Kissenfender
Kissenfender sind eine flache Alternative zu klassischen Lang- oder Kugelfendern. Sie liegen großflächig an der Bordwand an und eignen sich besonders dort, wo ein runder Fender leicht verrutschen oder wegrollen kann. Deshalb werden sie auch als Flachfender, Fenderkissen oder Fendermatten bezeichnet. Durch ihre kompakte Bauform lassen sich Kissenfender vielseitig einsetzen – zum Beispiel beim Anlegen am Steg, in Schleusen oder wenn Boote längsseits nebeneinander liegen.
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Großflächiger Schutz mit wenig Rollbewegung
Der wichtigste Unterschied zu klassischen Bootsfendern ist die Form. Während Langfender frei an der Bordwand hängen, liegt ein Flachfender mit einer größeren Fläche am Rumpf an.
Das kann besonders bei seitlichen Bewegungen des Bootes von Vorteil sein, weil der Fender weniger zum Wegrollen neigt. Gleichzeitig verteilt sich der Kontakt auf eine größere Fläche der Bordwand. Kissenfender sind deshalb eine praktische Ergänzung zur klassischen Fendern für Boote und können gezielt an besonders beanspruchten Bereichen eingesetzt werden.
Kissenfender für Schleuse, Steg und Päckchen
Ein typischer Einsatzbereich ist das Schleusen. Durch steigenden oder fallenden Wasserstand verändert sich die Position des Bootes gegenüber der Schleusenwand. Ein Kissenfender kann hier einen großflächigen Schutz bieten und lässt sich passend an der Bordwand positionieren.
Auch am Steg oder Kai sind Kissenfender fürs Boot sinnvoll. Beim Liegen im Päckchen können sie zudem zwischen zwei Booten eingesetzt werden, um empfindliche Bereiche des Rumpfes zu schützen. Welche Fenderform am besten geeignet ist, hängt immer von Boot, Liegeplatz und Einsatzsituation ab.
Schaumstoffkern statt Luft
Viele Kissenfender bestehen aus einem geschlossenzelligen Schaumstoffkern, wie unsere Modelle von Plastimo. Im Gegensatz zu aufblasbaren Fendern benötigen sie daher keinen Luftdruck und müssen nicht regelmäßig nachgepumpt werden.
Je nach Modell kommen robuste Kunststoff- oder Textiloberflächen zum Einsatz, die für den regelmäßigen Kontakt mit Bordwand, Steg oder Schleusenwand ausgelegt sind. Wichtig sind dabei insbesondere eine geringe Wasseraufnahme sowie eine gute Beständigkeit gegen UV-Strahlung und Abrieb.
Welche Größe sollte ein Kissenfender haben?
Bei der Auswahl spielen vor allem Länge, Breite und Stärke des Fenders eine Rolle. Eine größere Fläche deckt einen entsprechend größeren Bereich der Bordwand ab. Die Stärke beeinflusst dagegen, wie viel Abstand und Dämpfungsweg zwischen Boot und Kontaktfläche zur Verfügung stehen. Eine pauschale Fendergröße allein nach Bootslänge ist wenig sinnvoll. Auch Rumpfform, Bootsgewicht, Freibord und der geplante Einsatz sollten berücksichtigt werden.
Befestigung und Ausrichtung
Viele Flachfender besitzen mehrere Ösen, Langlöcher oder Gurtbandschlaufen. Dadurch lassen sie sich je nach Bauart horizontal oder vertikal anbringen. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Befestigungsmöglichkeiten vorhanden sind und wie der Fender am eigenen Boot eingesetzt werden soll. Mit passenden Fenderleinen lässt sich die Position zusätzlich an unterschiedliche Steg- oder Schleusenhöhen anpassen.
Platzsparende Fender für die Backskiste
Ein weiterer Vorteil von Kissenfendern ist der geringe Platzbedarf. Viele Modelle lassen sich flach in der Backskiste verstauen, einige Ausführungen zusätzlich rollen oder zusammenfalten. Damit eignen sich Flachfender besonders für Boote, auf denen Stauraum knapp ist. Wer einen robusten, großflächigen und kompakt zu verstauenden Fender sucht, findet im Kissenfender eine praktische Ergänzung zu klassischen Bootsfendern.