Pinnenausleger für Segelboote und Jollen
Eine Pinnenverlängerung – auch Pinnenausleger genannt – ermöglicht es, das Ruder zu bedienen, ohne direkt neben der Pinne sitzen zu müssen. Dadurch kann sich die steuernde Person freier im Cockpit bewegen und ihre Sitzposition besser an Wind, Kurs und Gewichtstrimm anpassen. Besonders auf Jollen und sportlichen Segelbooten ist ein Pinnenausleger deshalb ein wichtiger Bestandteil der Ruderanlage, aber auch auf Kielbooten und Yachten kann eine passende Verlängerung das Steuern deutlich komfortabler machen.
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Welche Pinnenverlängerung ist die richtige?
Bei der Auswahl des Segelzubehör kommt es vor allem auf Länge, Bauart, Material und Gelenk an. Die Pinnenverlängerung sollte lang genug sein, damit das Boot aus der gewünschten Position sicher gesteuert werden kann, ohne dass der Arm dauerhaft gestreckt werden muss. Gleichzeitig darf der Ausleger nicht unnötig lang sein, da dies die Handhabung im Cockpit erschweren kann.
Grundsätzlich gibt es zwei Bauarten: Feste Länge und teleskopierbar. Pinnenausleger mit fester Länge sind einfach aufgebaut, leicht und besonders bei Jollen und kleineren Segelbooten verbreitet. Teleskopierbare Pinnenverlängerungen lassen sich in ihrer Länge anpassen und bieten dadurch mehr Flexibilität für unterschiedliche Steuerpositionen.
Wer häufig die Sitzposition wechselt oder das Boot sowohl von weiter innen als auch von der Kante aus steuert, profitiert besonders von einem Teleskop-Pinnenausleger, wie beispielsweise von Spinlock und Plastimo.
Aluminium oder Carbon?
Auch das Material beeinflusst Gewicht, Steifigkeit und Preis einer Pinnenverlängerung. Aluminium-Pinnenausleger sind robust, leicht und für viele Freizeit- und Fahrtensegler eine praktische Lösung. Hochwertige Modelle bestehen häufig aus eloxiertem Aluminium und sind dadurch gut für den Einsatz im maritimen Umfeld geeignet.
Carbon-Pinnenausleger sind nochmals leichter und besonders steif. Dadurch übertragen sie Steuerbewegungen sehr direkt und werden vor allem beim sportlichen Segeln und im Regattabereich eingesetzt. Wo jedes Gramm zählt und ein möglichst unmittelbares Steuergefühl gewünscht ist, kann Carbon die bessere Wahl sein.
Gelenk und Griff nicht unterschätzen
Der Pinnenausleger wird über ein bewegliches Gelenk mit der Pinne verbunden. Häufig kommen flexible Gummigelenke oder andere Gelenkkonstruktionen zum Einsatz, die Bewegungen in mehrere Richtungen ermöglichen. Entscheidend ist, dass sich der Ausleger frei bewegen lässt, gleichzeitig aber ein präzises Steuergefühl erhalten bleibt.
Auch der Griff spielt eine Rolle, wie bei der Winsch fürs Segelboot. Ergonomisch geformte oder gepolsterte Griffe sorgen dafür, dass die Pinnenverlängerung auch über längere Zeit sicher und angenehm in der Hand liegt. Gerade bei starkem Wind oder häufigen Manövern kann ein guter Griff die Kontrolle spürbar verbessern.
Pinnenausleger für Jollen, Kielboote und Yachten
Auf Jollen unterstützt eine Pinnenverlängerung vor allem den Gewichtstrimm. Die steuernde Person kann weiter außen sitzen oder ausreiten und das Boot trotzdem sicher kontrollieren. Deshalb sind hier leichte und möglichst direkte Pinnenausleger besonders gefragt.
Auf Kielbooten und Fahrtenyachten steht dagegen häufig der Komfort im Vordergrund. Eine ausreichend lange oder teleskopierbare Pinnenverlängerung ermöglicht unterschiedliche Sitzpositionen im Cockpit und erleichtert das Steuern auf längeren Schlägen.
Welche Pinnenverlängerung am besten zum Boot passt, hängt daher nicht nur von der Bootsgröße ab, sondern auch davon, wie und von welcher Position aus gesteuert wird. Länge, Material, Gelenk und Griff sollten immer gemeinsam betrachtet werden.