Regatta-Kompasse
Ein Regattakompass zeigt nicht nur den aktuellen Kurs an, sondern hilft dabei, Veränderungen von Wind und Kurs während einer Wettfahrt schneller zu erkennen. Damit unterscheidet er sich von einem klassischen Bootskompass, der vor allem der allgemeinen Navigation dient. Beim Regattasegeln steht dagegen die taktische Nutzung der Kursinformationen im Vordergrund.
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Magnetischer oder digitaler Regattakompass?
Besonders auf der Kreuz kann ein taktischer Bootskompass dabei helfen, Winddreher zu erkennen. Verändert sich der angezeigte Kurs, obwohl das Boot weiterhin optimal am Wind segelt, lässt sich daraus ableiten, ob der aktuelle Bug günstiger oder ungünstiger wird. So können Regattasegler besser einschätzen, wann es sinnvoll ist, weiterzusegeln oder eine Wende in Betracht zu ziehen.
Regattakompasse sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Magnetische Regattakompasse wie von Velocitek arbeiten ohne elektronische Kursberechnung und verfügen häufig über eine speziell eingeteilte taktische Kompassrose. Sie ermöglichen eine schnelle Orientierung und eignen sich besonders für Segler, die eine einfache und direkte Anzeige bevorzugen.
Digitale Regattakompasse wie von Raymarine und NASA Marine stellen Kursinformationen auf einem Display dar und können je nach Modell zusätzliche Regattafunktionen bieten. Dazu gehören beispielsweise:
- Anzeige von Kursabweichungen und Winddrehern
- Regatta-Countdown oder Starttimer
- Speicherung von Referenzkursen
- Geschwindigkeitsanzeige
- Informationen zur Startlinie
Welche Funktionen tatsächlich vorhanden sind, hängt vom jeweiligen Gerät ab. Wer hauptsächlich Kursänderungen beobachten möchte, benötigt nicht zwingend ein umfangreiches GPS-Regattainstrument.
GPS-Regattakompasse mit zusätzlichen Funktionen
Ein GPS-Regattakompass kann wie ein Kartenplotter neben der Kompassfunktion weitere Daten wie Geschwindigkeit über Grund oder Kurs über Grund anzeigen. Höher ausgestattete Geräte unterstützen teilweise auch die Startvorbereitung, indem sie Informationen zur Startlinie oder zur verbleibenden Zeit bis zum Startsignal bereitstellen.
Solche Funktionen können vor allem für ambitionierte Regattasegler interessant sein, die neben der Windbeobachtung zusätzliche Leistungs- und Startdaten nutzen möchten. Für viele Jollen und kleinere Regattaboote reicht dagegen bereits ein kompakter taktischer oder digitaler Kompass aus.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Ein guter Regatta Kompass muss während Manövern schnell und eindeutig ablesbar sein. Große Ziffern oder eine übersichtliche Skala erleichtern es, Veränderungen zu erfassen, ohne den Blick lange vom Segelgeschehen abzuwenden.
Wichtige Auswahlkriterien sind:
- gut erkennbare Anzeige oder Kompassrose
- geeigneter Betrachtungswinkel für die jeweilige Bootsposition
- kompakte und robuste Bauweise
- zuverlässige Funktion bei Nässe und Bewegung
- passende Montagemöglichkeiten an Deck oder Mast
- Funktionsumfang passend zu Boot und Regattaeinsatz
Gerade auf Jollen, Skiffs und Katamaranen sollte der Kompass möglichst leicht sein und sich von unterschiedlichen Positionen an Bord gut ablesen lassen.
Regattakompass passend zum Einsatz wählen
Nicht jeder Regattasegler benötigt dieselbe Ausstattung. Wer vor allem Winddreher erkennen und den eigenen Kurs vergleichen möchte, ist mit einem einfachen taktischen Regattakompass häufig gut beraten. Wer zusätzlich Startzeit, Geschwindigkeit oder GPS-Daten nutzen möchte, kann auf ein digitales oder GPS-basiertes Regattainstrument zurückgreifen.
Entscheidend ist, dass der Regattakompass zur Bootsklasse, zur gewünschten Montageposition und zum eigenen Einsatz passt. So lassen sich Kursänderungen schneller erkennen und taktische Entscheidungen während der Regatta fundierter treffen. Und für den perfekten Halt an Deck, wirf auch einen Blick auf unsere Bootsschuhe.