Bootsfender
Bootsfender dienen dem Schutz von Schiffen. Der meistverwendete Fender ist der sogenannte Langfender, der an der Reling mittels einer Fenderleine befestigt wird und die Seiten deines Bootes schützt. Es gehört zum guten Ton, die Fender auf See einzuholen und erst kurz vor dem Anlegemanöver wieder an der Reling zu befestigen.
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Welche verschiedenen Fenderarten gibt es?
Da wir eine riesige Auswahl an Fenderarten im Sortiment anbieten, erklären wir dir, welche Fenderformen du an Bord benötigst. Der am weitest verbreitetste Fender ist der Langfender. Er ist lang und zylinderförmig. Da dein Schiff vorne am Bug spitz zuläuft, vergrößert sich die Distanz zwischen Schiffsbug und Umgebung. Deshalb werden am Bug häufig Kugelfender befestigt, die mehr Volumen haben, als die schmaleren Langfender.
Neben den Langfendern und Kugelfendern gibt es noch Flachfender, die deutlich schmaler sind als Langfender. Sie werden auch Kissenfender genannt, da sie auch als Kissen und bequeme Sitzgelegenheit verwendet werden können. Ein weiterer multifunktionaler Fender ist der Treppenfender, mit dessen Hilfe duaus dem Wasser wieder an Bord klettern kannst. Nicht alle Bootsfender werden am Schiff befestigt. Stegfender und Pfahlfender werden, wie der Name schon sagt, am Steg beziehungsweise an Pollern oder Pfählen befestigt. Dein Schiff ist hierdurch gleichermaßen vor Berührungen geschützt.
Wie viele Fender brauche ich für mein Boot?
Eine Faustregel für die Anzahl der Fender an Bord lautet: Es sollte pro 2,5 Meter Bootslänge jeweils ein Fender pro Schiffsseite an Bord sein. Ein 10-Meter-Boot sollte also 8 Fender an Bord haben, jeweils für die Steuerbord- und die Backbordseite vier Fender. Grundsätzlich sollten es aber bei kleinen Booten mindestens zwei pro Bootsseite sein, damit das Boot beim Anlegen nicht zum Bug- oder Heckbereich ausscheren kann. Welche Größe Fender für Boote haben sollten, hängt von Länge, Gewicht und Typ des Bootes ab.

Aus welchem Material sind Fender für Boote?
Bootsfender bestehen üblicherweise aus PVC. Dieser Kunststoff ist mit Weichmachern und Stabilisatoren versetzt, wodurch er weich und formbar bleibt. Durch dieses Material sind Bootsfender sehr langlebig und belastbar. Die meisten Bootsfender, wie Kugelfender oder Langfender, sind mit Luft gefüllt. Dies macht sie relativ leicht und sie können problemlos von dir transportiert und an Bord genommen werden. Unsere Majoni Star Fender kannst du einfach mithilfe eines Adapters und einer Fahrrad- oder einer Autopumpe aufpumpen. Die Fender werden von uns luftleer an dich geliefert.
Häufige Fehler beim Einsatz von Bootsfendern vermeiden
Damit Bootsfender dein Boot zuverlässig vor Kratzern im Antifouling, Druckstellen und Beschädigungen schützen, kommt es nicht nur auf die richtige Fendergröße an, sondern auch auf die korrekte Anwendung. Ein häufiger Fehler ist, zu wenige oder zu kleine Fender zu verwenden. Gerade bei Wind, Strömung oder Schwell reicht ein einzelner Fender oft nicht aus, um den Rumpf sicher vom Steg oder Nachbarboot fernzuhalten.
Auch die falsche Höhe kann problematisch sein: Hängen die Bootsfender zu hoch, rutschen sie über die Kante des Stegs; hängen sie zu tief, schützen sie den empfindlichen Bereich des Rumpfes nicht ausreichend. Wichtig ist außerdem, die Fender regelmäßig auf Luftdruck, Verschmutzungen und Beschädigungen zu prüfen. Sand, Salz und Schmutz auf der Oberfläche können sonst wie Schleifpapier wirken und den Lack oder das Gelcoat beschädigen. Wer seine Fender passend zur Bootslänge auswählt, richtig positioniert und sauber hält, sorgt für zuverlässigen Schutz beim Anlegen, Festmachen und Liegen im Hafen.
Bootsfender richtig befestigen
Bootsfender sollten immer so befestigt werden, dass sie genau dort schützen, wo dein Boot Kontakt mit Steg, Kaimauer oder einem anderen Boot bekommen könnte. In der Praxis werden Fender meist an Reling, Relingsstütze oder Klampe mit einer passenden Fenderleine befestigt. Dabei sollte die Leine so eingestellt sein, dass der Fender weder zu locker pendelt noch zu stramm hängt.
Für die meisten Liegesituationen werden Langfender senkrecht entlang der Bordwand angebracht, während Kugelfender besonders bei größeren Abständen, hohen Kaimauern oder starkem Schwell sinnvoll sein können. Beim Anlegen empfiehlt es sich, die Fender bereits vor dem Manöver auf der passenden Seite auszubringen und ihre Höhe an den Steg oder das Nachbarboot anzupassen.
Bei längeren Liegezeiten lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf die Position, da sich Wasserstand, Windrichtung oder Belastung am Liegeplatz verändern können. Richtig befestigte Bootsfender schützen dein Boot effektiv und machen das Anlegen deutlich entspannter.
Wie warte und pflege ich meine Fender für Boote?
Damit aufblasbare Fender immer gut abfendern, sollte auf genügend Druck im Fender geachtet werden. Mit einer Fenderpumpe sollte man daher mindestens einmal in der Saison nachpumpen. Sollte der Fender ein Loch oder ein defektes Ventil haben lohnt es sich meist eher einen neuen zu kaufen, als ihn umständlich zu reparieren.
Eine Ausnahme hierbei sind Fender der Marke Majoni, bei diesen lassen sich defekte Ventile erfreulicherweise sehr einfach austauschen. Bitte beim Aufpumpen unbedingt darauf achten, dass der Druck nicht mehr als 0,2 BAR beträgt und der Majoni-Fender nicht mit einer Fenderpumpe aufgepumpt wird die eine Nadeldüse besitzt.
Sogenannte Fendersocken sind für Fender der unterschiedlichen Größen erhältlich und können über Kugel- und Langfender gezogen werden. Sie schützen die Fender vor UV-Strahlung und Beschädigung und verlängern die Lebensdauer. Auch die regelmäßige Verwendung eines Fenderreiniger schützt vor UV-Licht und hält die Fender sauber. Fenderreiniger sind frei von Lösemitteln und verursachen keine klebrigen Oberflächen auf den Fendern.
Welches Zubehör gibt es für Bootsfender?
Zum Zubehör der Fender gehören unter anderem Fenderleinen. Die Bootsfender werden an der Fenderleine am Schiff bzw. an der Reling befestigt. Damit du die Fender auf offenem Wasser ordentlich verstauen kannst, solltest du Fenderkörbe nutzen. Fenderkörbe werden üblicherweise an der Reling befestigt und bieten Platz für einen oder mehrere Fender.
Ein weiteres Utensil sind Fendersocken, die über den Fender gestülpt werden. Fendersocken schützen die Bootsfender und die Außenwand des Schiffes vor Reibungen und direkter Sonneneinstrahlung und verlängert zusätzlich die Lebensdauer deiner Bootsfender. Außerdem dienen sie als äußerliche Aufwertung.
Du möchtest mehr über Bootsfender erfahren? Dann lese mehr in unserem Ratgeber für Fender! Oder erkunde die Produkte führender Hersteller von Bootsfendern, wie Plastimo, Majoni und Polyform.