Marine-Ferngläser
Egal ob Hobbysegler, Profisegler oder einfach nur Mitsegler – ein Marine-Fernglas ist für jeden ein absolutes Muss, um auf hoher See den Überblick zu behalten und die Aussicht zu genießen. Damit das Fernglas auch bei starkem Wellengang ein zuverlässiger Begleiter ist, gibt es eine Reihe von hochwertigen Ferngläsern, die auf die Bedürfnisse von Wassersportlern abgestimmt sind. Mit der einfachen Handhabung, der Robustheit und einem weiten Sichtfeld gelingt mit den hier aufgeführten Modellen die Navigation auf dem Wasser problemlos.
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Durchschnittliche Bewertung von 4.6 von 5 Sternen
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Wasserdicht, beschlagfrei und schwimmfähig - Besonderheiten von Marine-Ferngläsern
Ein nautisches Fernglas sollte zuverlässig gegen Regen, Spritzwasser und hohe Luftfeuchtigkeit geschützt sein. Besonders empfehlenswert sind wasserdichte Modelle mit Stickstofffüllung. Diese verhindert, dass sich im Inneren Feuchtigkeit niederschlägt und die Linsen bei schnellen Temperaturwechseln von innen beschlagen.
Dabei ist zu beachten, dass wasserdicht nicht automatisch schwimmfähig bedeutet. Ein wasserdichtes Bootsfernglas kann beim Sturz ins Wasser trotzdem untergehen. Schwimmfähige Modelle oder ein gut sichtbarer Schwimmgurt erleichtern die Bergung erheblich.
Eine robuste Gummiarmierung schützt das Gehäuse vor Stößen und sorgt auch mit nassen oder kalten Händen für einen sicheren Griff. Für den regelmäßigen Einsatz auf Salzwasser sollte das Fernglas außerdem korrosionsbeständig verarbeitet sein.
Auswahlkriterien – welches Fernglas ist für wen geeignet?
Bei eher minderwertigen Ferngläsern geht nicht nur die Freude durch unscharfe Bilder verloren, sondern es können auch die Augen überanstrengt werden, was Kopfschmerzen verursachen kann. Daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf bewusst zu machen, welches Fernglas am besten geeignet ist. Herausragende Hersteller sind beispielsweise Bresser und Steiner. Bei der Wahl spielt vor allem der Einsatzzweck eine bedeutende Rolle. Auf dem Wasser sind insbesondere Marine-Ferngläser, die für nautische Zwecke und den Wassersport geeignet sind, empfehlenswert.
Da man sich auf Segelbooten und Schiffen auf einem eher schwankenden Untergrund befindet, sind Gläser mit einer geringeren Vergrößerung und großer Austrittsblende zu empfehlen, um dennoch ein ruhiges und stabiles Bild zu erreichen. Zwar gewinnt das Fernglas dadurch an Schwere, an Bord stellt das jedoch keinen Nachteil dar, da keine langen Wege zu Fuß zurückgelegt werden müssen. Ein hoher Kontrast ist auf See ebenfalls von Vorteil.
Zurückgegriffen werden sollte auf wasserdichte Porroprismen – Ferngläser mit Kompass und Strichskala. Somit können Distanzen und Größen abgeschätzt werden, was die Navigation auf See erleichtert. Ratsam sind zudem Marine-Ferngläser mit Stickstoff-Füllung, die einer Druckwasserdichte von mehreren Metern standhalten und nicht beschlagen.
Brillenträger mit auf beiden Augen unterschiedlich stark ausgeprägter Sehstärke sollten auf ein Marine-Fernglas zurückgreifen, bei dem durch den Dioptrienausgleich der Abstand zwischen dem Okular und dem Objektiv bei beiden Hälften unterschiedlich eingestellt werden kann.
Bei älteren Nutzern sagt man oft, dass diese lieber zu Ferngläsern mit kleineren Austrittspupillen greifen sollen, da sich die Ausdehnung der Pupillen mit zunehmendem Alter verringert. Dadurch kann das Licht bei einer Austrittspupille nicht mehr vollständig genutzt werden, wenn die Pupillen der Augen kleiner sind.
Allerdings wird diese Öffnungsabnahme der Pupillen oft überschätzt, sodass ältere Personen oft zu kleine Ferngläser nutzen. Daher sollte auch in einem höheren Alter lieber zu Ferngläsern mit einer größeren Austrittspupille greifen. So wird der Sehkomfort erheblich verbessert und es gibt keine schwarzen Schatten bei der Nutzung des Fernglases.
Auch eine angenehme Handhabung im Bezug auf die Schwerpunktbildung und die Griffigkeit sollte nicht außer Acht gelassen werden. Zu guter Letzt sollte man sich überlegen, ob man eher tagsüber oder bei Dämmerung unterwegs ist. So sind Ferngläser, deren Objektivdurchmesser bei 30 liegt, eher für schönes Wetter geeignet, während Ferngläser mit einem Objektivdurchmesser von 50 bei dämmrigem Licht ein besserer Begleiter sind.
Technische Daten
Heutzutage unterscheiden sich Ferngläser im Bezug auf ihre Qualität enorm, da die optische Leistung von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist. Ein Fernglas besteht aus zwei einzelnen Fernrohren, die miteinander verbunden sind. Dabei besitzt jedes dieser Rohre ein Augenstück, das sogenannte Okular, ein Objektiv und Prismen. Um das Fernglas scharf zu stellen, werden die Okulare zum Objektiv hin- oder wegbewegt.
Die Austrittspupille, die sich kurz vor den Okularen befindet, sollte im Idealfall mit dem Durchmesser der Augenpupille des Betrachters übereinstimmen. Während bei hellen Lichtbedingungen ein kleinerer Durchmesser ausreicht, verbessert sich die Bildqualität abends und bei schlechten Lichtverhältnissen bei einem größeren Durchmesser.
Der Augenabstand bezeichnet den Abstand zwischen den Augen und den Okularen und ist bei den herkömmlichen Ferngläsern verstellbar, was das Produkt auch für Brillenträger geeignet macht.
Unter der Pupillendistanz versteht man den Abstand der Austrittspupillen der beiden Okulare. Indem das Fernglas am Gelenk zwischen den Fernglashälften verstellt wird, kann es an die unterschiedlichen Augenabstände der Benutzer angepasst werden.
Verfügt ein Fernglas über ein Sehfeld von 150 m auf 1000 m, so bedeutet dies, dass der Benutzer in einem Kilometer Entfernung ein Bild der Breite 150 m erkennen kann. Die Größe des Sehfeldes hängt dabei von der Bauweise des Fernglases sowie der Vergrößerung und dem Objektivdurchmesser ab.
Die Dämmerungszahl ist ein Standardwert, der angibt, wie detailliert und erkennbar die erzeugten Bilder bei schlechten Lichtbedingungen sind.
Warum sind Marine-Ferngläser häufig 7 × 50?
Die Angabe 7 × 50 beschreibt die Vergrößerung und den Objektivdurchmesser. Die erste Zahl steht für die 7-fache Vergrößerung. Ein Objekt erscheint dadurch siebenmal näher als mit bloßem Auge. Diese Vergrößerung hat sich auf dem Wasser bewährt, weil das Bild auch bei Seegang vergleichsweise ruhig bleibt. Höhere Vergrößerungen stellen entfernte Details zwar größer dar, verstärken aber gleichzeitig jede Bewegung des Bootes und der Hände.
Die zweite Zahl gibt den Objektivdurchmesser in Millimetern an. Ein Marine-Fernglas mit 50 Millimeter großen Objektiven kann viel Licht aufnehmen und liefert deshalb auch bei Bewölkung, in der Dämmerung oder bei schlechter Sicht ein helles Bild. Für Tagesausflüge und kleine Boote können leichtere Modelle mit 7 × 30 ausreichen. Für längere Törns und wechselhafte Bedingungen ist ein 7 × 50 Marine-Fernglas meist die bessere Wahl.
Neben diesen Zahlen entscheidet auch die Qualität der Optik über die Bildleistung. Mehrfachvergütete Linsen reduzieren störende Reflexionen und verbessern Helligkeit, Kontrast und Farbtreue. Hochwertige Prismen sorgen zudem für eine möglichst gleichmäßige Bildschärfe bis zum Rand des Sehfeldes.
Worauf solltest du beim Kauf eines Marine-Fernglases achten?
Wichtige Kaufkriterien für ein Bootsfernglas sind:
- wasserdichtes und korrosionsbeständiges Gehäuse
- Stickstoff- oder Argonfüllung gegen Beschlagen
- mehrfachvergütete Linsen und hochwertige BaK-4-Prismen
- großes Sehfeld und kontrastreiche Abbildung
- rutschfeste Gummiarmierung
- ausreichender Augenabstand für Brillenträger
- Dioptrienausgleich für unterschiedliche Sehstärken
- Schwimmfähigkeit oder ein gut sichtbarer Schwimmgurt
Die Linsenvergütung beeinflusst Lichtdurchlässigkeit, Kontrast und Schärfe. Daher können zwei Marine-Ferngläser mit identischer Vergrößerung eine deutlich unterschiedliche Bildqualität bieten.
Pflege und richtige Aufbewahrung
Ein Marine-Fernglas ist ein Präzisionsinstrument und sollte entsprechend gepflegt werden:
Nach dem Einsatz:
- mit klarem Süßwasser abspülen (Salzrückstände entfernen)
- nicht trocken abreiben (Kratzgefahr)
- mit Mikrofasertuch vorsichtig reinigen
Lagerung:
- trocken und geschützt aufbewahren
- Tasche oder Köcher transportieren
- vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
Bei elektronischen Modellen:
- Batterien bei längerer Nichtbenutzung entfernen
- Kontakte regelmäßig prüfen