Bilgenpumpen
Damit sich dein Boot nicht mit Bilgenwasser füllt, sind Bilgenpumpen an Bord unerlässlich. Zuverlässig, robust und langlebig sollen sie sein. Gerne auch automatisch. In unserem Ratgeber zu Bilgenpumpen erhältst du alle wichtigen Infos zur Wahl des passenden Produkts. Erkunde jetzt unser breites Sortiment an Bilgenpumpen und halte deine Bilge trocken.
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Was ist eine Bilgenpumpe?
Die Bilge ist der unterste Teil im Inneren des Schiffsrumpfes. Dort sammeln sich allerhand Flüssigkeiten. Diese Ansammlung ist das Bilgenwasser. Darin befinden sich auch Motorflüssigkeiten, Ölrückstände und andere Verschmutzungen. Eine Bilgenpumpe ist eine spezielle Tauchpumpe, welche die Bilge eines Bootes auspumpen soll. Sie ist gezielt für die dortigen Anforderungen optimiert.
Wegen der Zusammensetzung des Bilgenwassers muss eine Bilgenpumpe deutlich resistenter sein als beispielsweise eine Frischwasserpumpe. Das Abpumpen von Wasser aus einem Boot nennen Seeleute Lenzen. Bilgenpumpen sind für die Bilge angepasste Lenzpumpen.
Wie funktioniert eine Bilgenpumpe?
Bilgenpumpen kannst du sowohl elektrisch als auch händisch betreiben. Elektrische Bilgenpumpen liegen am Bordnetz an und haben eine Spannungsaufnahme von 12V oder 24V. Sie lassen sich wahlweise manuell via Bilgenschalter starten oder sie aktivieren sich automatisch über einen integrierten oder externen Mechanismus (meist einem Schwimmschalter).
Manuelle Bilgenpumpen betreibst du mit Muskelkraft. Über einen Pumphebel beförderst du mit ihnen das Wasser über Bord. Heute werden diese rein manuellen Bilgenpumpen zumeist (Hand-)Lenzpumpen genannt.
Wo sitzt die Bilgenpumpe?
Ihr Name verrät es bereits: die Bilgenpumpe ist in der Bilge zuhause. Sie kann entweder fest am tiefsten Punkt der Bilge befestigt sein, oder aber mobil platziert werden, um die größten Wasseransammlungen gezielt abzupumpen. Und wer etwas Glück hat und ganz genau hinschaut, findet in der Nähe der Pumpe vielleicht auch das sagenumwobene Bilgenschwein.
Automatisch, elektrisch oder manuell - Welche Pumpe sollte ich kaufen?
Elektrische und manuelle Bilgenpumpen haben beiderseits Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil einer elektrischen Pumpe ist natürlich, dass du die Hände für andere Aufgaben an Bord frei hast. Ein Knopfdruck genügt und das Abpumpen beginnt. Elektrische Bilgenpumpen haben eine hohe Förderleistung und sind für den regelmäßigen Gebrauch bestens geeignet. Eine zuverlässige Stromversorgung des Pumpsystems sowie regelmäßige Wartung sind für sie allerdings ein absolutes Muss.
Wenn dein Boot oft im Hafen liegt, lohnt sich die Anschaffung einer automatischen Bilgenpumpe. Diese sind nicht nur elektrisch, sondern haben zusätzlich einen integrierten Schwimmschalter, der die Pumpe einschaltet, sobald ein bestimmter Wasserstand erreicht ist. So musst du nicht ständig zum Liegeplatz reisen, um in der Bilge nach dem Rechten zu schauen. Besonders bei Automatikpumpen musst du eine stetige Stromversorgung und regelmäßige Wartung sicherstellen, damit dein Boot nicht unbemerkt voll läuft.
Wenn du bereits eine elektrische Bilgenpumpe verbaut hast, kannst du diese über einen nachgerüsteten Schwimmschalter (oder einen anderen Bilgenpumpenschalter) ohne sonderlich großen Aufwand zu einer automatischen machen.Manuelle Bilgenpumpen hingegen sind jederzeit Einsatzbereit. Mittels Pumphebel beförderst du das Bilgenwasser per Muskelkraft von Bord. Für den absoluten Notfall ist eine zusätzliche mobile Handpumpe bzw. Handlenzpumpe in jedem Fall empfehlenswert, da sich Wasseransammlungen auch bei ausgefallener Stromversorgung gezielt abpumpen lassen.
Technische Unterschiede von Bilgenpumpen
Bilgenpumpen erhältst du in drei unterschiedlichen Typen. Je nach Pumptechnik unterscheiden sich auch ihre Eigenschaften. Manuelle Bilgenpumpen sind oft Membranpumpen. Sie eignen sich besonders für kleine bis mittelgroße Boote, mit geringen Stromreserven. Da sie zu den Verdrängerpumpen zählen, pumpen sie Flüssigkeiten effizient nach oben. Außerdem sind sie selbstansaugend und leicht zu warten, da du sie nicht unter Wasser installieren musst. Allerdings sind sie vergleichsweise anfällig gegen Verschmutzungen. Du solltest also immer ein Sieb bzw. einen Filter am Pumpeneinlass anbringen, um die Pumpe vor Schäden zu schützen.
(Hub-)Kolbenpumpen arbeiten wie auch Membranpumpen nach dem Verdrängungsprinzip und teilen einige ihrer Eigenschaften. Sie sind ebenfalls selbstansaugend und leicht zu warten, da du sie außerhalb der Bilge platzieren kannst. Aber sie sind auch anfällig gegenüber Verschmutzungen und benötigen einen Filter an der Ansaugung. Die Besonderheit der Kolbenpumpen liegt in ihrer Fähigkeit auch dickflüssige Substanzen effektiv abzupumpen. So befreien sie deine Bilge auch zuverlässig von Schlamm und anderen festeren Flüssigkeiten. Sie sind somit auch eher für kleine bis mittlere Boote geeignet. Auf großen Schiffen sind sie allerdings oft ergänzend zu Kreiselpumpen verbaut.
Kreiselpumpen sind eine kostengünstige Methode effizient viel Wasser zu bewegen. Auch kleine Ablagerungen bewältigen sie problemlos. Das macht sie zwar widerstandsfähiger gegen Schmutz, allerdings sind sie nicht für den Trockenlauf geeignet und sind auch nur selten selbstansaugend. Zudem ist ihr vertikales Pumpvermögen vergleichsweise gering. Da sie die Bilge dadurch nicht vollständig leer pumpen können, ist die Kombination mit einer Kolbenpumpe nötig. Kreiselpumpen eignen sich daher eher für große Boote und Schiffe.
Zubehör für Bilgenpumpen
Über eine Schalttafel bzw. ein Bilgenpumpenpanel kannst du deine Bilgenpumpe bequem steuern. Diese Panele haben oft schon einen Bilgenpumpenalarm integriert. Besonders bei automatischen Modellen empfiehlt es sich die Aktivität der Pumpe im Auge zu behalten. Hast du nämlich ein unentdecktes Leck, welches die Bilgenpumpe dauerhaft auf Trab hält, kannst du das schon über die Leuchten am Bedienpanel erkennen.
Aber auch ohne Automatikfunktion ist ein Alarmschalter für die Bilgenpumpe sehr wertvoll, da er dich bei steigendem Wasserstand frühzeitig warnt. So kannst du weiteren Schäden oder einem unbemerkten Volllaufen vorbeugen.
Es ist weiterhin möglich, dass du die Pumpe nicht wie idealerweise vorgesehen am tiefsten Punkt der Bilge positionieren kannst. Hier helfen dir Bilgensaugkörbe bzw. Bilgenabscheider weiter, die das Bilgenwasser zur Pumpe weiterleiten. Allerdings wirkt sich das auf die Durchflussmenge aus, da das Ansaugen schwerer ist als das Hochpumpen. Die Pumpe muss in diesem Fall bis zu einer gewissen Höhe ansaugen. Dafür benötigt sie mehr Leistung, um das selbe Volumen zu bewegen.