Armaturen
Bootsarmaturen sind auf die besonderen Bedingungen in der Bordnasszelle abgestimmt. Im Vergleich zu Badarmaturen an Land spielen auf Booten vor allem begrenzter Platz, ein sparsamer Umgang mit Frischwasser und die vorhandene Wasserversorgung eine wichtige Rolle. Je nach Ausstattung kommen einfache Kaltwasserhähne, Mischbatterien oder kompakte Duscharmaturen infrage. Welche Armatur fürs Boot geeignet ist, hängt deshalb nicht nur vom Design ab, sondern vor allem von Wassersystem, Einbauraum und Anschlüssen.
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Kaltwasserarmatur oder Mischbatterie?
Auf kleineren Booten steht häufig ausschließlich Kaltwasser zur Verfügung. Dafür reicht ein einfacher Wasserhahn fürs Boot mit entsprechendem Anschluss aus. Natürlich bieten Hersteller wie Whale Pumps auch passende neue Schläuche für ihr Armaturen an.
Ist zusätzlich ein Boiler oder eine andere Warmwasserversorgung vorhanden, kann eine Mischbatterie fürs Boot verwendet werden. Sie ermöglicht es, Warm- und Kaltwasser direkt an der Armatur zu regulieren. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, welche Leitungen und Anschlüsse in der Sanitäranlage vorhanden sind.
Druckwassersystem oder Wasserhahn mit Mikroschalter?
Ein besonders wichtiges Auswahlkriterium ist die Art der Wasserversorgung. Bei einem Druckwassersystem startet die Pumpe automatisch, sobald durch das Öffnen der Armatur der Leitungsdruck sinkt. Dafür wird in der Regel kein zusätzlicher Schalter im Wasserhahn benötigt.
Bei einfacheren Systemen mit Tauch- oder Wasserpumpen kommen dagegen häufig Bootsarmaturen mit Mikroschalter zum Einsatz. Der integrierte Schalter aktiviert die Pumpe beim Öffnen des Wasserhahns.
Deshalb sollte vor dem Kauf immer geprüft werden, ob die Armatur zum vorhandenen Pumpensystem passt. Hier ist es auch wichtig auf eine ausreichende Stromversorgung mit leistungsstarken Bootsbatterien zu achten.
Platzsparende Armaturen für kleine Bordbäder
In einer Bordnasszelle ist der Platz meist deutlich begrenzter als in einem Badezimmer an Land. Kompakte, schwenkbare oder klappbare Wasserhähne fürs Boot können hier besonders praktisch sein.
Ein klappbarer Auslauf ermöglicht beispielsweise, eine Abdeckung über Waschbecken oder Arbeitsfläche zu schließen. Schwenkbare Armaturen wie von Plastimo erleichtern dagegen die Nutzung bei kleinen oder ungünstig positionierten Becken.
Neben der Gesamthöhe sollten auch Reichweite des Auslaufs und der Platz unterhalb des Waschbeckens berücksichtigt werden.
Wasser sparen an Bord
Der Frischwasservorrat auf einem Boot ist begrenzt. Deshalb lohnt es sich, auch bei der Auswahl der Badarmatur fürs Boot auf einen kontrollierten Wasserverbrauch zu achten.
Bei Duscharmaturen, wie denen von Attwood, sind beispielsweise Handbrausen mit Absperrfunktion praktisch. Der Wasserfluss kann direkt am Duschkopf unterbrochen werden, ohne die eingestellte Temperatur jedes Mal neu regulieren zu müssen. Auch bei Waschbeckenarmaturen kann ein gut dosierbarer Durchfluss helfen, den Frischwasservorrat effizienter zu nutzen.
Material, Anschlüsse und Einbaumaße beachten
Für den Marineeinsatz werden unter anderem Armaturen aus Edelstahl, verchromtem Messing oder robustem Kunststoff angeboten. Wichtig ist eine Ausführung, die für die feuchte maritime Umgebung geeignet ist.
Vor dem Kauf einer Bootsarmatur sollten außerdem folgende Punkte geprüft werden:
- Größe der Montagebohrung
- verfügbare Einbauhöhe
- Schlauch- und Leitungsanschlüsse
- Kalt- oder Warm-/Kaltwasseranschluss
- bei Bedarf integrierter Mikroschalter
So lässt sich die passende Waschbecken- oder Duscharmatur fürs Boot gezielt auf die vorhandene Sanitäranlage fürs Boot abstimmen.