Wir gehen den Schlauchbooten auf den Grund

Auf den verschiedensten Gewässern sehen wir in den letzten Jahren immer mehr Schlauchboote. Die Einen packen ihr Schlauchboot aus, um die sonnigen Tage abseits vom alltäglichen Stress auf dem nächsten See oder Kanal zu verbringen, tatsächlich wird das Schlauchboot aber am häufigsten als Beiboot, beziehungsweise Tenderboot für kleine bis mittlere Segel- und Motoryachten genutzt. Das Tenderboot ist dabei ein unverzichtbarerer Begleiter, mit dem auch kleine Buchten von der Wasserseite aus erreicht werden können, oder mit dem man von der Boje aus den nächsten sicheren Hafen oder Steg erreicht.

Man findet auf dem Markt leicht ein Schlauchboot, wenn man danach sucht. Vor dem Kauf sollte man sich aber auf jeden Fall Gedanken über die verschiedenen Optionen machen. Dabei steht die Bodenart ganz oben auf der Liste.

Die einfachste Bodenart ist der Lattenboden, der hat den großen Vorteil, dass man das Boot ziemlich schnell und unkompliziert zuwasserlassen kann  und es hat außerdem ein geringes Eigengewicht. Auf der anderen Seite gibt es den Luftboden, dieser benötigt nur wenige Handgriffe mehr beim Aufbauen und das Gewicht des Schlauchbootes erhöht sich nur gering. Diese Bodenart hat einen aufblasbaren Kiel und verleiht dem Boot dadurch eine ausgezeichnete Fahreigenschaft und hohe Stabilität, auch bei nicht so glatten Gewässern. Der Luftboden bietet einen hohen Komfort, damit man darin auch gemütlich sitzen kann. Zusätzlich im Lieferumfang aller Talamex Schlauchboote ist eine verstellbare Sitzbank enthalten, bei den Comfortline Schlauchbooten besteht diese aus hochwertigem Aluminium. Von der Sitzbank aus kann mit den mitgelieferten Paddeln aus Aluminium gerudert werden oder alternativ kann der Außenborder bedient werden. Alle Schlauchboote, sowohl der Aqualine, als auch der Comfortline können mit einem Außenborder ausgestattet werden, wahlweise mit einem Verbrenner- oder Elektromotor. Wenn man das Schlauchboot mit einem Elektromotor nutzt kann man frei von lauten Geräuschen und Geruchsbelästigung durchs Wasser gleiten. Natürlich benötigt man für den Elektroaußenborder dann auch die passende Batterie. Man sollte beim Kauf eines Schlauchbootes auch darauf achten, dass bei den verschiedenen Größen der Boote die maximale Motorisierung anders ausfällt, welche sich zwischen 2,5 PS und 10 PS bewegt. Die Schlauchboote besitzen mindestens drei Luftkammern um eine optimale Sicherheit garantieren zu können, diese können mit der mitgelieferten Doppelhubpumpe aufgeblasen werden. Die Schlauchboote der Talamex Comfortline bieten außerdem ein Überdruckventil, welches dazu dient, dass die Kammern vor Schäden durch Überdruck geschützt sind.
Alle Schlauchboote von Talamex sind aus einem sehr hochwertigen und robusten 1100dtex PVC-Gewebe hergestellt, wodurch auch bei starker Beanspruchung das Boot sehr gut standhält.

Damit Schlauchboote keine Schäden nehmen, wenn man an einem Steg oder einer Kaimauer anlegt, muss besonders darauf geachtet werden, dass diese eine Scheuerleiste haben. Diese bestehen aus extra gehärtetem Kunststoff, wodurch keine Löcher die Luftkammern zerstören können. Die Schlauchboote der Talamex Comfortline besitzen eine Scheuerleiste, die zusätzlich einen Spritzschutz darstellt, womit die Passagiere an Bord des Bootes vor Gischt besser geschützt sind. Außerdem besticht das Boot durch einen achterlichen Spritzschutz.
Auch sollte man die Größe des Bootes und die Anzahl der Personen bedenken, die im Boot sitzen soll, damit das Boot ausreichend dimensioniert ist. Die angebotenen Boote von Talamex haben eine Länge von 2,00 Metern bis 3,00 Metern und können zwischen zwei und sechs Personen transportieren.

Es gibt im Vorhinein viel zu beachten, aber wenn ihr euer Schlauchboot gefunden habt, kann dem perfekten Sommer auf dem Wasser nichts mehr im Wege stehen. Alle Schlauchbootmodelle findet ihr auch hier. Natürlich gibt es auch diverses Zubehör zu eurem Traumschlauchboot.

Segeln um die Philippinen

Augen zu und einatmen. Salzwasser, das seicht gegen den Bug plätschert, während die Sonne sich ihren Namen verdient.
Du bist nicht in einer Simulations-Meditation im Yoga Kurs, bei der dir alles, selbst in der Fantasiewelt viel zu utopisch vorkommt, sondern beim Segeln um die Philippinen. Was dir vorgestern noch zu kitschig für den Badezimmer Kalender erschienen ist, ist hier Wirklichkeit: Das Wasser blendend türkis, der Strand strahlend weiß, überall Inseln, Buchten, Korallenriffe und ein leichter, beständiger Wind… das Paradies ist hier zuhause.

Im März 1521 haben die Philippinen auch Ferdinand Magellan, den Namensgeber unserer Produktserie 12Skipper, auf seiner Weltumsegelung in ihren Bann gezogen. Heute ist der Inselstaat mit über 7000 Inseln, ein regelrechtes Segelmekka geworden. Nicht nur ist Segeln hier sehr sicher, es gibt auch viele abgelegene Ankerplätze, Sandstrände und eine Natur, die es nur zu bestaunen gilt. Taucher können hier noch farbenfrohe, unbelassene, Unterwasserwelten erleben, die der Klimawandel bislang verschont hat. Auch an Land haben die Philippinen einige Qualitätsmerkmale, die sie definitiv als Sehnsuchtsort auszeichnen. Die Filipinas und Filipinos sind freundlich und es gibt sehr fähige und engagierte Bootsbauer, besonders um die Tambobo Bay auf Negros, welche auch einen beliebten und geschützten Hafen beherbergt. Wenn ihr also wisst wie, kann eurem perfekten Segeltörn nichts mehr im Weg stehen.

Nun zu Dingen, die es auf den Philippinen zu beachten gilt: Palawan, die Visayas und Luzon gelten als sichere Segelgebiete. Die südlichen Inseln solltet ihr tendenziell eher meiden, denn dort sind die Piraten nicht so nett, wie Captain Jack Sparrow. Ihr solltet auch bedenken, dass auf den Philippinen generell ein tropisches Klima herrscht, das mit Trocken- und Regenzeiten in unterschiedlichen Teilen des Inselstaates einhergeht. Im Osten kann es mitunter das ganze Jahr lang regnen, am stärksten zwischen November und Januar. Im Westen könnt ihr aber von November bis Mai durchweg Sonne genießen.

Lasst euch aber davon nicht abschrecken! Natürlich muss ein jeder Segler und Urlauber dem vor Ort herrschenden Klima und der fremden Kultur, mit Aufmerksamkeit und Offenheit begegnen. Wer sich aber traut, über seinen Tellerrand hinauszuschauen und die Augen öffnet für neue Abenteuer, kann sich auf eine Reise gefasst machen, die weit weg ist vom stressigen Arbeitsalltag. Worauf wartest du?! Wir von 12 Seemeilen wünschen dir eine gute Reise und statten dich dafür mit Allem aus, was deinen Segeltörn noch braucht.

Mein perfekter Segelhandschuh

Mein perfekter Segelhandschuh 

Auf hoher See kann es immer wieder zu hektischen Situationen kommen, in denen man sich im Eifer des Gefechts schnell einen Finger einklemmt oder sich an einem Seil verletzt. Schutz davor bieten Segelhandschuhe, die eigens für die Anforderungen im Wassersport konzipiert wurden. Dank der speziellen und hochwertigen Verarbeitung sind die Finger und Hände beim Segeln geschützt. Zusätzlich bieten viele Handschuhe einen verbesserten Grip beim Umgang mit Kleinteilen und Leinen. Um das Segeloutfit zu komplettieren und die Arbeiten an Bord zu erleichtern, sind die passenden Handschuhe also ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung.

Welcher Segelhandschuh ist nun für deine Anforderungen passend? Da haben wir eine paar kleine Entscheidungshelfer! 

Material
Segelhandschuhe gibt es in verschiedenen Materialien. Diese sollten in jedem Fall gut verarbeitet werden. Eine hohe Belastung auf den Handschuh ist beim Segeln immer gegeben. Achtet also auf gut verarbeitete robuste Nähte, einen guten Sitz mit gegebenenfalls noch einem extra Klettverschluss. 

Die meisten Segelhandschuhe gibt es im klassischen Leder oder in Neopren. Leder hat einen großen Vorteil: es passt sich der Hand des Trägers an. Durch die Geschmeidigkeit des Materials wirkt es nach ein wenig Tragezeit wie eine zweite Haut. Zudem ist Leder robust und atmungsaktiv. Genau die Eigenschaften, die man sich beim Segeln wünscht. 

Segelhandschuhe aus Neopren haben im Gegenzug den Vorteil, dass sie vor allem wasserabweisend und wärmeisolierend sind. Neopren ist im Wassersport eins der beliebtesten Materialien. Die Hände kühlen nicht aus und bleiben trocken, ein sehr wichtiger Faktor gerade beim Regattasegeln. Neoprenhandschuhe sind in verschiedenen Materialstärken zu finden, je dicker, desto wärmer. 

Als letzte Materialkategorie sind für die sommerlichen Temperaturen leichtere Modelle aus Nylon erhältlich. Diese schützen vor Blasen und kleinen Verletzungen bei der Arbeit mit Seilen und Tauwerk. 

Ausführung 

Halb- oder Vollfingerhandschuhe? Vor dieser Frage steht so mancher Segler. Der Unterschied besteht im Fingergefühl. Wenn beim Segeln viele Aufgaben mit Fingerspitzengefühl gefragt sind, sollte man auf die Halbfingerhandschuhe zurück greifen. Zu beachten ist natürlich, dass der Schutz nun nicht mehr vollends gegeben ist. 

Mehr Grip und mehr Schutz bieten dagegen die Vollfingerhandschuhe. Hier sind auch die Fingerspitzen geschützt. 

Kompromiss gefällig? Es gibt sogenannte Hybrid-Segelhandschuhe. Hier sind lediglich an Daumen und Zeigefinger Aussparungen an den Fingerspitzen. Wärmeisolation und Fingerspitzengefühl zugleich. 

Der (Hand-) Schuh passt!

Der Kauf vom Segelhandschuh ist vergleichbar mit normalen Schuhwerk. Nur wenn er richtig sitzt, kann er auch richtig schützen. Ist der Handschuh zu locker kann er leicht verrutschen oder wird gar zu einer Behinderung. Gerade bei nachgebenden Material also drauf achten, dass der Handschuh eher eine Nummer kleiner benötigt wird. 

Achtet beim Kauf vor allem auf folgende Merkmale: 

  • Gute Verarbeitung des Materials 
  • Verstärkungen für längere Lebensdauer des Materials
  • Spezieller Grip ist ein guter Ad-on 
  • Nun als letzte Frage? Wo geht das Abenteuer hin? 

Rettungswesten – Unterschiede, Sicherheit und Wartung

Wartung von Rettungswesten 

Die Kontrolle der Rettungsweste ist vor jedem Segeltörn ein Muss. Sie sollte auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden, indem die Gurte, Schnürschnallen ,die CO2-Patrone und der Auslösemechanismus kontrolliert werden. 

In der weiteren Wartung unterscheiden sich nun Automatik-Rettungswesten von Feststoffwesten.

Feststoffwesten
Eine Feststoffweste ist eine Rettungsweste, die zumeist aus Polyester mit Polyethylen-Schaum-Füllung besteht. Durch die Füllung erhält eine Feststoffweste ihren Auftrieb und kann damit Leben retten. Zudem bieten die meisten Feststoffrettungswesten einen Ohnmachtsschutz, der wenn der Träger der Feststoffweste im Wasser ohnmächtig werden sollte, das Gesicht nach oben hält und so die lebensnotwendige Luftzufuhr gewährleistet. Häufig hat eine Feststoffweste einen Schrittgurt, um ein Herausrutschen aus der Schwimmweste zu verhindern. Auch Signalpfeifen sind bei vielen Feststoffwesten inbegriffen, die eine schnellere Ortung im Falle eines Abtreibens vom Schiff ermöglichen. Geeignete Feststoffwesten gibt es bereits für Babys und Kleinkinder.

Wartung von Feststoffwesten

Allgemein wird gesagt, dass die Lebensdauer einer Feststoffrettungsweste maximal 10 Jahre beträgt. Dieser Westentyp ist zwar wartungsfrei, sollte jedoch jährlich geprüft werden. Die Sicherheit kann beeinträchtigt werden, wenn die Weste Beschädigungen am Material aufweist.

Automatikwesten
Automatikwesten sind Rettungswesten, die sehr komfortabel sind, da die Auftriebskörper bis zur Auslösung komplett leer sind und so die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird. Das erhöht den Tragekomfort auf dem Boot erheblich. Erst durch Wasserkontakt oder manuelles Wirken füllt sich der Schwimmkörper dieser Rettungsweste, dabei wird die Gasdruckpatrone im Inneren durch den Zug an der Reißleine oder durch eine Schmelztablette ausgelöst. Die Patrone der Automatikweste lässt dann das Gas in den Auftriebskörper ausströmen, was zu einem sehr starken Auftrieb von bis zu 300N führt.
Wenn man eine Automatik-Rettungsweste an Bord hat, dann sollte zusätzlich auch das passende Wartungskit dabei sein. Falls die Rettungsweste einmal ausgelöst wurde, muss die Patrone und der Auslöseautomat ausgetauscht werden, damit diese wieder einsatzbereit ist. Aber Achtung, bei der Wahl des Wartungskits muss darauf geachtet werden, dass die richtige Patronengröße und die passende Auslösevorrichtung gewählt wird. 

Wartung der Automatikweste:
Um eine Automatik-Rettungsweste langlebig zu erhalten, sollte sie gepflegt werden, dann kann die Automatikweste bis zu 14 Jahre eingesetzt werden, ohne Lücken in der Sicherheit aufzuweisen. Für die Instandhaltung muss die Automatikweste alle zwei Jahre gewartet werden. Eine solche Wartung kann durch den Hersteller oder durch eine akkreditierte Wartungsstelle durchgeführt werden. 

Noch mehr für deine Rettungsweste?
Lifelines sind ein sehr gutes Zubehör, falls es an Bord mal etwas wackeliger und stürmischer werden sollte, da dadurch immer eine Verbindung zwischen Rettungsweste und Boot besteht.
Außerdem kann man die Weste mit passender Seenotleuchte und einem Sprayhood austatten.

Grünes Segeln – Alles für die Umwelt

Wie kann umweltfreundlicher gesegelt werden?

Gewissenhaft mit der Umwelt umgehen, die Tier- und Pflanzenwelt nicht unnötig stören und das Ökosystem versuchen aufrecht zu erhalten. All das sollte ein Jeder von uns berücksichtigen. Auch beim Segeln sollte der Schutz der Umwelt ein wichtiges Thema sein. Es wird nicht umsonst auf zahlreichen Segelinformationsseiten behandelt.
Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten “grüner” zu segeln und mehr Acht auf seine Umgebung zu geben.

Tierreich und Vegetation

Um die Tier- und Pflanzenwelt nicht unnötig zu stören, gibt es ein paar Richtlinien, welche man beim nächsten Segelausflug versuchen sollte zu beachten.
Es ist immer eine große Versuchung, wenn Wale, Delfine oder andere seltene Meereslebewesen auf See gesichtet werden, so nah wie möglich an sie heran zu fahren um ein gutes Bild von ihnen zu erhaschen, um der Tiere willen sollte das jedoch unterlassen werden. Ein Foto zu schießen, klappt auch aus einiger Entfernung.

Wenn Vogelschwärme auf dem Wasser oder Seehundgruppen an Uferbänken erblickt werden, einfach die Geschwindigkeit drosseln und einen großen Bogen fahren, somit werden die Tiere nicht gestört und das Segeln kann weiter gehen. Es empfiehlt sich ein Mindestabstand von 300 bis 500 Metern zu den einzelnen Tiergruppen.

Sand- und Schlammbänke sowie Uferhölzer sind beliebte Aufenthaltsorte für viele Vögel. Damit das Federvieh seine Pause ungestört verbringen kann, einfach auch hier auf den Abstand achten.
Schilfgürtel, Röhrichtbestände und andere dicht bewachsene Uferpartien sollten so gut es geht vermieden werden, um Fische, Kleintiere, Vögel und Pflanzen nicht zu gefährden.
Zusätzlich gilt auch bei seichtem Wasser Vorsicht, da dies ein beliebter Ort für Fische ist, um zu laichen.
Besonders beim Lichten des Ankers, sollte darauf geachtet werden, dass keine Riffe oder sonstige Vegetation zerstört wird.
Darüber hinaus ist es ratsam sich vor einem Segeltörn gut über die geplante Route zu informieren. Falls diese Naturschutzgebiete beinhalten sollte, einfach den Kurs für dieses Gebiet ändern.

Die Entsorgung

Das Meer ist keine Mülltonne!
Natürlich ist überwiegend den Seglern dieses bewusst, dennoch schadet es nicht, sich explizit mit dem Thema Entsorgung näher auseinander zu setzen.

Abfälle, die sich über die Zeit an Bord anhäufen, sollten gesammelt, getrennt und in dafür vorgesehen Entsorgungscontainer, welche sich in den meisten größeren Häfen befinden, entsorgt werden. Gleiches gilt auch für die Bordtoilette, denn i. d. R. gibt es hierfür Abwasserpumpstationen, an denen das Schmutzwasser beseitigt werden kann.
Sehr vorsichtig sollte mit der Entsorgung von Altöl umgegangen werde, denn bereits durch einen kleinen Tropfen Öl kann großer Schaden entstehen.

Strom & Motor

Segeln ist von Haus aus die umweltschonendste Variante der Fortbewegung auf dem Wasser. Doch auch hier geht es oft noch grüner:
Anstelle eines Benzin- oder Dieselmotor auf einen Elektromotor umsteigen und wenn diese nicht im Einsatz sind, sollten sie ausgeschalten werden, um unseren Lebensraum nicht unnötig durch Abgase und Lärm zu belasten.
Den sonstigen Stromhaushalt am besten mit Photovoltaikanlagen oder Windgeneratoren kontrollieren.
Denn was gibt es auf See meist zu genüge und scheint endlos zur Verfügung zu stehen? Genau, Wind und Sonne.

Öl & Treibstoffe

Der Bootseigner muss unbedingt darauf achten, dass keinerlei Öl oder Treibstoff ausläuft! Sollte dies der Fall sein, muss der Schaden sofort behoben werden.
Es besteht die Möglichkeit ölabsorbierende Kissen zu verwenden, diese werden einfach unter den Motor im Kielraum angebracht, bitte von Zeit zu Zeit kontrollieren.
Wenn der nächste Ölwechsel ansteht, sollte an eine Ölwechselpumpe gedacht werden, welche das Öl in einen auslaufsicheren Behälter füllt. Auch der Ölfilter sollte am besten mit einem absorbierenden Kissen umwickelt werden.
Wie schon erwähnt, ist bei der Entsorgung von Altöl allergrößte Vorsicht geboten. Die Entsorgung darf nur in dafür vorgesehene Container erfolgen.
Auch beim Befüllen eines Benzin- oder Dieselmotors muss unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Treibstoff ins Wasser tropft.

 

Reinigungsmittel

Es kann noch mehr für unser sensibles Ökosystem getan werden, z.B. bei der Reinigung des Bootes. Es empfiehlt sich umweltfreundliche Reinigungs und Erhaltungsmittel zu verwenden, da diese die Flora und Fauna nicht beeinträchtigen. Es sollte sich gut überlegt werden, ob der Gebrauch von Biozidhaltigen Antifoulingen Produkten wirklich notwendig ist, es verhindert zwar den Bewuchs eines Segelbootes, somit aber auch schädigend auf andere Organismen wirkt. Es sollte also eine naturverträglichere Alternative genutzt werden.

Auch der Deutsche Seglerverband weist in seinem Blog über Antifouling darauf hin und bietet sogar verschiedene Möglichkeiten: “Silikon- und Teflonbeschichtungen, biozidfreie erodierende/selbstpolierende Systeme oder spezielle mechanische Reinigungsverfahren werden bereits auf dem Markt angeboten. Auch anorganische Zinkverbindungen stellen sinnvolle Alternativen dar.”

Aber nicht nur unser Boot kann auf umweltfreundliche Pflegeprodukte umsteigen, auch der Segler selbst, sollten sich Gedanken über seine eigenen Pflegeprodukte machen, wie Duschgel, Shampoo oder Sonnencreme, denn diese enthalten oftmals Chemikalien die der Natur genauso schaden können.

Bei dem nächsten Kauf einfach mal darauf achten und eventuell auf eine ökologische Alternative zurückgreifen.

Das Segeln an sich ist schon ein relativ umweltfreundlicher Sport, aber es gibt gewisse Bereiche, die noch verbesserbar sind und die das Tierreich und unsere Vegetation noch mehr schützen können.
Wir alle können immer noch mehr dafür tun, um die vergangenen Fehler wieder gut zu machen und es primär in der Zukunft anders zu gestalten.
Vor allem die Befreiung der Ozeane von Müll ist ein Punkt der in Angriff genommen werden sollte. Jedes Jahr sterben mehr als 1000 Seevögel, Schildkröten und andere Meeressäugetiere an den Folgen von Plastikmüll.
Nie schaden wird es, selbst mit anzupacken und den Müll, der am Strand oder im Meer entdeckt wird, mitzunehmen und standardgemäß zu entsorgen.

Wir werden nie genug für unseren Lebensraum tun können.

Wir sagen Grünes Segeln: JA!!!

 

Bordelektronik – Wie viel muss wirklich sein?

Heutzutage kann jegliche Elektronik für ein Segelboot gekauft werden, was komfortabel ist und das Segeln erheblich erleichtern kann, aber ist es wirklich nötig oder reicht oftmals schon eine kleine Auswahl an elektronischer Ausrüstung?

Was braucht ein Segler auf See tatsächlich? Und gibt es auch Alternativen die kein Strom benötigen?

Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite ist man der Ansicht, ein Kompass, ein GPS-Gerät und Wind reichen völlig aus um die Segel zu setzen. Die andere Front ist der Meinung ohne UKW-Seefunkgerät, Autopilot, Seekartenplotter, Radar, Echolot, Satellitentelefon und und und..  geht gar nichts mehr.

Was jedoch ein Jeder bedenken sollte, sobald die Elektronik ausfällt, bist du auf dich und dein Wissen angewiesen.  Was bringt es, wenn man den allerneuesten Kartenplotter mit vielen Features hat, aber nicht einmal eine normale Seekarte lesen kann? Am besten sollte es möglich sein die grundlegende Ausrüstung auch ohne Strom an Bord betreiben zu können.

Die vier wichtigsten Bereiche der Bordelektronik, welche ein Bootseigner abgedeckt haben sollte sind: Stromversorgung, Navigation, Antrieb und Notfallausrüstung.

Stromversorgung

Batterien werden an Bord en masse benötigt, schon alleine für die Beleuchtung. Sie sollten daher am besten aufladbar sein, wenn für längere Zeit kein Land in Sicht ist.

Der ein oder andere setzt hierbei auf den Diesel- oder Benzinmotor, welcher auch zuverlässig funktionieren kann, aber was passiert, wenn der Diesel oder das Benzin ausgeht? Für das Boot selbst stellt es kein Problem dar, wenn kein Wind geht, dümpelt man eben durch die Flaute, jedoch für den Rest der Bordelektronik kann es durchaus problematisch werden. Und gerade heute in Zeiten von hohen Schadstoffbelastungen sollte auch die Umweltverträglichkeit ins Auge gefasst werden.

Auch ein Gas Generator kann zwar gute Leistungen bringen, birgt allerdings ebenso ein Treibstoffproblem mit sich.

Deshalb sind der Windgenerator und die Solaranlage echte Alternativen, auch wenn ein Windgenerator ziemlichen Lärm verursachen kann, doch ist es eine sehr umweltfreundliche und vor allem ökologische Alternative. Aber was funktioniert am besten?

Die Mischung macht’s, ein gut funktionierender Wind- und Solargenerator und ein anderen zusätzlichen Stromerzeuger (Gas, Benzin oder Diesel), welcher als Backup-Stromversorgung fungiert, stellen die perfekte Ausrüstung dar.

Navigation

Was eine gute Navigationstechnik ist, ist Ansichtssache. Ein Mancher kann nur mit Echolot, UKW-Seefunkgerät, Seekartenplotter,  Radar, Autopilot und Satellitentelefon ins Meer stechen.

Doch in den meisten Fällen kann ein Segler auch mit weniger auskommen.

Ohne die Navigationsleuchten und Positionslichter geht heute nichts mehr, vor allem wenn durch die Nacht gesegelt wird.  Aber auch bei schlechten Wetterbedingungen verlangt es nach den Leuchten. Diese sind notwendig, damit der Bootseigner selbst etwas sehen kann und auch andere Segler in Entfernung über die Situation des Bootes Bescheid wissen. Zumindest die Standardbeleuchtung sollte vorhanden sein, Backbordseite rotes Licht, Steuerbordseite grünes Licht und für das Hecklicht eine weiße Leuchte, je nach Größe des Bootes, können die Anforderung dennoch variieren.

Von Vorteil wären zusätzliche Sonderlicher, welche genauere Auskunft über die Situationen des Bootes geben, wie z.B. rot, weiß, rot manövrierbehindert oder rot , rot manövrierunfähiges Boot.

Die wichtigste Funktion der Lichter ist die Kollision zweier Boote zu verhindern.

Ein Echolot, ist eine bequeme Variante um die Wassertiefe messen zu können, wohingegen das Handlot zwar eine veraltete, aber dennoch effektive und stromfreie Option darstellt.

Mit einem Funkgerät wird nichts falsch gemacht, zumal es in Notsituation mehr als hilfreich seien wird. Ob es unbedingt ein UKW-Seefunkgerät notwendig ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Ein Funkgeräte erweist sich durchaus als sinnvoll, da es vor allem in Notsituation sehr hilfreich sein kann.

Ein Schiffsnavigationsgerät, welches eine elektronische Seekarte anzeigt und einem immer die aktuellsten Informationen übermitteln kann, kann ein hervorragender Luxus sein. Ein Seekartenplotter kann äußerst hilfreich und eine große Erleichterung sein, aber niemand wird einen Segler davon abhalten, auf die Elektronik zu verzichten und nur eine Seekarte mitzunehmen. Wer im Kartenlesen geübt ist und nicht unbedingt eine Weltreise plant, für den reicht sie aus. Jedoch sollte heute grundsätzlich ein GPS Gerät Griffbereit sein.

Hier empfiehlt sich gegebenenfalls ein fest installiertes und ein Hand GPS um auf Nummer sicher zu gehen. Mit zusätzlich einem Sextanten an Bord, hat der Bootsführer die Möglichkeit auf Elektronik zu verzichten und es ist zugleich noch ein Backup, falls die GPS-Geräte ausfallen sollten. Allerdings sollten vorher ein grobes Wissen der Astronavigation angeeignet werden, um ein Sextant überhaupt nutzen zBild 25.03.19 um 13.15u können.

Ein weiterer Punkt der elektronischen Navigationsausrüstung ist der Autopilot. Das Boot wird sozusagen von selbst gesteuert, der Bootseigner kann sich bei leichten Seegang entspannt zurück lehnen, einen Kaffee trinken, die Aussicht genießen oder sein Logbuch pflegen.

Die stromfreie Variante, die Windfahnensteuerung, die kurz gesagt, ein mechanisch betriebener Autopilot ist, welcher wie erwähnt keinen Strom benötigt. Also eine gute Lösung für diejenigen unter euch darstellt, die wirklich versuchen nur das nötigste an Elektronik an Bord zu haben.

Die gänzlich unerschrockenen verlassen sich auf die gute alte Windfahne. Die bei aufmerksamer Seefahrt ihren Zweck durchaus erfüllt und der Segler hält stets das Ruder in der Hand.

Zusammengefasst ist folgendes an Navigationselektronik zu empfehlen, Positionslichter und Navigationsleuchten, GPS-Gerät, Autopilot/Windfahnensteuerung und wenn es eine größere Reise sein soll, erweist sich der Seekartenplotter sicherlich als sinnvoll.

Antrieb

Dass das Segelboot hauptsächlich durch Wind und Segel an Geschwindigkeit gewinnt ist selbstredend, doch so manch einer versetzt seinem Boot ein wenig extra Antrieb, sei es ein Einbau-oder Außenbordmotor. Bootsmotoren können das Segler Dasein um einiges komfortabler gestalten. Zum einen kann bei Flaute die Fahrt fortgesetzt werden, zum anderen ist das manövrieren, vor allem im Hafen einfacher. Als Bootsmotoren kommen Diesel, Benzin, Gas, Elektro oder sogar Solarmotor zum Einsatz.

Niemals vergessen werden sollte die Notfallhilfe.

Hierfür kommen ein Funkgerät bzw. ein Satellitentelefon oder ein Epirb Notfall Gerät in Frage. Eine Seenotboje ist eine gute Lösung, sollte aber am besten ebenfalls mit einem GPS-Gerät ausgestattet sein.