Wir gehen den Schlauchbooten auf den Grund

Auf den verschiedensten Gewässern sehen wir in den letzten Jahren immer mehr Schlauchboote. Die Einen packen ihr Schlauchboot aus, um die sonnigen Tage abseits vom alltäglichen Stress auf dem nächsten See oder Kanal zu verbringen, tatsächlich wird das Schlauchboot aber am häufigsten als Beiboot, beziehungsweise Tenderboot für kleine bis mittlere Segel- und Motoryachten genutzt. Das Tenderboot ist dabei ein unverzichtbarerer Begleiter, mit dem auch kleine Buchten von der Wasserseite aus erreicht werden können, oder mit dem man von der Boje aus den nächsten sicheren Hafen oder Steg erreicht.

Man findet auf dem Markt leicht ein Schlauchboot, wenn man danach sucht. Vor dem Kauf sollte man sich aber auf jeden Fall Gedanken über die verschiedenen Optionen machen. Dabei steht die Bodenart ganz oben auf der Liste.

Die einfachste Bodenart ist der Lattenboden, der hat den großen Vorteil, dass man das Boot ziemlich schnell und unkompliziert zuwasserlassen kann  und es hat außerdem ein geringes Eigengewicht. Auf der anderen Seite gibt es den Luftboden, dieser benötigt nur wenige Handgriffe mehr beim Aufbauen und das Gewicht des Schlauchbootes erhöht sich nur gering. Diese Bodenart hat einen aufblasbaren Kiel und verleiht dem Boot dadurch eine ausgezeichnete Fahreigenschaft und hohe Stabilität, auch bei nicht so glatten Gewässern. Der Luftboden bietet einen hohen Komfort, damit man darin auch gemütlich sitzen kann. Zusätzlich im Lieferumfang aller Talamex Schlauchboote ist eine verstellbare Sitzbank enthalten, bei den Comfortline Schlauchbooten besteht diese aus hochwertigem Aluminium. Von der Sitzbank aus kann mit den mitgelieferten Paddeln aus Aluminium gerudert werden oder alternativ kann der Außenborder bedient werden. Alle Schlauchboote, sowohl der Aqualine, als auch der Comfortline können mit einem Außenborder ausgestattet werden, wahlweise mit einem Verbrenner- oder Elektromotor. Wenn man das Schlauchboot mit einem Elektromotor nutzt kann man frei von lauten Geräuschen und Geruchsbelästigung durchs Wasser gleiten. Natürlich benötigt man für den Elektroaußenborder dann auch die passende Batterie. Man sollte beim Kauf eines Schlauchbootes auch darauf achten, dass bei den verschiedenen Größen der Boote die maximale Motorisierung anders ausfällt, welche sich zwischen 2,5 PS und 10 PS bewegt. Die Schlauchboote besitzen mindestens drei Luftkammern um eine optimale Sicherheit garantieren zu können, diese können mit der mitgelieferten Doppelhubpumpe aufgeblasen werden. Die Schlauchboote der Talamex Comfortline bieten außerdem ein Überdruckventil, welches dazu dient, dass die Kammern vor Schäden durch Überdruck geschützt sind.
Alle Schlauchboote von Talamex sind aus einem sehr hochwertigen und robusten 1100dtex PVC-Gewebe hergestellt, wodurch auch bei starker Beanspruchung das Boot sehr gut standhält.

Damit Schlauchboote keine Schäden nehmen, wenn man an einem Steg oder einer Kaimauer anlegt, muss besonders darauf geachtet werden, dass diese eine Scheuerleiste haben. Diese bestehen aus extra gehärtetem Kunststoff, wodurch keine Löcher die Luftkammern zerstören können. Die Schlauchboote der Talamex Comfortline besitzen eine Scheuerleiste, die zusätzlich einen Spritzschutz darstellt, womit die Passagiere an Bord des Bootes vor Gischt besser geschützt sind. Außerdem besticht das Boot durch einen achterlichen Spritzschutz.
Auch sollte man die Größe des Bootes und die Anzahl der Personen bedenken, die im Boot sitzen soll, damit das Boot ausreichend dimensioniert ist. Die angebotenen Boote von Talamex haben eine Länge von 2,00 Metern bis 3,00 Metern und können zwischen zwei und sechs Personen transportieren.

Es gibt im Vorhinein viel zu beachten, aber wenn ihr euer Schlauchboot gefunden habt, kann dem perfekten Sommer auf dem Wasser nichts mehr im Wege stehen. Alle Schlauchbootmodelle findet ihr auch hier. Natürlich gibt es auch diverses Zubehör zu eurem Traumschlauchboot.

Opferanoden für Boote – eine Entscheidungshilfe

Korrosionsschäden an Ruderblatt, Kiel, Ankerwelle & Co. sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch ziemlich schnell kostspielig werden. Dabei ist es relativ einfach, Metallbauteile am Unterwasserschiff vor Korrosion zu schützen. Man muss lediglich bei der Wahl und Montage von Opferanoden auf ein paar wesentliche Dinge achtet.

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Wofür werden Opferanoden verwendet?

Kommt ein Metall mit Feuchtigkeit in Berührung, greift der im Wasser gelöste Sauerstoff das Material an. Um Schäden am Motor und anderen metallischen Gegenständen, die mit Wasser in Berührung kommen, vorzubeugen, werden Opferanoden eingesetzt. Diese weisen eine negativere Spannung als das zu schützende Metall auf. Continue reading

Philipp stellt sich vor

Hallo, mein Name ist Philipp, ich bin 24 Jahre alt und seit November ’13 in der 12seemeilen-Crew. Meine Aufgaben sind im Wesentlichen die Unterstützung bei der Produktauswahl, SEO-Arbeiten sowie der Import von neuen Produkten in den Shop.

Als ich das erste mal mit dem Segelsport in Berührung kam, konnte ich noch ohne Probleme in einem „Opti“ meine Runden auf dem See der Segelschule drehen.

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Mit meiner Familie ging es oft aufs Ijsselmeer und die umliegenden Kanäle, entweder mit einer Valkjolle oder einem traditionellen Plattbodenschiff. Nach unzähligen Törns im niederländischen Watt, auf der Schlei, an der kroatischen Adriaküste oder vor griechischen Inseln habe ich dann vor einigen Jahren die SBF-Binnen Prüfung abgelegt und durfte somit auch ohne elterliche Aufsicht meine Kreise in niederländischen Binnengewässern machen. Seit dem findet man mich jeden Sommer für eine Woche mit Freunden in Sneek, Lemmer, Heeg oder sonstwo auf den Seen in „Fryslân“, um ein wenig Seeluft zu schnuppern.

An der Tätigkeit bei 12seemeilen reizt mich besonders die Arbeit in einem jungen, dynamischen Team, bei der man seine eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen kann.

12seemeilen.de am Rursee

Mit den letzten Sonnenstrahlen machte sich die 12seemeilen-Crew vergangenen Freitag auf den Weg in die Eifel. Wir fuhren zum Rursee, um dort Lotte, das neun Meter Boot der Familie Bauer winterfest zumachen. Gegen Mittag verließen wir das Büro in Köln und waren gespannt, was uns in Simmerath-Woffelsbach erwarten würde.

Nach einem kleinen Umweg erreichten wir den Rursee. Die Kulisse war wunderbar. Herbstliches Laub bedeckte die Hügel rund um den See. Die Sonnenstrahlen fielen angenehm warm auf die Werft und Anlegeplätze. Eine kleine Spritztour auf dem Rursee war dann eigentlich kaum zu vermeiden. Nur mit der Fock legten wir, mit Herr Bauer dann ab und die Unwissenden unter uns bekamen ein paar Grundbegriffe erklärt. „Am Wind“, „vor dem Wind“, „mit dem Wind“ gleichzeitig immer auf den Windrichtungsanzeiger achten und das angepeilte Ziel nicht aus den Augen verlieren. Gefährliche Felsen umschiffen, dem Angler nicht ins Gehege kommen und die Fock mal auf der einen, dann auf der anderen Seite trimmen. Motiviert hörten wir zu und lernten.

Nachdem wir guter Dinge wieder an Land waren, ging die Arbeit los. Das Großsegel hatten wir bereits zuvor eingepackt. Jetzt folgte die Fock. Die Takelage wurde gelöst, Baum und Mast abmontiert, und das Tauwerk professionell ohne Drill aufgeschossen.

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Danach blieben nur Herr Bauer und Felix auf Lotte zurück und paddelten zur Winde, die die beiden samt Boot, dann aus dem Wasser fuhr. Das war für einen Laien schon recht spektakulär. Schließlich lastete das ganze Gewicht des Bootes auf dem schmalen Kiel. „Der Kiel ist auch fast eine Tonne schwer“, erklärt Willi, „und bietet daher genug Stabilität, um die aufliegende Last zu tragen.“ Daraufhin wurde Lotte in der Schwebe am Lastenzug mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, im Anschluss auf den Trailer gesetzt und zum Stellplatz gebracht.

In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden und mit Taschenlampenlicht wird die Plane über das Boot gezogen und festgemacht. Fertig.

Ein wenig verfroren saßen wir schließlich wieder im Auto auf dem Rückweg gen Heimat. Müde, aber mit ein paar Segelvokabeln mehr im Kopf und mehr Gefühl für die ganze Materie, kamen wir heil in Köln an.

Ingo Noppel stellt sich vor

Hey, mein Name ist Ingo und ich bin seit September an Bord des 12seemeilen-Dampfers. Neben der Erstellung von textlichem Content für den Blog und den Shop unterstütze ich das Team mit der Umsetzung verschiedener Marketingideen, SEO-Optimierungen sowie grafischen Arbeiten.

Mit dem Bootssport bin ich das erste mal in Berührung gekommen, als bei der Urlaubsplanung in meinem Freundeskreis die grandiose Idee aufkam, ein Hausboot zu mieten. Da zu dem Zeitpunkt noch keiner von uns einen Bootsführerschein besaß, und die Niederlande durch großzügige Führerscheinvorschriften glänzen, war unser Zielort sofort klar. Nach kurzer Einweisung und nachdem die Zuordnung der Betten durch Streichholzziehen geklärt worden war, machten wir uns mutig auf den Weg durch die Kanäle. Als wir wenig später das erste mal durch eine Schleuse fuhren – dicht gefolgt von einem Containerschiff – wurde uns sehr schnell bewusst, dass wir absolute Laien auf dem Wasser waren. Acht planlose bis hektische Leute standen nun auf Deck und fragten sich: Wo müssen jetzt diese Fender hin? Welchen Knoten benutzt man da nochmal? Und wie binden wir das Boot in der Schleuse fest? Zum Glück sind Bootsportler untereinander außerordentlich hilfsbereit und freundlich, sodass zwei verschmitzt lächelnde Seebären uns Landmatrosen ein wenig unter die Arme griffen und wir die Schleuse ohne Lack- oder Personenschäden passieren konnten.
Hausboot   Boot-vor-Schleuse

Es ist ein schönes Gefühl in frischer Morgenluft von einem Hafen aufzubrechen, während manche noch in ihrer Koje liegen. Und während die Sonne höher klettert, kann man die Fahrt über das Wasser genießen – lediglich begleitet von dem gleichmäßigen Gurgeln des Motors. Um schließlich in einem neuen Ort anzulegen und diesen zu entdecken. Als wir am letzten Tag unserer Reise die selbe Schleuse wieder passierten, schafften wir das als ein eingespieltes Team mit Leichtigkeit. Und es sollten noch weitere Bootstouren folgen. Unser nächstes Ziel ist es über das Mittelmeer zu fahren und hier neue Häfen und Orte zu entdecken. Dank der Arbeit bei 12seemeilen werde ich dann auch das nötige Fachwissen über die Bootsausrüstung besitzen.