Leinen sich aber nicht von alleine lösen, sollten auch diese vor der Segelsaison geprüft werden. 

Tauwerk braucht auch Pflege. Nach einiger Zeit in Benutzung ist vieles Tau verdreckt. Verdrecktes Tau ist dann nicht mehr so geschmeidig wie vorher. Es ist schwerer zu bedienen und auch die Lebensdauer des Taus leidet unter dem Dreck. Daher sollte ab und an das Tau gewaschen werden. 

Wenn keine größere Waschmaschine, die für solche Zwecke geeignet ist, zu Hand ist, reicht auch eine größere Wanne mit lauwarmen Wasser. Ob zusätzlich das Tau noch mit etwas Seifenlösung gereinigt wird ist jedem selbst überlassen, sie sollte nur sparsam eingesetzt werden.

Im besten Fall ist das Tau nach dem Waschgang wieder geschmeidig und lässt sich gut führen. Ist dies nicht der Fall sollte es aussortiert und ersetzt werden. Poröses Tau neigt dazu bei starker Belastung zu reißen und dann sind die Leinen wirklich los. Falls dies der Fall sein sollte, könnt ihr hier euer Wunschtauwerk zusammenstellen!

Wenn das Tau schon in die Wanne kommt, kann es direkt auch auf andere Abnutzungsstellen kontrolliert werden. Gerade bei den Umlenkrollen wird das Tau belastet. Aber hier muss es nicht zwangsläufig sofort ausgetauscht werden, es kann ganz einfach einmal umgelenkt werden. Das heißt es wird aus ausgeschert und andersherum wieder eingeschert.

Beachten sollte man: Wenn die Leine offensichtlich kaputt gescheuert ist, dann bitte ersetzten!

Wenn Tauwerk nur stellenweise nicht mehr zu gebrauchen ist, kann es trotzdem an Bord behalten werden. Man weiß nie wofür es nochmal gut ist. Schonmal was von spleißen und takeln gehört? Oder sogar mal gelernt?
Spleißen ist das Verpflechten von ein oder zwei Leinen. Das ist nicht nur eine spaßige Handarbeit, sondern kann an Bord durchaus nützlich sein. 

Segelwissen: Dünnschicht-Antifouling

Das Thema Antifouling nimmt im Bootsbereich und beim Segelsport eine besonders große Rolle ein. Denn jeder, der schon einmal das Vergnügen hatte, Muscheln, Pocken und Schleim manuell von seinem Unterschiff zu entfernen, weiß, wie hartnäckig dieser Bewuchs, der auch Fouling genannt wird, am Boot haften kann.
Spätestens nach so einer Aktion werden die meisten Bootsbesitzer zur nächsten Saison dann wohl doch auf ein Antifouling zurückgreifen.

duennschicht-antifouling-head

Denn mit einem Antifouling-Anstrich schützt man das Unterwasserschiff vor hartnäckigem und störendem Bewuchs. Je mehr Muscheln und Algen sich ansiedeln, desto schwerer und langsamer wird das Boot. Das wiederum schlägt sich auf einen erhöhten Spritverbrauch und einen damit verbundenen Kostenanstieg nieder. Zudem lässt mit zunehmendem Fouling auch die Manövrierfähigkeit nach, was zulasten der Sicherheit geht. Continue reading

Ratgeber Segeljacken – wie funktionieren die einzelnen Schichten?

Es gibt kein schlechtes Wetter – es gibt nur die falsche Kleidung! Wer hat diesen Satz nicht schon einmal zu hören bekommen, wenn das Wetter bei einer Unternehmung mal nicht so ganz mitspielen wollte. Dabei ist es gar nicht so einfach, sich bei all der Auswahl im Bereich Funktionsbekleidung zurecht zu finden! Denn die wenigsten Personen kennen sich mit den verschiedenen Materialtechnologien, Beschichtungen und Kunstfasern aus – schon allein, weil sich der Bereich der Funktionsmaterialien rasant weiterentwickelt. Doch die beste Bekleidung kann nicht funktionieren, wenn man sie falsch anwendet. Daher wollen wir von 12seemeilen.de im Folgenden die einzelnen Schichten für Segeljacken erklären.

blog-schichten-head

Wenn man auf der Suche nach einer Segeljacke ist, muss man zuallererst erkennen: Die EINE Segeljacke gibt es nicht! Denn gerade der Segelsport erstreckt sich über verschiedene Arten: Regattarennen, Tagestörns, Schönwetter-Segler, Chartertouren, Offshore-Segeln – die Liste lässt sich noch beliebig erweitern. All das mit einer Segeljacke abzudecken ist nahezu unmöglich. Man sollte sich also im Vorfeld selbst einige Fragen zum eigenen Segelverhalten stellen, um die richtige Jacke zu finden. Continue reading

Marine-Ferngläser – für den richtigen Durchblick an Bord

Wofür braucht man noch (analoge) Seekarten, Sextant und Kompass, wo es heutzutage doch GPS-Daten und Satelliten gibt, die nicht nur das nautische Navigieren so viel einfacher machen? Das mag sich manch junger Matrose fragen, der im digitalen Zeitalter groß geworden ist. Und im Großen und Ganzen hat er Recht, denn natürlich wird die Navigation heutzutage hauptsächlich über GPS gehandhabt. Man sollte sich allerdings nicht allein auf die Technik verlassen, denn diese kann immer einmal versagen, und dann muss man doch auf die traditionellen und herkömmlichen Methoden zurückgreifen. Neben einem Kompass ist daher ein Fernglas an Bord unerlässlich. Das Binokular hilft dabei, weiter entfernte Gegenstände besser zu erkennen. Bei der Einfahrt in einen unbekannten Hafen ist ein Fernglas daher auch trotz GPS und moderner Technik sehr hilfreich.

Fernglas

Auch Hindernisse auf dem Wasser lassen sich mit einem Fernglas früher erkennen und einschätzen. Zusätzlich lässt sich mit solch einem Fernrohr die Aussicht natürlich viel besser genießen. Wir haben mal zusammengestellt, worauf man beim Kauf von Marine-Ferngläsern achten sollte. Continue reading

Austausch von Fenderventilen – so geht’s

Wenn der Bootsfender keine Luft mehr hält, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass gleich ein neuer Fender angeschafft werden muss. Denn in der Regel liegt die Ursache in einem defekten Fenderventil.  Hier wird erklärt, wie in wenigen, simplen Schritten das defekte Ventil ausgetauscht werden kann.

Alles, was man zum Austauschen des Ventils braucht, ist der passende Ventiladapter und ein Ersatzventil. Alternativ zum Ventiladapter kann auch eine Zange und eine M3-Schraube verwendet werden.

So geht’s:                                                                                                                                  Der Ventiladapter oder die M3-Schraube wird zunächst in das Gewinde des Ventils eingedreht, um so im Anschluss das defekte Ventil herauszuziehen. Im zweiten Schritt wird das neue Ventil mit Ventiladapter oder M3-Schraube eingesetzt und der Bootsfender mit einer Fenderpumpe aufgeblasen. Fertig.

Wichtig ist, beim Aufpumpen keine aufgesetzte Nadel zu verwenden, da diese zu Schäden am Ventil führen kann.

Tipp: Wer keine Fenderpumpe zur Hand hat, kann einen Ventiladapter auf das Ventil aufsetzen. Dadurch kann der Bootsfender auch mit einer normalen Luftpumpe aufgeblasen werden.

Ersatz-Fender-Ventile findet ihr übrigens bei uns im Online-Shop.

Segelmanöver – Ankern

In einer einsamen, schönen Bucht vor Anker gehen und die Stille genießen, während sich andere an überfüllten Häfen um die besten Anlegeplätze streiten – der Traum vieler Segler. Damit das Ankern auch problemlos klappt und man nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf nicht völlig entsetzt feststellen muss, dass sich das Boot verselbstständigt hat und von der schönen Bucht weit und breit nichts mehr zu sehen ist, geben wir euch an dieser Stelle einen Überblick über das richtige Ankermanöver.

506380_original_R_by_Karl-Heinz Laube_pixelio.de

 ©Karl-Heinz Laube  / pixelio.de

Die Wahl des richtigen Ankers

Pflugscharanker besitzen aufgrund ihrer Bauweise eine sehr gute Haltekraft und können sich auch in Böden mit starkem Bewuchs besonders gut eingraben. Danforth-Anker hingegen sind vor allem für sandige und schlammige Böden geeignet. Plattenanker zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in Einzelteile zerlegen lassen können und dementsprechen Platz sparend sind. Continue reading

Seemannsknoten

Einfach und genial zugleich – schon seit Jahrhunderten erfreuen sich die altbewährten Seemannsknoten bei Seeleuten auf allen sieben Weltmeeren großer Beliebtheit. Denn die seemännischen Knoten halten einerseits enorm großen Kräften stand und lassen sich andererseits innerhalb weniger Sekunden kinderleicht lösen. Über hunderte Jahre hinweg sind auf der ganzen Welt Knoten für die unterschiedlichsten Zwecke entstanden. Heute wollen wir einmal einen Einblick in die gängigsten Seemannsknoten geben.

710213_original_R_by_Erwin Lorenzen_pixelio.de                                                                                                ©Erwin Lorenzen  / pixelio.de

 

Da wäre zum einen der Palstek, einer der bekanntesten Knoten im Segelsport. Bei diesem Knoten wird ein festes Auge geschlagen, das in erster Linie beim Anschlagen der Schoten verwendet wird und generell bei Anlegemanövern zum Einsatz kommt. Continue reading