Landanschluss
Auf den meisten Steganlagen in Europas Yachthäfen findet man heutzutage standardmäßig CEE-Steckdosen, geeignet für 200-250V. Landseitig wird dafür immer der blaue, 3-adrige CEE-Stecker benötigt. Sollten Landseitig nicht genügend Steckverbindungen zur Verfügung stehen, kann man einen CEE-Stecker am Steg mittels einem Y-Kabeladapter auf zwei Boote aufteilen. (maximal zulässige Leistungsaufnahme der Steganlage beachten). Auf der Bootsseite des Landanschlusskabel wird die Verbindung meistens mit dem fest eingebauten CEE-Einbaustecker mittels (ebenfalls blauer) CEE-Buchse hergestellt. Das Landanschlusskabel ist immer 3-polig und sollte den vorgeschriebenen Kabelquerschnitt von 3x2,5mm haben. Nach DIN EN 60092-507 ist die auf Booten maximal zulässige Länge des Landanschlusskabel 25 m. Um das Landanschlusskabel auch im Winterlager an Land zu nutzen, ist ein Adapter mit einer CEE-Buchse für die Bootsseite und einem haushaltüblichen Schucostecker für die Steckdose sinnvoll. Alle CEE-Stecker sind spritzwassergeschützt.Produkte filtern
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Landstromsystem passend zum Boot auswählen
Für einen sicheren Landstromanschluss am Boot sollten zuerst Strombedarf, vorhandenes Bordnetz und benötigte Anschlussleistung bestimmt werden. Anschließend lassen sich passende CEE-Anschlüsse, Landstromkabel, Adapter und Schutzkomponenten auswählen. Entscheidend ist, dass alle Komponenten technisch zusammenpassen und die 230-V-Anlage fachgerecht installiert wird. So steht im Hafen zuverlässig Landstrom zur Verfügung, ohne unnötige Risiken für Bordelektrik oder Unterwasserteile.
CEE-Landstrom für Boote
In europäischen Marinas ist der blaue CEE-Anschluss für 230 V weit verbreitet. Besonders häufig kommen 16-A-Anschlüsse zum Einsatz, während größere Yachten je nach elektrischer Ausstattung auch stärkere Systeme nutzen können. Mit unseren Produkten beliebter Marken wie Marinco und Philippi liegst du qualitativ immer auf der richtigen Seite.
Am Boot selbst wird meist eine fest installierte Landstromsteckdose beziehungsweise Einspeisung verwendet. Entscheidend ist, dass Bordanschluss, Kabel, Stecker und Absicherung für dieselbe Spannung und Stromstärke ausgelegt sind. Ein 16-A-Kabel sollte deshalb nicht einfach mit einem leistungsstärkeren Anschluss kombiniert werden, ohne die Belastbarkeit des gesamten Systems zu berücksichtigen.
Landstromkabel passend auswählen
Ein Landstromkabel fürs Boot muss lang genug sein, um die Steckdose am Steg zuverlässig zu erreichen. Gleichzeitig spielen Leiterquerschnitt, zulässige Stromstärke und das verwendete Stecksystem eine wichtige Rolle.
Sehr lange Leitungen sollten nicht allein nach Reichweite ausgewählt werden. Mit zunehmender Kabellänge können Spannungsabfall und elektrische Verluste stärker ins Gewicht fallen. Auch Adapter können praktisch sein, wenn am Liegeplatz ein anderes Stecksystem vorhanden ist. Sie verändern jedoch nicht die Belastbarkeit des nachfolgenden Landstromsystems.
16 A oder 32 A?
Welche Anschlussleistung benötigt wird, hängt davon ab, welche Verbraucher an Bord gleichzeitig betrieben werden sollen. Ein kleineres Boot mit Batterieladegerät und wenigen 230-V-Geräten kommt oft mit einem 16-A-Landanschluss aus. Auf größeren Yachten mit Boiler, Klimaanlage, Elektrokocher oder weiteren leistungsstarken Verbrauchern kann eine höhere Anschlussleistung erforderlich sein. Wichtig ist, dass Landstromanschluss, Bordverkabelung, Schutzschalter und Verbraucher aufeinander abgestimmt sind.
FI/RCD und Leitungsschutz
Bei einem 230-V-Anschluss auf dem Boot sind geeignete Schutzmaßnahmen unverzichtbar. Fehlerstromschutzschalter und Leitungsschutzschalter schützen vor Fehlerströmen, Überlastung und Kurzschluss. Das verhindert auch Schäden an den Bootsbatterien.
Da Wasser und Elektrizität eine besonders kritische Kombination darstellen, sollte die Installation der Landstromanlage nicht als gewöhnliche Steckdoseninstallation betrachtet werden. Arbeiten an der 230-V-Bordelektrik sollten fachgerecht und nach den Vorgaben der jeweiligen Gerätehersteller sowie den geltenden Normen ausgeführt werden.
Galvanische Korrosion durch Landstrom
Ein Landanschluss verbindet das Boot über den Schutzleiter elektrisch mit dem Stromnetz an Land. Dadurch können unter bestimmten Bedingungen geringe Potentialunterschiede entstehen, die galvanische Korrosion an metallischen Unterwasserteilen begünstigen.
Betroffen sein können beispielsweise:
- Propeller
- Wellen
- Seeventile
- andere metallische Komponenten unter Wasser
Zur Verringerung solcher Ströme kommen je nach Anlage galvanische Isolatoren oder Trenntransformatoren zum Einsatz. Ein galvanischer Isolator blockiert bestimmte niedrige Gleichspannungen im Schutzleitersystem. Ein Trenntransformator trennt das Bordnetz dagegen galvanisch vom Landnetz.
Schutz gegen Feuchtigkeit beachten
Landstromstecker und Bordanschlüsse sind an Deck oder im Cockpit Feuchtigkeit, Spritzwasser und salzhaltiger Luft ausgesetzt. Deshalb sollten Außenkomponenten eine zum jeweiligen Montageort passende Schutzart besitzen und für den Marineeinsatz vorgesehen sein. Auch Steckverbindungen und Kabel sollten regelmäßig auf Beschädigungen, Korrosion und sicheren Sitz kontrolliert werden.